„Ist das wirklich notwendig?“

Dass man sich als Bundeskanzler einen großen Teil der Bevölkerung zum Feind macht, ist erfrischend neu. Zudem ist es auch sehr motivierend, wenn wegen einiger weniger alle abgestraft werden. Nachdem der Kanzler es sich mit den Menschen die Bürgergeld beziehen erfolgreich verscherzt hatte, kamen die Migranten dran. Jetzt entdeckt Merz die Arbeiter und Angestellten für seinen Unmut. Alle sind Schuld am Untergang des Landes, nur die Politik macht alles richtig und die Reichen.

Die einzigen, die die sagenumwobene Tugend Fleiß noch ihr eigene nennen können, sind die Superreichen. Die arbeiten jeden Tag 45 Stunden und auch Nachts. Sie jetten von Krise zu Krise, um diese zu lösen. Die Reichen bezahlen alles, meinen Job, meine Krankenkassenbeiträge und meine sture Faulheit. Wenn ich mich krankmelde, dann springt der Herr Würth ein, oder der Herr Kühne. Die Reichen sind der Rücken auf dem wir faulen Säcke unser Kranksein abfeiern. 

Schon direkt nach dem Krieg schlossen sich die Reichen zusammen und bauten das ganze Land wieder auf. Ohne Frauen, Gastarbeiter oder KI. Ganz alleine.

Krankschreiben und simulieren, Merz legt sich mit den Angestellten und Arbeitern an. Foto: Markus Hansen
Krankschreiben und simulieren, Merz legt sich mit den Angestellten und Arbeitern an. Foto: Markus Hansen

Sie geben und geben und was ist der Dank dafür?

Faule Halunken fordern eine Vermögenssteuer, damit sie sich weiter den Drogen und dem Zocken widmen können. Eine weitere Frechheit ist eine Erbschaftssteuer. Das lohnt sich doch gar nicht. Der Aufwand diese zu ermitteln sprengt doch jeden Rahmen. Die reichsten Deutschen haben lediglich 71 % ihres Vermögens geerbt (1) die anderen 124 % sind hart erarbeitet und zwar ohne Hilfe vom Staat.

Reiche lassen sich auch nicht krankschreiben, die liegen nicht über 14 Tage im Jahr auf der Couch und simulieren eine Migräne. Die gehen Malochen. Die schaffen was.
Das die 3.900 Superreichen  3.000.000.000.000 Dollar Vermögen haben, kommt ja nicht von ungefähr. Da muss man schon mal auch am Sonntagabend Telefonate führen oder E-Mails beantworten und auf den Tatort verzichten. Aber das ist den Work-Life-Balance-Terroristen völlig unbekannt. 

Besitz ist belastend, auch für die Psyche und so haben die Reichen viel mehr Stress als sich so ein Teilzeit-Honk vorstellen kann. Häuser, Autos, Yachten, teuren Schmuck, all das muss umsorgt und beschützt werden. Liebe Angestellten und Arbeiter, wenn ihr euch nicht fühlt, fragt euch: Was würde der Kanzler tun?

Quellen

  1. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/superreiche-vermoegen-finanzen-aktien-100.html
  2. https://de.statista.com/infografik/23140/demographie-der-deutschen-millionaere/

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3 Kommentare zu „„Ist das wirklich notwendig?“

  1. Das stand heut im DLF: „Zuletzt hatte der Wirtschaftsrat, ein CDU-naher Unternehmerverband, in einem mehrseitigen Papier auf weniger Sozialversicherungsleistungen gedrängt. Er regte an, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion, der Wirtschaftsflügel der CDU, hatte zudem in einem Antrag für den Bundesparteitag in Stuttgart gefordert, den Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken und zunächst von einer „Lifestyle-Teilzeit“ gesprochen.“

  2. Danke für die sehr gute komprimierte Zusammenfassung der politischen Situationen. Beim Lesen deines Artikels ist meine Wut mehr und mehr gestiegen. Was ist bloß los mit den Politikern und unserer Gesellschaft? Ist es gerade wieder in Mode gekommen, dass verstärkt nur auf arme, schwache und hilflose Menschen getreten und geprügelt wird?

    Es ist unglaublich, was die Politiker fordern. Ein Söder, der auf Social Media seinen Lifestyle Teilzeit auslebt und bei McDonald’s frisst will den Arbeitenden erzählen, dass sie noch mehr arbeiten können. Herr Söder fangen sie doch mal ernsthaft an zu arbeiten! Eine Frechheit was sie sich von sich geben.
    Und Herr Merz, sie als reicher Politiker, haben doch keine Ahnung, wie es den Menschen geht, die trotz mehrerer Jobs, nicht über die Runden kommen. Sie haben doch jegliche Realität verloren, was die Menschen mit wenig Gehalt bewegt und womit sie jeden Tag zu kämpfen haben. Sie sollten sich schämen immer nur auf die Menschen zu prügeln, die ehe schon jeden Tag alles geben! Fangen sie mal bei sich selbst und den Reichen an, endlich ihre Forderungen durchbringen zu wollen. Von wegen Christliche Partei und nächsten Liebe, blablabla….

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