Von allem zu viel, aber es reicht nicht


Die Welt wird sich nicht weiter drehen können, bis ich diesen Text geschrieben habe und er von ein bis drei Leuten gelesen wurde. So sieht es aus. Noch ein Text, noch ein Buch noch eine Schokolade mit Krabben oder was auch immer die Menschen zum kauf animiert. Denn Mandel, Marzipan, Nuss, Pfefferminz, Joghurt, Cornflakes und alle die andren Sachen gibt es schon. Es dreht sich um Aufmerksamkeit, die sich in Geld verwandeln soll. In viel Geld.

Wenn ich durch die Filiale einer Buchhandelskette gehe, hier in meiner Nähe, dann werde ich erschlagen von neuen Büchern. In letzter Zeit sehe ich ebenfalls viele Bilder, die mir unbekannte Künstler.innen auf Bühnen zeigen, vor tausenden von Fans. Aber auch von Musiker.innen, die mir vorrechnen, wie viel sie verlieren, wenn sie auf Tour gehen oder wie wenig man durch Spotify und Co verdient. Dazu kommt die Existenzfrage, lohnt es sich überhaupt noch ein Instrument zu lernen und selber Musik zu machen, wenn KI das doch in Handumdrehen erledigt?

Ich mache immer noch gerne Musik und ich weiß, das ich irgendwann entdeckt werde. Foto:Markus Hansen
Ich mache immer noch gerne Musik und ich weiß, das ich irgendwann entdeckt werde. Foto:Markus Hansen

Alles aus KI gezimmert

Romane, Kochbücher, Ratgeber, Drehbücher das muss ich doch nicht selber machen. Ich mache meine Musikvideos mit KI, weil es unmöglich für mich ist, das alles zu organisieren, geschweige denn zu bezahlen. Aber wenn der Kuchen nicht wächst und es immer mehr gibt, die etwas vom Kuchen haben wollen, wie geht das dann?

Wer kann noch davon leben? In einer langen Recherche habe ich folgendes herausgefunden: Spotify hat 110 Millionen Songs (1). Des Weiteren habe ich erfahren, das Spotify in den letzten 12 Monaten 75 Millionen Songs gelöscht hat (2), weil es sich um KI generiere Musk handelte. Das bedeutet Spotify hatte 68 Prozent KI-Musik auf ihren Servern? Auch das Internet besteht zu mehr als 50 Prozent von KI generierten Inhalten. (3) Tendenz steigend.(4)

Inhalt ist wichtig, um Geld zu verdienen. Wenn aber der Inhalt von einer KI erstellt wurde und KI-Bots sich mit Kommentaren daran beteiligen, werden dann nicht auch die Indikatoren des Erfolges wie Anzahl der Abonnenten, der Kommentare und Likes obsolet? Brauche ich bald keine Videos mehr machen, weil die nur von blöden Bots gesehen und kommentiert werden? Es gibt von allem zu viel, weil so vieles von der KI ist? Sienna Rose (5) ist ein schönes Beispiel für diesen Sachverhalt. Wer verdient daran? Zahlt Spotify sich das Geld selbst aus?

Aufmerksamkeit bedeutet Werbung. Werbung bedeutet Geld und das gehört dann … – Ja, wem denn? Spotify bezahlt Künstler, wenn sie viele, viele, viele, viele Streams haben. Wenn die KI-Musiker.innen nun das Geld bekommen sollen, dann fehlt das Geld den anderen echten Künstler.innen. Also bekommen alle weniger und Spotify muss weniger auszahlen. Oder nicht?

Mehr verdienen ohne Künstler

Wenn ich es recht bedenke, ist die Investition der Milliardäre und Tech-Unternehmen in die KI eine logische Konsequenz. Was möchten alle Milliardäre haben? Noch mehr Geld. Warum sollten die sich mit diesem Künstlerpack zusammentun und ein Jahr oder länger warten, bis die mal 15 Songs fertig haben? Dann in ein Studio, wenn endlich alles fertig ist gibt es eine Promo-Tour. Alles kostet Zeit und Geld. Bei Filmen ist es noch dramatischer: Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Autoren, Komparsen und der ganze lästige teure Rattenschwanz, der Filme so unfassbar teuer macht. Zack. Abgehackt und der Film wirft nur Gewinne ab. Bücher? Wer will denn schon mit einem Pynchon oder Bernhard zusammen arbeiten, um dann einen Teil des Geldes zu bekommen? Jetzt kann man als Milliardär alles bekommen. Famos.

Zudem würden diese ganzen Kreativen, die nur Halbtags arbeiten, weil sie immer noch davon träumen mit ihrer Band oder ihrem Roman ganz groß rauszukommen, wieder zur Vollzeitstelle finden und Steuern zahlen. So nimmt die KI den Menschen das, was sie gerne macht und mehr, damit diese sich auf ihre Arbeit konzentrieren können.

Werbung als letzte beste Lösung

Als wenn es in der realen Welt nicht schon genug Probleme und Produkte gibt. Das digitale sollte doch alles erleichtern und einfacher machen. Zu Zeit werden wir überschwemmt mit AI-Slop, Fake News, Deep Fakes und all den ganzen Betrugsmaschen, die es sonst noch gibt (6). Ich bin schon überfordert, wenn ich vor dem Regal mit den Keksen stehe. Sind in meinem Edeka Markt bald KI-Kekse neben den von Milka? Ein Überangebot hier in der realen und besonders in der digitalen Welt. Beiden Welten gemein ist, das nur ein paar wenige damit Geld verdienen. In der digitalen KI-Welt sind es zurzeit mehr Verluste als Gewinne, die die KI-Blase erzeugt (7,8), denn wie genau das Geld wieder hereinkommen soll, ist noch fraglich.(9)

Zu viel von allem und am Ende zu wenig, um noch reicher zu werden. Ist Werbung wirklich die Ratte unter den Geschäftsmodellen? Das Tier, das sich immer und überall anpassen kann? Der heilige Gral für Investoren? Wollen die Menschen KI-Musik? Ist es ihnen egal? Lesen sie Geschichten, die aus allen Geschichten der Menschheit von einem Chip extrahiert und neu zusammen gewürfelt wurden?

Beim Erstellen meiner Videos mit Grok ist mir aufgefallen, das Grok andere Menschen vorwiegend als weiß, gut aussehend und mit normaler Figur erzeugt. Ob sich da das erwünschte Menschenbild von Elon Musk widerspiegelt? Tatsächlich bin ich noch nicht bereit 30 Euro oder mehr im Monat für Super-Grok zu bezahlen. Mit mir lässt sich also nur wenig Geld verdienen. Vielleicht nötigt mich Grok demnächst Werbung zu schauen, während ich auf den fertigen Clip warte. Aber Werbung gibt es auch viel zu viel.

Quellen

  1. https://www.tunepat.de/guide/wie-viele-songs-hat-spotify.html
  2. https://www.delamar.de/news/spotify-loescht-lieder-82234/
  3. https://www.swp.de/wirtschaft/falsche-infos-tote-links-werbung-das-vermuellte-internet-mehr-als-50-prozent-aller-texte-stammen-von-ki-78456154.htm
  4. https://t3n.de/news/90-prozent-des-online-contents-2026-ki-basiert-1499656/
  5. https://www.bbc.com/news/articles/cq6v83gq66eo
  6. https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/sicher-handeln/onlinebetrug-maschen/
  7. https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/elon-musk-xai-verbrennt-milliarden-verluste-des-ki-start-ups-wachsen/100189944.html
  8. https://www.handelsblatt.com/technik/ki/ki-fast-eine-billion-dollar-vernichtet-big-tech-investiert-weiter/100197742.html
  9. https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/ki-boom-wer-verdient-am-ende-wirklich-geld-damit,U9MinRG

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Wenn zu viel von allem nicht genug ist – Wie wir hören und sehen

Die YouTuberin / Musikerin Mary Spender kündigt ihr Spotify-Abo. Nicht aus Frust oder Enttäuschung, sondern weil sie entdeckt hat, dass sie anders Musik hören will. Zurück zum Album sozusagen. Genauer hinhören. Sich Zeit nehmen für ein ganzes Album. Das freut mich. So faszinierend es auch klingt, das man alle Lieder der Welt in seinem Handy mit sich führen kann, so ist es für mich persönlich auch eine Belastung. Deshalb habe ich mein Apple Music Abo nach drei Monaten Probezeit und kaum genutzt nicht verlängert.

Ich habe damals meine Plattensammlung durch CDs ersetzt, die CDs dann alle gerippt und trage so meine persönliche Musikhistorie von einem Medium zum nächsten. Alben, die mich interessieren, begeistern oder die ich unbedingt brauche, kaufe ich mir.

Als ich Fotograf war, war ich einer der letzten, der sich eine Digitalkamera kaufte. Es war allerdings nicht die Ablehnung der neuen Technik, sondern ein profanes Geldproblem. Aber damals schon konnte ich beobachten, wie einige Kollegen einfach nur auf das Motiv hielten und den Auslöser kaum losließen. Bilder über Bilder. Beliebigkeit wurde zum Normalzustand. Heute, dank der Kamera im Smartphone, wird alles ohne Limit fotografiert und gefilmt. Die Stunden sinnloser YouTube Shorts sind dafür ein Beleg.

Wenn zu viel von allem nicht genug ist – Wie wir hören und sehen - Blogbeitrag über die Beliebigkeit unserer Zeit  - Seifenblasen, die zufällig entstanden / Foto: Markus Hansen
Zufällig entstanden Seifenblasen oder KI? | Foto: Markus Hansen

Zurück zum analogen

Der Grund, warum die Vinyl-Scheibe zurückgekommen ist, könnte genau das sein: Die Menschen wollen bewusster hören. Im Urlaub sah ich einige Leute, die analog fotografiert haben. Die Beschränkung auf ein Album oder auf 36 Bilder ergibt Sinn, besonders in einer Zeit, in der alles überall und jederzeit verfügbar ist. Serien auf Netflix kann sich jeder sofort in Gänze anschauen (Serien-Marathon), auf Spotify sind alle Songs zu hören und will man etwas wissen fragt man das Internet bzw. die KI.

Was würde wohl Walter Benjamin heute sagen, in einer Zeit, in der die KI Musik und andere Künste ohne jede Aura erschafft und es dafür kaum etwas abverlangt? Jede digitale Kopie ist so gut wie das Original. Kein Qualitätsverlust. Was ist ein Original?

Das, was überall und jederzeit verfügbar ist, wird zur Selbstverständlichkeit. Wer geht denn morgens ins Badezimmer und freut sich darüber, dass das Licht angeht? Der Strom ist für uns selbstverständlich, genauso wie das plärrende Radio in der Küche, das fließendes Wasser und das die Bahn zu spät kommt.

Zu dem Selbstverständlichen kommt das Überangebot an allem. Zum Beispiel KI-Slop, ein Angebot – Überangebot – von sinnlosen Zeiträubern, die die sozialen Medien überschwemmen. Beiträge ohne jeden Sinn oder mit politischen Hintergedanken, nur um Profit zu machen oder für Desinformationen. Davon wird dann noch über 50 Prozent von Bots generiert. Absurd.

Es war einmal, …

Musik immer und überall. Filme ohne Ende und eine niemals endende Bilderflut. Das ist der Ist-Zustand. Dazwischen Werbung und Nachrichten. Wie soll der einzelne da bestehen? Sind nicht schon viel zu viele Menschen ohne Smartphone gar nicht mehr denkbar. Wenn ich mich irgendwo umsehe, haben so viele ihr Handy in der Hand ohne es gerade zu nutzen oder mit einer Kordel am Körper, das es in den nächsten Generationen wohl in den Körper integriert sein wird. Kleine Kinder halten sich Spielzeug an das Ohr und spielen Telefonieren oder Tablet. Im Jahre 2007 kam das iPhone auf den Markt und alle jungen Menschen, die danach auf die Welt gekommen sind, ahnen nur, dass es mal eine Zeit ohne Smartphone und Internet gab. Aber sie kennen sie nicht.

Der Kampf gegen die Beliebigkeit ist ein einsamer Kampf. Ich glaube, jeder muss für sich einen Weg finden. Handy-Verbote an Schulen oder Jugendlichen die sozialen Medien zu verbieten, halte ich für aussichtslos. Wir älteren sind als Vorbilder kaum zu gebrauchen bzw. ernst zu nehmen.

Will man wirklich Daniel Ek noch reicher machen? Vielleicht genießt man mal ein Konzert, ohne es zu filmen. Oder verspeist sein Essen ohne es abzulichten. Verrückt, ich weiß.

Hauptsache es rieselt

Es wird bestimmt immer eine kleine Gegenbewegung geben. Menschen, die Musik bewusst hören und sich nicht den ganzen Tag von einer Playlist berieseln lassen, die ein Bot für sie zusammengestellt hat. Leute, die sich nicht von Short zu Short wischen und am Ende nicht wissen, was sie sich angesehen haben, sondern gezielt suchen und konsumieren. Aber was macht der Rest von uns?

Es wird nicht mehr weggehen. Keiner wird das Internet abschalten. Es wird sich wandeln. Vielleicht wird es sich spalten: ein Bot-Internet und ein Menschen-Internet. Macht es denn einen Unterschied, ob ich einen KI-Song höre oder einen schrecklichen Song von Modern Talking? Die Antwort kennt nur Brother Louie.

Den meisten Menschen ist es bestimmt auch egal, womit sie sich berieseln lassen. Hauptsache es rieselt.

So leben wir alle in unseren kleinen Blasen. Ein Algorithmus versorgt uns mit dem, was wir zu sehen oder zu hören glauben zu wollen. Hält uns fern von dem, was wahrscheinlich nicht relevant für uns ist. Immer mehr vom ewig gleichen. Oder wir legen mal ’ne Platte auf und hören zu.


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Alte Männer, die KI und Moneten

Der Diktator in dir

Jeden Morgen, wenn ich DLF einschalte, ist mindestens eine Nachricht über Trump dabei und/oder über Putin. Zwei Männer – alt und weiß – die unter ihrem Ego leiden und uns alle daran teilhaben lassen. Ich habe es schon mal gesagt: Es ist nicht mehr zeitgemäß. Es kann nicht sein, das ein Mann über so viel Macht verfügt, das er tausende oder Millionen in den Tod schicken kann. Das einer bestimmt, was die Bevölkerung denken soll. Der Trend geht wieder zu den starken Männern, aber das ist bescheuert. Kein Land der Welt sollte sich dem Willen eines einzelnen unterwerfen. Da ist kacke.

Nicht nur in der Politik

Spotify bestimmt den Musikmarkt, Amazon den Einzelhandel, Meta den Werbemarkt oder was auch immer und wir kleinen Würstchen stehen da und staunen. Wir werden ausspioniert und manipuliert. Die Medien, besonders die neueren, haben die Aufgabe uns auf Linie zu bringen. Auch hier konzentriert sich die Macht auf einige wenige. Die ihre Macht nicht in den Dienst des Bürgers stellen. Sie nutzen sie um andere zu verunglimpfen. Siehe Wärmepumpen und Habeck oder das Bürgergeld. Die Welt wird von den Mächtigen als Torte gesehen und jeder will das größte Stück davon haben. Einer von ihnen, Warren Buffet sagte 2006:

Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen. (4)

Ob Aktienkrise, Krieg oder Klima, der Reichtum der Mächtigen kennt nur eine Richtung und das ist nach oben. Er wächst und wächst und wächst und … – es ist klar was ich meine. Noch mal Warren:

„Wenn du dir die Forbes-Liste aus dem Jahr 1982 anschaust, hatten die 400 vordersten Plätze ein Gesamtvermögen von 93 Milliarden Dollar“, so Buffett. Heute seien es 2,4 Billionen. „Diese Wohlstandsvermehrung ist eine unverhältnismäßige Belohnung der Reichsten.“ Warren Buffet (5)

Auffällig ist auch der geringe Anteil von Frauen bei diesem ganzen Geschachere und so scheint der Sieg der alten, weißen, reichen Männer unaufhaltsam. Das nächste große Ding für die weißen, alten Männer sind die KI.

Die KI macht. Aber warum?

Die KI ist möglicherweise genauso eine Seifenblase, wie damals das gute, alte Internet. Wie damals, denkt jeder, wenn er den Begriff KI nur häufig genug benutzt ist er up to date. Hat sich das Leben von uns kleinen Menschen wirklich verbessert, seit es das Internet gibt? Um es mit Reg von der Volksfront von Judäa zu fragen: Was hat das Internet oder die KI je für uns getan?

Ich muss keine CD/DVDs mehr kaufen.
Ja, das stimmt. Trotzdem ist Musik nicht günstiger geworden. Reich werden nur, wie vorher auch, die ganz oben. Der Spotify CEO Daniel Ek verdient im Jahr 3.942.660.009,00 € (1). Ob das stimmt? Keine Ahnung, aber das reicht zum Leben.

Was bekommt so ein normaler Musiker von Spotify im Jahr? Die KI sagt: 68 % verdienen weniger als einen Euro pro Jahr durch Streaming. Das reicht in keinem Land zum Leben.

Ich muss nicht mehr in volle Läden gehen, um etwas einzukaufen.
Auch richtig, aber dafür sterben die Innenstädte. Es gibt tausende Paketboten, die unter beschissenen Bedingungen arbeiten müssen und das Geld fließt auch zum größten Teil wieder nur zu den Wohlhabenden.

Zurück zur KI

Was ist ihr Nutzen? Sie macht kitschige Bilder wie mit Apple Playground, Musik mit Suno oder Videos mit Hailuo. Aber ist das wirklich nützlich? Das, was die Menschen ausmacht, ist doch ihre Kreativität. Wozu braucht es also eine Maschine, die das macht, was wir gerne machen? Soweit ich das beurteilen kann, haben viele Menschen Spaß daran, etwas zu erschaffen. Die Antwort sind vier Buchstaben: GELD. Die Firma OpenAI ist zur Zeit 500 Milliarden Dollar wert, macht aber Milliarden Verluste.

Ich als KI-Bild
Das hat Apple Playground aus einem Foto von mir gemacht. Im Prompt habe ich geschrieben, es soll Rauch aus der Pfeife und den Ohren kommen. das hat ja toll geklappt.

Die KI bereitet den kreativen Berufen aber mehr Kopfschmerzen und Existenzängste als anderen. Synchronsprecher oder Schauspieler könnten obsolet werden. Autoren brauchen sich kaum mehr auszudenken als ein Prompt, das gilt auch für Musiker, Maler, Journalisten, Programmierer, usw.

Also sehr viele Menschen sehen für ihre berufliche Zukunft schwarz. Die Betreiber von Contentabhängigen Plattformen hingegen freuen sich.

Content, Content, Content 

Spotify füllt seinen Katalog mit KI-Musik und KI-Bands auf. Das Internet wird von KI-Slop geflutet, um Content für dusselige Bots zu generieren, die sich dann darüber aufregen. Alles nur, damit Du die ganze Zeit an Deinem Bildschirm klebst und Dir das anschaust. Denn nur, wenn Du ganz lange bei den Plattformen bleibst, gibt es von den Werbeleuten das, worum es eigentlich geht. Rate mal. Aber kann die KI irgendwem den Arsch säubern? Mein Auto reparieren? Den Müll hinuntertragen? Nein. Das, was kaum jemand gerne macht, das kann die KI nicht. Unpraktisch.

Hinzu kommt noch, das ChatGPT grandiose Fehler macht. Das kann und wird sich bestimm noch ändern, aber was kommen dann für Fehler? Zurzeit ist es für einige KI schwer von 100 bis 90 rückwärts zu zählen.(2) Menschen in Madagaskar, die für einen Hungerlohn der KI beibringen, was ein Schwan oder eine Schusswunde ist, sind bestimmt auch froh, in dieser glanzvollen Welt im Schatten bzw. im Dreck zu sitzen und andere damit reich werden zu lassen. Goldgräberstimmung beschreibt es ganz gut. Hier im reichen Westen erzählt man uns, was die KI alles kann oder können soll und wird. In den armen Ländern umkreisen die Leute an ihrem Laptop Katzen oder Menschen für die KI. Das ist Zukunft – für die Reichen.

Meine Erfahrungen mit der KI sind rudimentär, ich mache Videoschnipsel, die oft nicht so aussehen, wie ich es mir gedacht habe. Aber das ist offensichtlich meine Schuld, weil mein Prompt nicht genau genug war. Oder? Trotzdem frage ich mich: Wer in der KI den Rest, den ich nicht formuliert habe, entscheidet. Es ist Willkür, irgendwie. Hier ist ein kurzes Video und  der Prompt dazu:

„The man takes a large anchor, a painting, the Mona Lisa, a piano and an elephant out of the dumpster and puts everything next to him on the street.“ Das war mein Prompt für den KI-Video-Generator von https://hailuoai.video und das ist das Ergebnis.

Wieso kommt der Anker die Straße entlang?

Beitrag zu meinem Musikvideo „Ersetzt“, indem ich auch noch einige Schwachstellen zeige.

Zuckerberg schließt eine KI-Blase nicht aus, will aber nicht daneben stehen und riskiert ein paar 100 Milliarden, denn:

„Wenn ein Unternehmen zu langsam ist und eine künstliche Superintelligenz früher als erwartet entstehe, werde es bei der meiner Meinung nach wichtigsten Technologie, die die meisten neuen Produkte, Innovationen, Wertschöpfung und Geschichte ermöglicht, ins Hintertreffen geraten.“ (3)

Es sind alle nur auf der Jagd nach dem Geld und keiner will etwas verpassen: Ob da nun wirklich etwas sinnvolles entsteht, oder nicht, wird uns bald eröffnet. Die neue Superintelligenz ist bald da und die sagt dann bestimmt: 42.


Quellen

  1. https://wageindicator.de/lohn-gehalt/vip-gehalter/daniel-ek#:~:text=Gehalt%20Daniel%20Ek&text=Net%20Worth%202024%3A%20%244.6%20B,rise%20compared%20to%20last%20year)
  2. https://youtu.be/jiuw7Pkt5h4?si=2DP7bdxjrcv3izre
  3. https://www.heise.de/news/Mark-Zuckerberg-haelt-Platzen-der-KI-Blase-fuer-moeglich-10667274.html
  4. https://www.zlv.lu/db/1/1433579424257/0
  5. https://www.welt.de/wirtschaft/article166023353/Warren-Buffett-Das-wahre-Problem-sind-Menschen-wie-ich.html
  6. https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/kuenstliche-intelligenz-openai-koennte-dieses-jahr-bis-zu-fuenf-milliarden-dollar-verlust-machen/100074305.html

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