Vor 20 Jahren – Schneiden wir den Vogel mal auf

Vogelgrippe in Deutschland. Ich – als freier Pressefotograf – sollte nach Neumünster in das Landeslabor Schleswig-Holstein und dort Bilder machen, wie ein Vogel obduziert wurde. Fotografieren konnte ich nur durch eine Scheibe, aber so unbedingt nah heran wollte ich auch gar nicht. Da lag die tote Möwe. Sie wurde aufgeschnitten und etwas Gewebe entnommen, um zu überprüfen, ob sie den HSN1-Virus in sich trug. Später im Jahr gab es viele tote Wildvögel und tausende von Puten mussten getötet werden.

Gewebeentnahme bei einer verendeten Möwe in Neumünster im Landeslabor Schleswig-Holstein am 16.2.2006 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Gewebeentnahme bei einer verendeten Möwe in Neumünster im Landeslabor Schleswig-Holstein am 16.2.2006
Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de

Was kam zum Einsatz im Landeslabor?

Da ich durch eine Scheibe fotografieren musste, wollte ich nicht Blitzen. Also nahm ich mein 17–55 mm/2.8 Objektiv. Stellte ISO auf 800 und bekam bei Blende 4 noch eine 250tel-Sekunde hin. Wie gerne hätte ich noch die Putzmittel auf dem Regal im Hintergrund entfernen lassen. Ich war ja nur ein kleiner Pressefotograf. Kommen, Fotos machen und gehen und zwar schnell. Die Stimmung im Landeslabor in Neumünster war auf jeden angespannt. Eines meiner Bilder aus dieser Serie wurde – glaube ich – sogar mal gedruckt.


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Vor 15 Jahren – Vogelgrippe in Schleswig-Holstein

Vogelgrippe in Schleswig-Holstein und ich durfte zuschauen, wie dieser tote Vogel im Landeslabor Schleswig-Holstein opduziert wurde. Eine blutige Sache und ich war froh, das ich die Bilder durch eine Scheibe machen durfte. Der Verdacht hatte sich bestätigt und so wurde es offiziell, das auch in Schleswig-Holstein die Seuche ausgebrochen war.

Vogelgrippe in Schleswig- HolsteinVeterinär hier die Untersuchung eines toten Vogels
Pathologische Untersuchung eines verendeten Vogels im Landeslabor von Schleswig-Holstein nach dem Erreger der Vogelgrippe am 16.02.06 in Neumünster Februar 2006 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress

Ich musste nach Neumünster fahren und hatte keine Ahnung was für ein blutiger Vormittag das werden würde. Aber wenn ich mir schreckliche Dinge durch die Kamera anschaue, dann sind sie nicht mehr ekelhaft. Dann versuche ich ein gutes Bild zu machen und denke an sonst nichts. So hielt ich einst auch die Nacht des deutschen Schlagers aus.

Das Bild wird sogar in einer Zeitung oder einem Magazin gedruckt, aber um welches Medium es sich handelte weiß ich nicht mehr.


Weitere Bilder gibt es auf der Foto-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.