Streetphotography aus aller Welt mit Senioren aus aller Welt. In der HASPA Filiale in Poppenbüttel gibt es vom 1. -31. März einige meiner Bilder zu sehen. Titel der Ausstellung ist „LEBENsALTER“. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist die Werberelevante Gruppe bald eine Minderheit. Die Senioren sind überall auf dem Vormarsch oder schon ganz weit vorne. Meine Bilder zeigen Senioren in verschiedenen Ländern bei diversen Tätigkeiten. Das Leben im Alter genießen oder aber ihren Lebensunterhalt aufbessern.
Die Welt wird sich nicht weiter drehen können, bis ich diesen Text geschrieben habe und er von ein bis drei Leuten gelesen wurde. So sieht es aus. Noch ein Text, noch ein Buch noch eine Schokolade mit Krabben oder was auch immer die Menschen zum kauf animiert. Denn Mandel, Marzipan, Nuss, Pfefferminz, Joghurt, Cornflakes und alle die andren Sachen gibt es schon. Es dreht sich um Aufmerksamkeit, die sich in Geld verwandeln soll. In viel Geld.
Wenn ich durch die Filiale einer Buchhandelskette gehe, hier in meiner Nähe, dann werde ich erschlagen von neuen Büchern. In letzter Zeit sehe ich ebenfalls viele Bilder, die mir unbekannte Künstler.innen auf Bühnen zeigen, vor tausenden von Fans. Aber auch von Musiker.innen, die mir vorrechnen, wie viel sie verlieren, wenn sie auf Tour gehen oder wie wenig man durch Spotify und Co verdient. Dazu kommt die Existenzfrage, lohnt es sich überhaupt noch ein Instrument zu lernen und selber Musik zu machen, wenn KI das doch in Handumdrehen erledigt?
Ich mache immer noch gerne Musik und ich weiß, das ich irgendwann entdeckt werde. Foto:Markus Hansen
Alles aus KI gezimmert
Romane, Kochbücher, Ratgeber, Drehbücher das muss ich doch nicht selber machen. Ich mache meine Musikvideos mit KI, weil es unmöglich für mich ist, das alles zu organisieren, geschweige denn zu bezahlen. Aber wenn der Kuchen nicht wächst und es immer mehr gibt, die etwas vom Kuchen haben wollen, wie geht das dann?
Wer kann noch davon leben? In einer langen Recherche habe ich folgendes herausgefunden: Spotify hat 110 Millionen Songs (1). Des Weiteren habe ich erfahren, das Spotify in den letzten 12 Monaten 75 Millionen Songs gelöscht hat (2), weil es sich um KI generiere Musk handelte. Das bedeutet Spotify hatte 68 Prozent KI-Musik auf ihren Servern? Auch das Internet besteht zu mehr als 50 Prozent von KI generierten Inhalten. (3) Tendenz steigend.(4)
Inhalt ist wichtig, um Geld zu verdienen. Wenn aber der Inhalt von einer KI erstellt wurde und KI-Bots sich mit Kommentaren daran beteiligen, werden dann nicht auch die Indikatoren des Erfolges wie Anzahl der Abonnenten, der Kommentare und Likes obsolet? Brauche ich bald keine Videos mehr machen, weil die nur von blöden Bots gesehen und kommentiert werden? Es gibt von allem zu viel, weil so vieles von der KI ist? Sienna Rose (5) ist ein schönes Beispiel für diesen Sachverhalt. Wer verdient daran? Zahlt Spotify sich das Geld selbst aus?
Aufmerksamkeit bedeutet Werbung. Werbung bedeutet Geld und das gehört dann … – Ja, wem denn? Spotify bezahlt Künstler, wenn sie viele, viele, viele, viele Streams haben. Wenn die KI-Musiker.innen nun das Geld bekommen sollen, dann fehlt das Geld den anderen echten Künstler.innen. Also bekommen alle weniger und Spotify muss weniger auszahlen. Oder nicht?
Mehr verdienen ohne Künstler
Wenn ich es recht bedenke, ist die Investition der Milliardäre und Tech-Unternehmen in die KI eine logische Konsequenz. Was möchten alle Milliardäre haben? Noch mehr Geld. Warum sollten die sich mit diesem Künstlerpack zusammentun und ein Jahr oder länger warten, bis die mal 15 Songs fertig haben? Dann in ein Studio, wenn endlich alles fertig ist gibt es eine Promo-Tour. Alles kostet Zeit und Geld. Bei Filmen ist es noch dramatischer: Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Autoren, Komparsen und der ganze lästige teure Rattenschwanz, der Filme so unfassbar teuer macht. Zack. Abgehackt und der Film wirft nur Gewinne ab. Bücher? Wer will denn schon mit einem Pynchon oder Bernhard zusammen arbeiten, um dann einen Teil des Geldes zu bekommen? Jetzt kann man als Milliardär alles bekommen. Famos.
Zudem würden diese ganzen Kreativen, die nur Halbtags arbeiten, weil sie immer noch davon träumen mit ihrer Band oder ihrem Roman ganz groß rauszukommen, wieder zur Vollzeitstelle finden und Steuern zahlen. So nimmt die KI den Menschen das, was sie gerne macht und mehr, damit diese sich auf ihre Arbeit konzentrieren können.
Werbung als letzte beste Lösung
Als wenn es in der realen Welt nicht schon genug Probleme und Produkte gibt. Das digitale sollte doch alles erleichtern und einfacher machen. Zu Zeit werden wir überschwemmt mit AI-Slop, Fake News, Deep Fakes und all den ganzen Betrugsmaschen, die es sonst noch gibt (6). Ich bin schon überfordert, wenn ich vor dem Regal mit den Keksen stehe. Sind in meinem Edeka Markt bald KI-Kekse neben den von Milka? Ein Überangebot hier in der realen und besonders in der digitalen Welt. Beiden Welten gemein ist, das nur ein paar wenige damit Geld verdienen. In der digitalen KI-Welt sind es zurzeit mehr Verluste als Gewinne, die die KI-Blase erzeugt (7,8), denn wie genau das Geld wieder hereinkommen soll, ist noch fraglich.(9)
Zu viel von allem und am Ende zu wenig, um noch reicher zu werden. Ist Werbung wirklich die Ratte unter den Geschäftsmodellen? Das Tier, das sich immer und überall anpassen kann? Der heilige Gral für Investoren? Wollen die Menschen KI-Musik? Ist es ihnen egal? Lesen sie Geschichten, die aus allen Geschichten der Menschheit von einem Chip extrahiert und neu zusammen gewürfelt wurden?
Beim Erstellen meiner Videos mit Grok ist mir aufgefallen, das Grok andere Menschen vorwiegend als weiß, gut aussehend und mit normaler Figur erzeugt. Ob sich da das erwünschte Menschenbild von Elon Musk widerspiegelt? Tatsächlich bin ich noch nicht bereit 30 Euro oder mehr im Monat für Super-Grok zu bezahlen. Mit mir lässt sich also nur wenig Geld verdienen. Vielleicht nötigt mich Grok demnächst Werbung zu schauen, während ich auf den fertigen Clip warte. Aber Werbung gibt es auch viel zu viel.
IIm DLF vom 28. Januar 2026 stand, das die Experten der Doomsday Clock – der Weltuntergangsuhr – diese um vier Sekunden vorgestellt haben. Das bedeutet, es ist 85 Sekunden vor Mitternacht. So dicht war die Uhr noch nie an der Zwölf. Das fand ich bemerkenswert und machte daraus einen düsteren Song mit einem Bösendorfer Modell 290 Imperial und jede Menge alter Synthesizer.
Die Uhr ist keine tatsächliche Uhr, wie die Atomuhr. Ob oder was passiert, wenn die Zeiger die Zwölf erreicht oder gar überschritten haben, ist sehr wahrscheinlich: nichts. Ein Indiz für den Zustand der Welt soll die Uhr darstellen und der ist wahrlich bedenklich.
Das Cover für Doomsday Clock 2/2026
Ich mache es düstererer
Das Wort DOOMSDAY-CLOCK fand ich sehr viel singbarer als das deutsche Pendant und so wurde es ein Lied in englischer Sprache. Wenig Text und viel elektronische Textur. Also wieder in den feuchten Keller und die alten Geräte entstauben und in das Studio schleppen. Neben dem Minimoog Model D kam der ARP® Odyssey zum Einsatz und auch der Sequential Circuits Prophet-5, wenn die nur nicht so schwer und groß wären. Ein PlugInn von diesen Geräten wäre toll.
Die Stimmung ist düster und darum ist auch der Song kein fröhliches Mit-Klatsch-Lied. Vom D-Moll ging ich zu As-Dur also fast ein Neapolitanische Sextakkord, auf jeden Fall klingt es düster und mürrisch. Die etwas lockere Auflösung in den Refrain ist tröstend gemeint. Der Einfluss von Depesche Mode auf mein Leben ist nicht zu leugnen und auch hier hörbar, finde ich.
Ich bin ein seriöser Experte
In einem teuren Anzug ist ein Mann seriös und kann den Menschen auch schreckliche Katastrophen näher bringen. Wissenschaftlich fundiert. Das verstehen die Menschen und verändern ihr Verhalten. Das war schon immer so. Aus diesem Grund ließ ich mich von Armani in einen Anzug stecken und warne die Menschheit in einem aufregenden Thriller, der im nächsten Jahr bei Netflix laufen wird. Ich spiele also einen Professor, der durch die Stadt rennt und alle anschreit. Das ist ganz großes Kino. Geplant sind 9 Staffeln mit jeweils 34 Folgen. Als kleinen Vorgeschmack hier schon mal das Musikvideo:
Vogelgrippe in Deutschland. Ich – als freier Pressefotograf – sollte nach Neumünster in das Landeslabor Schleswig-Holstein und dort Bilder machen, wie ein Vogel obduziert wurde. Fotografieren konnte ich nur durch eine Scheibe, aber so unbedingt nah heran wollte ich auch gar nicht. Da lag die tote Möwe. Sie wurde aufgeschnitten und etwas Gewebe entnommen, um zu überprüfen, ob sie den HSN1-Virus in sich trug. Später im Jahr gab es viele tote Wildvögel und tausende von Puten mussten getötet werden.
Gewebeentnahme bei einer verendeten Möwe in Neumünster im Landeslabor Schleswig-Holstein am 16.2.2006 Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Was kam zum Einsatz im Landeslabor?
Da ich durch eine Scheibe fotografieren musste, wollte ich nicht Blitzen. Also nahm ich mein 17–55 mm/2.8 Objektiv. Stellte ISO auf 800 und bekam bei Blende 4 noch eine 250tel-Sekunde hin. Wie gerne hätte ich noch die Putzmittel auf dem Regal im Hintergrund entfernen lassen. Ich war ja nur ein kleiner Pressefotograf. Kommen, Fotos machen und gehen und zwar schnell. Die Stimmung im Landeslabor in Neumünster war auf jeden angespannt. Eines meiner Bilder aus dieser Serie wurde – glaube ich – sogar mal gedruckt.
Dass man sich als Bundeskanzler einen großen Teil der Bevölkerung zum Feind macht, ist erfrischend neu. Zudem ist es auch sehr motivierend, wenn wegen einiger weniger alle abgestraft werden. Nachdem der Kanzler es sich mit den Menschen die Bürgergeld beziehen erfolgreich verscherzt hatte, kamen die Migranten dran. Jetzt entdeckt Merz die Arbeiter und Angestellten für seinen Unmut. Alle sind Schuld am Untergang des Landes, nur die Politik macht alles richtig und die Reichen.
Die einzigen, die die sagenumwobene Tugend Fleiß noch ihr eigene nennen können, sind die Superreichen. Die arbeiten jeden Tag 45 Stunden und auch Nachts. Sie jetten von Krise zu Krise, um diese zu lösen. Die Reichen bezahlen alles, meinen Job, meine Krankenkassenbeiträge und meine sture Faulheit. Wenn ich mich krankmelde, dann springt der Herr Würth ein, oder der Herr Kühne. Die Reichen sind der Rücken auf dem wir faulen Säcke unser Kranksein abfeiern.
Schon direkt nach dem Krieg schlossen sich die Reichen zusammen und bauten das ganze Land wieder auf. Ohne Frauen, Gastarbeiter oder KI. Ganz alleine.
Krankschreiben und simulieren, Merz legt sich mit den Angestellten und Arbeitern an. Foto: Markus Hansen
Sie geben und geben und was ist der Dank dafür?
Faule Halunken fordern eine Vermögenssteuer, damit sie sich weiter den Drogen und dem Zocken widmen können. Eine weitere Frechheit ist eine Erbschaftssteuer. Das lohnt sich doch gar nicht. Der Aufwand diese zu ermitteln sprengt doch jeden Rahmen. Die reichsten Deutschen haben lediglich 71 % ihres Vermögens geerbt (1) die anderen 124 % sind hart erarbeitet und zwar ohne Hilfe vom Staat.
Reiche lassen sich auch nicht krankschreiben, die liegen nicht über 14 Tage im Jahr auf der Couch und simulieren eine Migräne. Die gehen Malochen. Die schaffen was. Das die 3.900 Superreichen 3.000.000.000.000 Dollar Vermögen haben, kommt ja nicht von ungefähr. Da muss man schon mal auch am Sonntagabend Telefonate führen oder E-Mails beantworten und auf den Tatort verzichten. Aber das ist den Work-Life-Balance-Terroristen völlig unbekannt.
Besitz ist belastend, auch für die Psyche und so haben die Reichen viel mehr Stress als sich so ein Teilzeit-Honk vorstellen kann. Häuser, Autos, Yachten, teuren Schmuck, all das muss umsorgt und beschützt werden. Liebe Angestellten und Arbeiter, wenn ihr euch nicht fühlt, fragt euch: Was würde der Kanzler tun?
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