Vor 15 Jahren – Simply Red in Hamburg

Simply Red in Hamburg, mein Lieblingslied ist und bleibt „Holding back the years“ und diese Platte hörte ich den ganzen Tag. Mitte der 1980er Jahre kaufte ich mir das Album „Picturebook“ und danach alle anderen LP´s, die heraus kamen.

Simply Red hier Sänger Mick Hucknall in Hamburg
Simpy Red – Sänger Mick Hucknall bei einem Konzert in Hamburg in der ColorLine Arena am 14.11.05 – Foto: Markus Hansen – Vertrieb: actionpress

Das Bühnenbild von Simply Red war nicht besonders spektakulär, aber es ging ja auch um den Sänger. Auf diesen Konzentrierten sich alle Kollegen und ich natürlich auch. Das Licht war großartig und die drei Lieder, die wir Zeit hatten, konnten sehr gut genutzt werden.


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Vor 15 Jahren – Reizgas in einer Schule in Hamburg

In einer Schule in der Nähe von Hamburg gab es eine Reizgas-Attacke. Ein Anruf und ich saß auf dem Weg nach Wedel bei Hamburg um ein Foto zu machen. Schüler seien mit Reizgas attackiert worden. Rettungskräfte vor Ort nahmen dann zahlreiche Schüler mit in ein Krankenhaus zur weiteren Untersuchung. Abendblatt

In der ERNST-BARLACH-SCHULE in Wedel bei Hamburg versorgen Rettungskräfte Schüler nach
 einer Reizgasattacke am 28.10.2005.
Foto: Markus Hansen - Vertrieb: actionpress
In der ERNST-BARLACH-SCHULE in Wedel bei Hamburg versorgen Rettungskräfte Schüler nach
einer Reizgasattacke am 28.10.2005.
Foto: Markus Hansen – Vertrieb: actionpress

So viel Blaulicht und aufgeregte Menschen sieht man nicht oft. Zum Glück war es nur Reizgas und nicht wie und in den USA ein schrecklicher Amoklauf. Was für ein Bild ich machen sollte war mir am Anfang auch nicht klar, so ging ich also hin und her, bis ich dieses Motiv fand: Verletzte, Sanitäter und die Schule im Hintergrund.


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Ach ja, es ist Herbst.

Es ist Herbst und das Schicksal der Blätter ist besiegelt. Die Tage werden kürzer und leider auch kälter. Dieses einsame Blatt beweist es. Auf dem Boden liegend, von Fußspuren übersät fällt es der normalen Ignoranz der Menschen zum Opfer.

Die Menschen ziehen sich wieder wärmer an. Schimpfen auf den ersten Frost und trauern der warmen Jahreszeit hinterher. Jedes Jahr das gleich. Für wie lange schon? Seit wie vielen Millionen von Jahren fallen im Herbst die Blätter ab?

Es ist Herbst, das Bild von einem einzelnen Blatt auf dem Boden im Frost
Ach ja, es ist Herbst. Nass, windig und die Bäume entschließen sich dazu los zu lassen. | Foto: Markus Hansen

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Wolfgang Clement ist gestorben

Wolfgang Clement ist gestorben. Der ehemalige Bundesminister für Wirtschaft ist mit 80 Jahren friedlich in seinem Bett verstorben. Sein Abgang aus der Partei war weniger friedlich.

Wolfgang Clement - hier als Bundeswirtschaftsminister in Lübeck beim 
Aktionstag "TeamArbeit für Deutschland" am 1. Juni 2004.
Foto: Markus Hansen - Vertrieb: actionpress
Wolfgang Clement – hier als Bundeswirtschaftsminister in Lübeck beim
Aktionstag „TeamArbeit für Deutschland“ am 1. Juni 2004.
Foto: Markus Hansen – Vertrieb: actionpress

Das war ein Irrtum. Denn gut zwölf Stunden später erklärte Clement seinen Austritt aus der SPD. Drei Gründe, so Clement, waren ausschlaggebend. Die Rüge sei eine „Drangsalierung seiner Meinungsfreiheit“. Außerdem ziehe die SPD keinen klaren Trennungsstrich zur Linkspartei, zudem betreibe sie eine Wirtschaftspolitik, die auf „eine Deindustrialisierung des Landes hinauslaufe“.

Die taz

Er warnte gegen die eigene Parteigenossin Andrea Ypsilanti vor der Wahl in Hessen, weil sie zu Konzernfeindlich wäre. Konzernfreundlich wie Clement der im Aufsichtsrat bei RWE saß ist auch keine Tugend um sich zur Wahl zu stellen. Der Termin war in Lübeck und er besuchte Jugendliche, die eine Weiterbildung machten, redete kurz mit ihnen – sie waren aufgereiht wie die Orgelpfeifen – und dann sprach er viele, wichtige Worte. Viele Bilder – ohne Worte.


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Vor 15 Jahren – Gerhard und Doris gehen wählen

Das war so aufregend. Gerhard und Doris gehen wählen. Von Hamburg aus fuhr ich die gefühlten 300 km nach Hannover um dann irgendwo an einer Schule darauf zu warten, das die beiden ankamen und ihren Wahlzettel in die Wahlurne – warum die den Mülltonnen so ähnlich sehen, ist mir ein Rätsel – zu werfen.

Dann gab es noch ein paar warme Worte und das war es dann. Ich hatte so gar mal eine Leiter mir und stand über allen Kollegen. Das Bild ist so nichts sagend wie der Termin und am Ende war die Kanzlerschaft des Genossen Schröder zu Ende.

Gerhard Schröder (Bundeskanzler, SPD) mit seiner Frau Doris Schröder-Kopf bei der Stimmenabgabe zur bundestagswahl in Hannover am 18.09.2005 - Foto: Markus Hansen - Vertrieb: actionpress.de
Gerhard Schröder (Bundeskanzler, SPD) mit seiner Frau Doris Schröder-Kopf bei der Stimmenabgabe zur bundestagswahl in Hannover am 18.09.2005 – Foto: Markus Hansen – Vertrieb: actionpress.de

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Lass mal schauen

Lass mal schauen, dachte ich als ich mal in Dresdener war, um einen Mann zu suchen, der auf einer Wiese sitzt und durch sein Fernglas schaut. Denn er ist das Orakel von Sachsen und kann nicht nur das sehen was geht, sondern auch das was kommt.

Er schaut und schaut und wenn er etwas Aufregendes sieht, dann rennt er durch die Straßen von Dresden und warnt die Bürger vor drohendem Unheil oder vor schlechten Wetter. Meistens passiert allerdings nichts und er bleibt auf seiner Tasche sitzen, da wohnt er drin und wenn man da hinein kommt, dann staunt man, was alles da drin ist. Zwei Betten, ein Kamin, eine Küche mit Gasherd und ein Medienzimmer, und noch viel mehr.

Was gibt es denn zu sehen, da hinten, ganz weit weg? Eine schöne Frau, ein schönes Haus, eine Kirche, ein Überfall, eine Katze? Ein Blick in Zukunft? - Foto: Markus Hansen
Was gibt es denn zu sehen, da hinten, ganz weit weg? Eine schöne Frau, ein schönes Haus, eine Kirche, ein Überfall, eine Katze? Ein Blick in Zukunft? – Foto: Markus Hansen

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Es könnte zu spät sein.

Was muss dieses Regal jahrelang getragen haben, das es so durchhängt? Es könnte zu spät sein, diese Frage zu stellen. es ist auch zu spät, um irgendwelche Worte zu schenken oder ein Ei zu essen. Das ganze Haus war voll mit der Einrichtung, die mal jemanden gehört hat. Jetzt lag alles überall herum, die Scheiben waren eingeschlagen, die Wände bemalt und alles lag herum, wie nach einem Einbruch oder einem Orkan.

Ein verlassenes Haus, Räume voller Müll, vieles liegt auf dem Boden und in einem ehemaligen Büro oder Arbeitszimmer hängt dieses Regal. Ein Eierbecher, ein Buch „Schenk mir das Wort“, ein Bilderrahmen mit einem unbekannten Inhalt und die Flasche Schimmelschutz. Das ist Ironie.
Foto: Markus Hansen
Ein verlassenes Haus, Räume voller Müll, vieles liegt auf dem Boden und in einem ehemaligen Büro oder Arbeitszimmer hängt dieses Regal. Ein Eierbecher, ein Buch „Schenk mir das Wort“, ein Bilderrahmen mit einem unbekannten Inhalt und die Flasche Schimmelschutz. Das ist Ironie.
Foto: Markus Hansen

Für das Mittel gegen Schimmel ist es sowas von zu spät. Das Haus war mal ein Firmensitz für irgendein Unternehmen. Jetzt ist es ein einzige Müllhalde.


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Vor 15 Jahren – Gerhard in Siegerlaune

Gerhard in Siegerlaune, wie man ihn kennt, triumphierend und voller Vorfreude begrüßt der die Genossen beim Wahlkampfauftakt in Hannover im August 2005. Gerhard Schröder, der amtierende Bundeskanzler (SPD) in seiner Siegerpose versucht Optimismus vor seinen Anhängern zu produzieren.

Diese nach oben gereckten Daumen, die verkünden was verkünden sollen? Sein künstliches Siegerlächeln, nur für die Öffentlichkeit. Alles ist so sichtbar falsch und gespeilt. Nach der Wahl gab es eine große Koalition, aber ohne ihn.

Gerhard in Siegerlaune SPD Bundeskanzler Gerhard Schröder beim Wahlkampfauftakt der SPD zur Bundestagswahl 2005
Wahlkampfauftakt der SPD mit Gerhard Schröder in Hannover im August 2005.| Foto: Markus Hansen / Vertrieb: Actionpress

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Kann Kunst nachhaltig, oder sollte sie es sein?

Eine Ausstellung in Berlin. Ich sehe diese Ampel und Frage mich: Kann Kunst nachhaltig, oder sollte sie es sein? Denn diese Aufkleber scheinen ja tausendfach gedruckt zu sein. Ich empfinde das als ziemlich nutzlos, zu mal die Besucher der Ausstellung die Aufkleber über all um den Hamburg Bahnhof angeklebt haben. Es gibt ja nicht schon genug Müll.

Kann Kunst nachhaltig? Zahlreiche Aufkleber an einer Ampel in Berlin, weckten in mir die Frage, ob die Kunst auch nachhaltig sein sollte? Also, Ressourcen schonen.
Eine Ampel voller Aufkleber, die den Besuchern der aktuellen Ausstellung von Katharina Grosse „It wasn‘t us“ im Hamburger Bahnhof in Berlin, ausgehändigt werden. So viel Plastik. In diesem Fall war sie es doch. – Foto: Markus Hansen

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Friedhof der Straßenlaternen

Ich war begeistert, als ich diesen Friedhof der Straßenlaternen entdeckte. Schön aufgereiht und geordnet. So als würden sie darauf warten, das jemand kommt und ein Bild davon macht. Diejenigen, die diese Lampen so aufgereiht haben, waren sich bestimmt nicht im Klaren, was sie da schönes für einige Fotografen aufgebaut haben. Vielen Dank dafür.

Friedhof der Straßenlaternen irgendwo in Deutschland
Eine Reihe, eine Linie – eines meiner Vorbilder, Albert Renger-Patzsch, hätte es bestimmt auch fotografiert. Foto: Markus Hansen | 7/2020

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