Weiter mit den Schweinerein

Wenn ich meinen Morgen mit Nutella beginne, unterstütze ich Kinderarbeit an der Elfenbeinküste und damit ebenfalls die Zerstörung des Waldes durch Rodung und Pestizide in diesem Gebiet. Lecker.

Wenn ich Mittags Schweineschnitzel kaue, unterstütze ich irgendwo auf der Welt die Ausbeutung von Menschen und Tieren, die Verseuchung der Umwelt und die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien durch die Rodung für den hektarweisen Anbau von Soja. YamYam.

Abends gibt es dann mal eine Tomate, die durch die Nutzung von Hybriden drei Wochen oder länger ihr frisches Aussehen behält, aber nach Nichts schmeckt. Da der Tomate ein Großteil ihrer Inhaltsstoffe fehlt. Damit nicht genug, der Anbau und die Ernte werden von armen Menschen aus Afrika für einen Hungerlohn und unter menschenunwürdigen Bedingungen in Spanien erledigt. Ich bin satt.

Weiter mit den Schweinerein
Hausschwein auf dem Feld als Symboilsbild
Das Schwein als Symbol für Profitgier, Egoismus und Ignoranz.| Foto: Markus Hansen

Egal, wie gesund und nachhaltig ich mich ernähren oder leben möchte, es ist fast unmöglich an den Industriegiganten vorbeizukommen. Alles ist in den Händen von einigen großen Global-Playern, die sich die Taschen voll stecken und ihren Reichtum auf der gewollten Armut von vielen Menschen überall auf der Welt begründen. Sei es Nahrung, Pharmazeutika, Energie oder Information.

Leben diese CEO‘s nicht auch hier auf diesem Planeten?

Möglicherweise benutzen sie das viele Geld, das ja schon aus ihren Unterhosen quillt, um ein Raumschiff zu bauen, welches sie mit all ihrem Geld zur Erde Zwo bringt?

Oder leben die Reichen alle unter der Erdoberfläche und haben da alles ganz schnieke und akkurat, sodass sie Abends zusammen kommen und sich über die Dummheit der Oberflächenbewohner lustig machen. Da lachen sie denn über unsere Krebsgeschwüre durch den Einsatz von Pestiziden, unseren Diabetes durch zu viel Zucker, den Smog durch unsere Autos, den Durchfall vom dreckigem Wasser. Sie lachen über die Tatsache, dass Menschen ihre Kinder verkaufen müssen, die dann umsonst als Sklaven beim Kakao-Anbau in Afrika schuften müssen. Hahaha.

Was soll’s, macht nur weiter so. Was ist schon die Ausbildung eines Kindes an der Elfenbeinküste gegen das glückliche Lachen eines Aktionärs, der eine Dividende bekommt?

Freude am Leben

Wer erfreut sich nicht an den steigenden Gehältern irgendeines Vorstandes irgendeiner blöden Firma? Da können auch gerne mal hundert indische Frauen in der Sonne braten und Felder bearbeiten und das für einen Euro am Tag. 

Wer möchte einem Manager den Kauf eines weiteren Porsches vermiesen, weil irgendwo Kinder und Frauen in völliger  Armut leben? Denn sein Unternehmen schert sich einen Dreck um Arbeitsschutz und Menschenrechte in anderen Ländern. Wenn ein Arbeiter stirbt und seine Familie ohne alles zurück lässt, dann ist das halt so. Der hätte ja sparen können.

Die Reichen leben in einer anderen Welt. Scheinbar die Beste aller mögliche Welten. Sie leugnen den Klimawandel, sprechen die Wirtschaft heilig, sparen an der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, investieren in Kriege, belügen die schweigende Masse, vergiften uns alle und beharren auf dem Kapitalismus, weil nur der ihren Wohlstand sichert und dazu beiträgt, dass auch mein schönes Leben auf dem Elend der andern fußt, damit die sich kein Stück bewegen können.

Lasst Euch von solchen Kleinigkeiten nicht vom Ziel des größtmöglichen Profits abbringen. Wer braucht schon saubere Luft, eine intakte Natur, gesundes Essen und Frieden, wenn er glückliche Manager/Politiker in sauberen Anzügen haben kann?

Die Resignation

Seit Jahrhunderten wollen die Menschen die Armut beseitigen, aber so richtig Ernst gemacht hat noch keiner damit. Der Markt wird es richten? Mitnichten!

Trump, Bolsonaro, Putin, Dorsey, Gates, Musk, Page, Buffet, Babis, Orban, Johnson, Merkel, Mohn, Springer, Albrecht, Klatten, Bezos, … dann macht eben weiter so.


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Der Optimist ist Tot.

Wir leben in Städten, die zu voll, zu laut und zu schmutzig sind. Setzten uns permanentem Streß aus, durch Straßen- oder Flugzeuglärm. Essen jede Menge zuckerhaltigen Schrott, den uns die Industrie vorsetzt, sind zu fett und gehetzt. Wir quälen Tiere, stopfen sie mit Antibiotika voll und vergiften mit deren Ausscheidungen unsere Böden und unser Trinkwasser. 
Produzieren so viel Plastikmüll, dass dieser schon in den entlegensten Teilen der Welt nachgewiesen wurde und sich in unserem Essen wiederfindet. Vergiften uns und unsere Kinder mit Pestiziden und jeder Menge Schadstoffe in allen Produkten die uns umgeben.
Es werden genveränderte Pflanzen benutzt, mit dem Argument, das dann weniger Pestizide gespritzt werden müssen. Nach einiger Zeit sind aber die Schädlinge Resistent und es muss wieder mehr und schlimmeres Zeug zum Einsatz gebracht werden, um die Ernte zu retten. Was in der Umgebung z.B in Lateinamerika zu verstärkten Missbildungen bei Neugeborenen und zur Ausbreitung von Krebs führte.1

Es geht weiter

Ein großer Teil der Weltbevölkerung lebt in Armut, in Krisengebieten bzw. Kriegsgebieten und/ oder ist auf der Flucht. (2.,3.) Der andere Teil lebt im krankmachenden Überfluss mit Bewegungsmangel und Fast-Food-Ketten, die es lieben uns zu vergiften. Mit sinnfreiem Konsum und dem Konkurrenzkampf am Arbeitsmarkt vergrätzen wir uns die kurze Lebenszeit. Getrieben, wie der Wolf vom Hunger, folgen wir der Gier und erheben das Streben nach Geld zur Religion. Obwohl wir es besser wissen, werden die Meere leer gefischt, wird die Atmosphäre mit CO2 geflutet, der Regenwald abgeholzt, Hektarweise Monokulturen betrieben um Futter für die Tiere anzubauen, die uns in das Trinkwasser scheißen und für Gichtanfälle sorgen.

Immer noch nicht genug?

Was wir im großen erfolgreich durchführen machen wir auch im kleinen: Warum ist es notwendig, das wir alle zur selben Zeit – so früh wie möglich – aufstehen um zur Arbeit oder zur Schule zu hetzen? Damit wir im Stau den Wagen des Nachbarn bestaunen können? In vollen Bussen und Bahnen pressen wir uns durch die Stadt um dann stundenlang „Bullshit-Jobs“(4.) nachzugehen, die uns das überleben in der Gesellschaft ermöglicht. Mit dem „vielen“ Geld, das ein Großteil der Bevölkerung jeden Monat einheimst, wird gerade so derselbige überstanden. Es ist nicht möglich, von diesem Gehalt Rücklagen zu bilden. Ausgebremst in der Lebensplanung durch befristete Verträge – und das jedes Jahr auf’s neue (sogar in der Wissenschaft) – oder durch Zeitarbeit hangeln sich viele Menschen von Monat zu Monat und von Vertrag zu Vertrag.

Schlimmer noch ergehrt es den Leiharbeiter oder den Werksverträglern, die bei einem Subunternehmer, wie beim Fleischverarbeiter Tonnies für ein paar Euro die Stunde in Deutschland arbeiten. In Spanien arbeiten Menschen in unwürdigen Verhältnissen und zu Hungerlöhnen. Sie ernten und behandeln die Tomaten und sind ungeschützt Pestiziden ausgesetzt. Nach der harten Arbeit in heißen Gewächshäusern schlafen sie dann in einem Pappkarton. In Serbien arbeiten Menschen für wenig Geld um teure Turnschuhe zu produzieren, oder….

Als wäre es besonders erstrebenswert in diesem einen Leben, möglichst viele Menschen möglichst langfristig schlecht Leben zu lassen. Es ist also keine Überraschung, das die dritthäufigste Ursache für das Fehlen am Arbeitsplatz eine psychische Erkrankungen ist.

„15,2 Prozent aller Krankmeldungen gingen auf psychische Erkrankungen zurück. Hauptgründe sind Depressionen, Reaktionen auf schwere Belastungen oder Anpassungsstörungen; also psychische Reaktionen auf schwierige Lebensereignisse wie der Tod eines Angehörigen, Eheprobleme oder auch Mobbing am Arbeitsplatz. “ (5.)

Druck schon bei den Kleinsten

Im Kindergarten müssen Bildungsempfehlungen berücksichtigt werden, von zu wenigen – schlecht bezahlten – Erziehern. Damit die Kleinen schon frühzeitig lernen, das sie nicht zum Spaß hier sind. In der Schule geht es nicht um das Lernen an sich, sondern um das Erfüllen von Lehrplänen. Oft mit zu vielen Schülern auf der einen und zu wenig Lehrern auf der anderen Seite. Das Studium ist dank Bachelor- und Masterabschlüssen voll gestopft mit Hausarbeiten, die den Erfolg dokumentieren sollen. Was dann kommt steht oben.

Davon gibt es eben nicht genug

Die Resourcenverschwendung in den westlichen Ländern ist beispiellos. Wir werfen Nahrunsgmittel und Medikamente in die Mülltonne. Produkte werden entsorgt statt repariert. Benzin wird jeden Tag verschwendet, weil die Autos größer und schwerer und die dazu gehörenden Staus immer länger werden. Kaufen unendlich viele Kleidungsstücke und tragen diese zu selten und auch nicht lange genug. Die eklatante Wasserverschwendung bei der Erzeugung von Textilien, Lebensmittel – besonders Fleisch – bei der Chemischen-, Holz-, und der Papierindustrie stehen oft in keinem Verhältnis zum späteren Nutzen. 
So machen wir uns das Leben schwer, unseren Kindern ebenso und dann kommt noch der Hass. Hass auf den Nachbarn, den Asylbewerber, den Moslem, den Christen, den Juden, die Radfahrer, die Autobesitzer, die Radfahrer, die Fleischfresser, die Veganer, die..!

Wenn also die Menschen unzufrieden in ihrer zu teuren Wohnung leben, im Fernsehen nur Mist läuft und sie sich ganz klein und elend fühlen, dann lassen sie es an denen aus, die noch schlechter dran sind oder sowieso an allem Schuld sind.

Etwas Positives, aber…

In den letzten Jahren ist vieles Besser geworden, zum Beispiel ist die Kindersterblichkeit gesunken, die Alphabetisierung und das Wahlrecht für Frauen weltweit gestiegen, viel mehr Menschen kommen an sauberes Trinkwasser. (6.) Nach 32 Guten Nachrichten vom schwedische Wissenschaftler Hans Rosling  kommt aber eine Studie um die Ecke, die alles Gute wieder in den Keller schickt.

„Im Jahr 2050 könnte einer Studie zufolge der Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt bedroht sein. Klimawandel, Konflikte und Unruhen könnten etliche dieser Menschen dazu drängen, ihre Heimatländer zu verlassen, wie eine Untersuchung des Institute for Economics and Peace prognostiziert, die am Mittwoch in London vorgestellt wurde.“ (7)


Das ist das Geschenk des Lebens? Das wollen wir jetzt so immer fortführen, bis wir alle so viel Plastik in uns haben, das unsere Körper nicht mehr verwesen? Bis der letzte Bewohnbare Teil der Erde zum Floß der Medusa wird? Alles was ich hier aufzähle sind keine Neuigkeiten, das ist alles bekannt. Die Menschheit scheint zu langsam zu lernen und Interessen der armen Mehrheit scheinen den Interessen der reichen Minderheit zuwider zu laufen. Durchaus spannend bei nur einem Planeten.

„Der Bericht „Public Good or Private Wealth“ zeigt den Zusammenhang zwischen den horrenden Vermögenszuwächsen der Reichsten und der Unterfinanzierung bei öffentlichen Angeboten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und sozialer Sicherung auf und macht deutlich, warum darunter insbesondere Frauen und Mädchen leiden.“ (8)

Das Geld als Droge und/oder Religion. Die Gebote sind Fleiß und stetiges Wachstum. Das Paradies ist das Leben der Reichen und wer kein Profit macht und nicht für Wachstum ist, begeht eine Sünde. Ich mache Profit also bin ich – oder – Ich konsumiere also bin ich.

Und jetzt?

Ist eine Besserung in Sicht? Mit Trump, Putin, Johnson, Kim Jong-un, Bolsonaro und den ganzen Egomanen in Führungspositionen? Das Hamsterrad dreht sich und dreht sich, wir laufen alle mit. Es scheint  auch keine Wahl zu geben. Was mache ich denn in Berlin, Warschau oder Paris, wenn ich kein Geld habe? Nicht mehr mitmachen geht also auch nicht wirklich. 

Sind die kleinen Veränderungen die Lösung? Kein Auto fahren, kein Fleisch essen, Tomaten selbst anbauen? Schaden kann es nicht. Aber das Große, die Erde, wie retten wir die? Das die Erde uns nicht braucht ist eindeutig, viele scheinen das anders wahrzunehmen, aber wir brauchen die Erde, die Tiere, das Wasser, die Luft und den ganzen anderen Scheiß.

Die schweigende Masse  - Der Optimist ist tot.
Die Große Schweigende Masse – ein kleiner Teil davon. – Foto: Markus Hansen


Wir sind viele, der Markt ist unser Freund, denn wenn wir alle mal einen Monat auf den Kauf von Produkten von Ikea, Amazon, Starbucks, Apple, Zalando, … verzichten, dann wäre das mal ein Lebenszeichen der Großen Schweigenden Masse.

Es ist an uns, wir könnten in kurzer Zeit jedes Unternehmen in die richtige Bahn lenken, durch Verzicht. Allerdings nur zusammen. Genau da liegt die Crux, die Große Schweigende Masse hat kein gemeinsames Ziel. Schon bei einer Gruppe von fünf Leuten gibt es mehr Meinungen als Teilnehmer. Die Verteilung des Reichtums und der Meinungsmacht liegt in den Händen weniger Reicher. Das ist der Sache der Großen Schweigenden Masse nicht zuträglich. 

Uneinig, ungreifbar, unscharf. Die GSM (Große Schweigende Masse) ist heterogen und verachtet sich jeweils gegenseitig. Entweder sind die einen zu links oder zu rechts oder umgekehrt. Die vielen Einzelinteressen verhindern ein gemeinsames Vorgehen und allgemeines Umdenken. 
So sitzen wir also im Hamsterrad und laufen, laufen, laufen… Dabei treiben wir eine Maschine an, die nur Wachstum kennt und akzeptiert. Die, wie jede andere Maschine, irgendwann den Geist aufgibt. Dann steigen wir aus dem Hamsterrad und schauen uns um, was wir als nächstes tun könnten. Leider erst dann.


Gott ist tot.

Der König ist tot.

Der Optimist ist tot, also weiter im Hamsterrad.


  1. Lügen und Wahrheit über Gentechnik / arte-Dokumentation https://youtu.be/dyg8TJaMwvw
  2. https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52680/armut
  3. https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluechtlingszahlen/
  4. https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/kunstmarkt/sinnlose-jobs-bullshit-in-den-bueros/22842176.html?ticket=ST-1036190-ev73Haz65XPDbR2GUyQJ-ap5
  5. https://www.impulse.de/management/personalfuehrung/krankenstandsanalyse/7333868.html
  6. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-welt-wird-immer-besser-32-gute-nachrichten-15524076.html
  7. https://app.handelsblatt.com/wirtschaft-handel-und-finanzen-studie-lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-im-jahr-2050-bedroht/26170424.html
  8. https://www.oxfam.de/presse/pressemitteilungen/2019-01-21-superreiche-gewinnen-25-milliarden-dollar-pro-tag-haelfte

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Einer kann gehen!

In Belarus ist der Teufel los, in Mali gar ein Militärputsch. Corona hat uns fest im Würgegriff und eine Nachricht lässt viele Menschen jede Woche darauf hoffen, das sie dem ganzen Alltagseinerlei entfliehen können. Einer kann gehen, wenn er den richtigen Zettel hat.

Die Lottozahlen: 5 – 18 – 22 – 27 – 38 – 48

Diese Sequenz entlässt einen von uns aus dem Hamsterrad. Ein glücklicher Mensch, der sich vom Arbeitsplatz erhebt und der realen Welt entrückt. Von nun an bei jeder Anekdote in der eine dieser Zahlen Erwähnung findet, feuchte Augen bekommt und dem Gesprächspartner unterbricht, um ihm zu erläutern, was diese genannte Zahl für ihn bedeutet.

Einer kann gehen. ein Lottoschein
Wenn es die richtigen Zahlen sind, dann kann einer gehen. | Foto: Markus Hansen

Allerdings kann dieser Mensch auch der unglücklichste Zeitgenosse werden. Alle Arschlöcher sind ab heute seine Freunde, überall soll er mal etwas ausgeben und in jede blöde Idee investieren.

Wie auch immer, jede Woche kann es einen Treffen. Ein armer Mensch, der überfordert vom Glück oder Pech ist. Der nun auf sein Geld aufpassen muss und sich aber vielleicht weniger Sorgen machen muss oder mehr oder beides.

Zum Glück spiele ich nicht.


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161.000.000.000 $

„Es ist weder rechtens noch vertretbar, dass ein Jeffrey Bezos von Amazon heute ein Nettovermögen von 161 Milliarden Dollar besitzt.“

Jeffrey Sachs „Engagierte Bürger, bitte!“ DIE ZEIT No. 29 / 9. Juli 2020 / Seite 21
Davon hat Jeff Bezos von Amazon soooooooooooooo viele.

Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden. Jeffrey Bezos besitzt 161 Milliarden…

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Er könnte vielen Menschen ein Grundeinkommen sichern.

Er könnte ganz alleine die Armut ausrotten.

Er könnte allen Menschen Produkte von Amazon schenken.

Er könnte König von England werden.

Er könnte alles spenden.

Er könnte auf dem Mond wohnen.

Er könnte seine Mitarbeiter besser bezahlen.

Er könnte Präsident der USA werden.

Oder er könnte sich ein Land kaufen.


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Scheiß drauf, wir grillen.

Auf einer Wiese. In der Sonne. Ein Bier in der einen, die Grillzange in der anderen Hand. Hungrige Freunde sind auch dabei. Die Familie. Aber es schmeckt gerade nicht so, oder? Es hat so einen Nebengeschmack von Ausbeutung, von Mensch- und Tierquälerei. Schon vor Jahren waren bzw. sind die Zustände in der Fleischverarbeitung bekannt und trotzdem kauen alle weiter an ihrem Schnitzel herum. Sigmar Gabriel beschreibt es so:

„Bei Tönnies mag nicht alles gut sein, aber es ist besser als noch vor fünf Jahren, als Gabriel dessen Fabrik besucht hat, weil er die deutsche Fleischindustrie damals nach Lektüre einer ZEIT-Reportage von Anne Kunze für „eine Schande“ hielt. Danach habe sich einiges gebessert, sagt er.“

DIE ZEIT Nr. 29 / 9. 7.2020 / Seie 2 / „Männer in Not“ von Bernd Ulrich

Die Bezahlung war ebenfalls unter aller Sau.

„Nach Schätzungen der Gewerkschaft NGG erhalten die Werkvertragsarbeiter in Deutschland durchschnittlich 4 bis 5 Euro je Stunde.“ (1)

Das die Tiere gequält werden ist schon schrecklich genug, das wir aber immer noch – immer noch – Menschen wie Sklaven behandeln, nicht nur in Deutschland, sondern überall, das ist unfassbar. Werksverträge sind die Ketten von heute. Grundsätzlich ist eine Fleischindustrie wie die jetzige gar nicht nötig. In Deutschland fressen sowieso zu viele zu viel von den Vier- und Zweibeinern. Wir brauch das nicht. Es geht nicht darum, alle zu Vegetarier zu machen. Per Gesetz. Oder doch?

Aber wenn billiges Fleisch und täglicher Konsum dazu führt, das die Gesellschaft dick und krank wird, wenn das Herstellen dieses Lebensmittels den Boden und die Gewässer verseucht und die Tiere krank macht, wenn also eigentlich alles, was Fleischkonsum per se bedeutet nicht gut für uns – den Menschen – ist, dann ist es doch unvernünftig jeden Tag Fleisch zu essen!

Und trotzdem!

Vom Jahre 2000 bis zum Jahr 2015 hat sich nach all den Fleischskandalen wie zum Beispiel Gammelfleisch mit neuen Etiketten oder Pferdefleisch in Fertiggerichten viel in der Gesellschaft getan. Ein Umdenken hat sich breit gemacht und in dem oben genannten Zeitraum wurden ganze 700 Gramm pro Kopf und Jahr weniger Fleisch gegessen. Das ist mal eine Zahl. Multiresistente Keime gibt es wohl auch im Kopf vieler Menschen.

So viel Schwein!

Ein Glückliches Ferkel. – Foto: Markus Hansen

Von den üppigen 61 Kilo Fleisch pro Kopf im Jahr sind fette 37,5 kg (2) vom Schwein, ausgerechnet. Um das alles Gierfähig zu machen, müssen die Kosten klein gehalten werden, das bedeutet, billiges Futter für unser billiges Futter. Der Schweinefrass vernichtet lebenswichtige Waldflächen in Südamerika (3) und anderswo.

„Am rasantesten war die Ausweitung der Anbauflächen in Südamerika. In Argentinien hat sich die Soja-Anbaufläche zum Beispiel seit 2000 um über 190 Prozent auf heute etwa 17 Mio. Hektar ausgeweitet: in Brasilien um über 160 Prozent auf heute etwa 22 Mio. Hektar. Das ist mehr als die gesamte Fläche von Portugal und Ungarn zusammen. Wertvolle und oftmals einmalige Lebensräume wurden hierdurch zerstört. So zum Beispiel die Trockenwälder des Chaco oder die Nebelwälder Argentiniens, die zu den am meisten gefährdeten Landökosystemen der Erde gehören. In Brasilien sind insbesondere die Savanne – der Cerrado – sowie der tropische Regenwald des Amazonasgebiets betroffen.“ (3)

Die Schweine selbst werden in unwürdigen Verhältnissen gemästet und mit viel Antibiotika beglückt. Logisch, da sie ja in so bescheuerten Ställen mit wunden Klauen – ob der tollen Spaltenböden – in ihrer eigenen Scheiße stehen, werden sie öfter krank, dann gibt es lecker Antibiotika für alle. An der Situation, die ja das Problem ist, etwas zu ändern, schmälert den Gewinn und scheidet damit aus.

Wenn das arme Soja-Antibiotika-Schwein sein kostendeckendes Gewicht erreicht hat, macht es einen Ausflug, der auch großen Stress für die Tiere bedeutet. Dann kommen die anderen armen Schweine, die sie für wenig Geld in 10-14 Stunden-Schichten schlachten und zerlegen.

Das kühle Ende, Schweinehälften in einem Kühlraum. – Foto: Markus Hansen

Nach jahrelangem Streß im Stall, krank, voller Antibiotika und Soja, nie einen richtigen Schweinestall gesehen, sich nie im Schlamm gesuhlt und wenn es Pech hat, wird es ohne Betäubung geschlachtet (4) – denn auch die anderen armen Schweine haben Streß.
Liegt ein Teil davon auf dem Grillrost, von dort auf dem Pappteller und in uns. YamYam.

Fleischkonsum ist ungesund und unnötig. Jeder sollte sich fragen, ob es wirklich jeden Tag Fleisch auf dem Teller geben muss? Wir quälen Tiere, neben den Schweinen auch die Hühner, Puten, Fische und Rinder. Wir betreiben weltweite, industrielle Umweltverschmutzung, durch das Roden der Wälder, das vergiften der Böden und Gewässer durch die Gülle und vergiften das was wir essen und das worin wir leben. Das ist Menschenunwürdig, nicht nur für das Schwein.


  1. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/lebensmittel/arbeitsbedingungen-auf-schlachthoefen-das-billige-fleisch-hat-einen-preis-12148647-p2.html – ———-//Seite 1: 2013 – https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/lebensmittel/arbeitsbedingungen-auf-schlachthoefen-das-billige-fleisch-hat-einen-preis-12148647.html
  2. https://www.worldsoffood.de/specials/was-isst-deutschland/item/3164-statistik-so-viel-fleisch-isst-deutschland.html
  3. https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/soja-als-futtermittel/
  4. https://www.welt.de/regionales/bayern/article160117756/Schweine-wurden-bei-vollem-Bewusstsein-geschlachtet.html

Link zu Peta
Die fünf besten Gründe gegen Fleisch.

Reicht die Zeit noch für die Demokratie?

Revolution.

Klima, Corona, Rassismus, Ungerechtigkeit, Verkehr, Bildung, Gesundheit, Kriege, Umweltkatastrophen, Religion, Gewalt, das sind alles Baustellen unserer Gesellschaft. Das sind wichtige Themen und sie hängen zusammen, sie fließen ineinander und auch wieder zurück.
Die meisten dieser Themen beschäftigen uns nicht erst seit heute. Schon Anfang der 1970er Jahre hatte der Club of Rome eine Studie veröffentlicht, deren Kernaussage lautet:

„Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“

Schlussfolgerung aus: Die Grenzen des Wachstums des Club of Rome 1971

Das bedeutete, viel Zeit bleibt nicht, denn das ist schon fünfzig Jahre her und eigentlich machen wir immer noch alles so wie vor 50 Jahren. Wir fahren Auto – und zwar noch viel mehr, wir fliegen – auch das häufiger, wir verpesten die Umwelt und führen Kriege. Yeah!

Was bewirken all die Texte, die schon vor hunderten von Jahren geschrieben wurden um zu einem Umdenken in der Gesellschaft zu kommen? Angefangen bei Morus Utopia, über Paine, Spence, Fromm, Gruen, Rogers, Ahrendt, … Ich sollte eine Liste machen. Diese Texte werden publiziert, wenn sie Glück haben diskutiert und dann ignoriert. Wie famos.

Kacynski. Der hat es anders gemacht, aber das Ende ist das Gleiche. Woran liegt es, das es der Menschheit so schwer fällt, gute und konstruktive Ideen anzunehmen?

Jahrhunderte lang wurde den Menschen eingeredet, sie müssen den Regeln der Kirche folgen um in den Himmel zu kommen. Das Ergebnis waren Menschen, die sich wie Lämmer durch ihr Leben schieben ließen. Sie gehorchten, arbeiteten, zahlten Steuern und zogen für den blöden König in den Krieg. In der Industrialisierung das Gleiche noch mal von vorn, dieses mal aber für den fröhlichen Fabrikbesitzer und das Vaterland.

Arbeit, welch glanzvolle Erfindung. Wie konnte Arbeit so eine verklärte Tugend werden?

„Würde die Arbeiterklasse das Laster, das sie beherrscht und ihre Natur erniedrigt, aus ihrem Herzen reißen und sich nicht in ihrer furchtbare Kraft erheben, nicht, um die >>Menschenrechte<< einzufordern, die nichts weiter sind als die Rechte der kapitalistischen Ausbeutung, und nicht, um das >>Recht auf Arbeit<< einzufordern, das nichts weiter ist als das Recht auf Elend, sondern um ein ehernes Gesetz zu schmieden, das jedem Menschen verbietet, mehr als drei Stunden am Tag zu arbeiten, so würde die Erde, die alte Erde, beben vor ausgelassene Freude, spüren, dass sich in ihr ein neues Universum rührt…„(1)

„Das Recht auf Faulheit“, auch von zu wenig Menschen gelesen. Die breite Masse hat die gleichen Assoziation bei dem Wort „Faulheit“ und sie stimmen auch mit der noblen Vorstellungen über das Wort „Arbeit“ überein. Geschenkt.

Überwachungsbilder der Stasi. – Foto: Markus Hansen – Runde-Ecke-Leipzig

Wenn sich ein Teil der Menschen mal ein Buch vornimmt und die darin beschriebene neuen Ideen verwirklichen, dann kann das Geschriebene einiges bewirken. Doch wie das Christentum oder der Kommunismus wunderbar zeigen, bleibt am Ende nicht viel vom Original übrig, wie die Reste eines Apfels.

Entweder werden die Ideen ignoriert oder pervertiert. Schade.

Sozialismus und Kommunismus sind gescheitert. Warum? Hier eine These: Die Idee, das alle gleich sein sollen ist gut, finde ich auch, aber sie ist eben auch absurd. Niemand ist gleich. Nicht mal der eigene Sohn ist doch dem Vater gleich.

Dazu kommt noch, das es „das Volk“ oder „die Gesellschaft“ nicht gibt. Wenn eine Minderheit, und es sind immer Mindeheiten, einen Staat stürzt um einen neuen „besseren „ zu errichten, dann ist diese Minderheit von vielen Menschen umgeben, die die Idee vielleicht gut finden, aber einige Punkte anders sehen. Diese sind dann die Staatsfeinde oder Terroristen von morgen und wie mit diesen Umgegangen wird, hat sich bis heute nicht geändert.

Daraus folgt, das jedes neue System, das von oben oder unten auf die breite Masse aufoktroyiert wird, mit Waffen und Gewalt auf Line gebracht oder gehalten werden muss. Das war bzw. ist bei den Nazis, den Kommunisten in Russland, China und Kuba so und auch in der DDR. (2)

So kann die Idee noch so verlockend nach Paradies riechen, am Ende schmeckt sie wie der Küchenboden einer Eckkneipe.

Noch mal der Anfang:

Klima, Corona, Rassismus, Ungerechtigkeit, Verkehr, Bildung, Gesundheit, Kriege, Umweltkatastrophen, Religion, Gewalt,… und nun?

Änderungen im demokratischem Umfeld haben die Möglichkeit sich durchzusetzen, da sie von einer möglichen Mehrheit getragen werden, bzw. sich als neue „Normalität“ durchsetzen. Allerdings dauert das sehr lange.

Die Kernenergie zum Beispiel. Das Image ist im laufe der Zeit bei der Bevölkerung – steter Tropfen höhlt den Stein – in den Minusbereich gesunken. Heute sind die meisten Menschen gegen Atomkraftwerke (3). Andere Beispiele für langfristige Änderungen sind unter anderem vegetarisches Essen, Homosexualität und Umweltschutz – nicht das sie voll akzeptiert sind, aber es ist eine größere Anerkennung innerhalb der Gesellschaft zu erkennen. Solche Veränderungen wachsen innerhalb der Gesellschaft wie ein Spitzahorn.
Die Demokratie ist leider nicht davor gefeit, wen die Menschen an ihre Spitze wählen und dann können sich langjährige Errungenschaften mit der Bekanntgabe des Wahlergebnis in nichts auflösen.

Der Souverän entscheidet sich gerne für die einfachen Lösungen auf die komplexen Probleme dieser Zeit, was aus solchen Lösungen wird, sieht man in den USA. (4,5,8)

Proteste wie die Friday for Future haben viel Potential die Ansichten zu einzelnen Themen innerhalb der Bevölkerung zu verändern, oder auch die „Black Lives Matter“- Bewegung, die Europa erreichte um auch hier auf Misstände aufmerksam zu machen und hoffentlich Änderungen herbeiführt.

Was haben wir?

Jede Menge Probleme, zahlreiche Bücher zur Verbesserung der Gesellschaft, die ein karges, unbeachtetes Dasein in dunklen Archiven fristen, die langsame Demokratie mit Volksvertretern, die entweder trump sind oder durch Lobbyisten verhindert werden und Proteste.

Reicht das?
Nein.
Wir können noch boykottieren, keine neuen Autos kaufen, kein Fleisch essen (5), Konsum reduzieren, Fahrrad fahren statt tanken, was immer gut ist für die Umwelt. Andere Parteien wählen. Bloß welche?

Der einfache Mensch steht Ohnmächtig vor einem Berg schlechter Nachrichten und Prognosen und wundert sich. Was denkt sich ein polnischer Werksverträgler bei Tönnies, der für wenig Geld im reichen Deutschland Fleisch zerschneidet? Das sich in über hunderten von Jahren nicht viel geändert hat? Recht hat er! Seit über 600 Jahren tanzt der weiße Mann auf Leichenbergen und wirft mit Geld um sich. Ungerechtigkeit ist eine Konstante – und das schon sehr lange.

Für dieses Land heißt das, nicht so viel Versprechen im Wahlkampf, sonst muss ich das noch umsetzen. Es herrscht das Primat der Wirtschaft und die wollen nur Profit, das ist auch eine einfache Lösungen: Hauptsache mir geht es gut.

Frustrierendes Ende. Wir machen etwas, aber nur zögerlich, keinen verschrecken, schon gar keinen Aktionär.

Ich wünsche mir etwas!

Demokratie mit Politikern – besser noch Politikerinnen, die alte Zöpfe abschneiden und das ohne „Basta“-Gedöns. Die sich beraten lassen und der Vernunft folgen und nicht dem Geld. Die Gerechtigkeit leben. Ich wünsche mir Volksentscheide zu wichtigen Themen und das ernsthafte Proteste gehört und wertgeschätzt werden. Am Ende bleibt aber nur:

„Es ist schwer, den Menschen zu helfen,
sie selbst sind ihre beharrlichsten Feinde“

Popper-Lynkeus (7)

  1. (Kovce, Philip / Priddat, Philip [Hrsg.] „Bedingungsloses Grundeinkommen – Grundlagentexte“ Seite171 / Paul Lafargue „Das Recht auf Faulheit“)
  2. https://www.nzz.ch/international/china-erlaubt-streng-kontrollierten-blick-in-umerziehungslager-ld.1480115
  3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/196207/umfrage/meinung-zum-gebrauch-von-atomenergie-in-deutschland/
  4. https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-05/usa-konsumausgaben-einkommen-us-handelsministerium
  5. https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-trump-kann-wahlversprechen-nicht-halten-1.4357027
  6. https://www.umweltbundesamt.de/themen/warum-fleisch-zu-billig-ist
  7. Kovce/Priddat „Bedingungsloses Grundeinkommen – Grundlagentexte – Seite 204 – Josef Popper-Lynkeus „Die allgemeine Nährpflicht als Lösung der sozialen Frage“
  8. DIE ZEIT – 10.6.2020 „Die amerikanische Lüge“ von Kerstin Kohlenberg

Ich behaupte,…

Jeder Mensch möchte in Frieden und Freiheit leben. Jeder Mensch will, dass es seiner Familie gut geht. Alle wünschen sich Anerkennung, Wertschätzung und – auch wenn es banal oder kitschig klingt –  Liebe.

Ich behaupte, dass eine bessere Ausbildung von Erziehern und Lehrern den Kindern einen besseren Start ins Leben ermöglichen würde. Kinder, die mit künstlerischen Ausdrucksformen aufwachsen und ein liebevolles Miteinander erleben, ein erfüllteres Leben haben und diese Erfahrung weiter geben.

Ich behaupte, dass unser Umgang mit der Umwelt und den Tieren uns krank machen wird bzw. schon macht. Insektenschutzmittel auf den Feldern. Antibiotika in den gequälten und eingesperrten Tieren, die wir dann essen. Rodung und Monokultur an vielen Orten, obwohl das der Natur zuwider läuft. Wir unseren jetzigen Lebensstil verändern sollten zugunsten unserer Gesundheit und zugunsten der vielen anderer Völker, die unseren Lebensstil erreichen wollen und werden.

Ich behaupte, niemand ist gerne auf der Flucht 

Auf der Flucht - Acryl auf Papier von Markus Hansen
Auf der Flucht | Bild: Markus Hansen

Ich behaupte, dass Profit niemanden glücklich macht. Derjenige, der den Profit macht, will immer mehr und mehr und mehr. Derjenige, der für den Profit ausgebeutet wird, fühlt sich betrogen und eben nicht wertgeschätzt.

Ich behaupte, dass alles, was wir benötigen um in Frieden und Freiheit zusammenzuleben, schon von vielen Menschen gesagt und geschrieben wurde. Es eigentlich allen bekannt sein sollte. Der Kapitalismus genauso wie der Kommunismus oder eigentlich jeder Ismus nicht für, sondern gegen die Menschen errichtet wurde bzw. wird.

Die schweigende Masse

Ich behaupte, würde die schweigende Masse sich erheben und lauthals aufschreien, dann würde die dumme, infantile, laute und menschenverachtende Minderheit den Schwanz einziehen. Aber wir würden sie umarmen denn, siehe oben.

Die schweigende Masse! Ich behaupte, würden wir uns vereinen und gemeinsam handeln, könnten wir alles verändern. Das System, die Konzerne, die Politik, die Umwelt – das Leben und uns selbst.


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Darum das bedingungslose Grundeinkommen.

Ich will das bedingslose Grundeinkommen. Ich möchte den Tag so nutzen, wie ich es will. Möchte mich nicht sorgen, ob jemand das, was ich so produziere, kauft oder nicht. Es ist ein Stück Freiheit. Die Freiheit eine echte Entscheidung zu treffen.

Die Entscheidung: So will ich Leben und Arbeiten.

Das Grundeinkommen würde nicht das Arbeiten ersetzen, es würde die Arbeit begleiten. Die Arbeit ist dann nicht mehr der zwanghafte Dreh und Angelpunkt im Leben eines einzelnen. Ich könnte weniger arbeiten und dadurch wäre eine Teilzeitstelle frei, für jemanden, der so ähnlich tickt wie ich oder eben ganz anders.

Das wäre mir dem bedingungslosen Grundeinkommen vielleicht vorbei.
An die Arbeit, lasst uns das Grundeinkommen umsetzen. – Foto: Markus Hansen

Das Grundeinkommen würde den Menschen befreien, es gibt allen die Freiheit, um Gute und für sie richtige Entscheidungen zu treffen. Wir könnten die Maslowsche Bedürfnisspyramide zu einem Quadrat machen. Physiologische,- Sicherheits-, Soziale-, Individuelle Bedürfnisse und die Selbstverwirklichung (die an der Spitze steht), nicht auf einander aufbauend sondern nebeneinander. Gleichberechtigt. Oben auf diesen Säulen ruht der Mensch, zufrieden, sicher und satt.

Die etwas fragwürdige, gerade beendete Studie aus Finnland hat es gezeigt, allen Teilnehmern ging es mental besser.

So viel steht fest: Wer ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommt, fühlt sich weniger gestresst. Das ist eine der klarsten Erkenntnisse des finnischen Experiments zum Grundeinkommen, dessen Ergebnisse am Mittwoch endgültig vorgestellt wurden.(1)

Leider ist Zufriedenheit wirtschaftlich nicht wichtig genug. Alle Beispiele aus dem Buch von Rutger Bregman „Utopien für Realisten“ zeigen, das ein bedingungsloses Grundeinkommen die Menschen positiv verändert. Zum Beispiel das Mincom-Projekt in Kanada. Aber eben auch, dass es Gegner dieser Idee gibt, die falsche Aussagen treffen und die Ergebnisse in ihrem Sinne interpretieren. Eine sichere Aussage über das tatsächliche Verhalten der Menschen mit einem Grundeinkommen zu treffen, ist bei dieser Art von Experiment schwer. Der Zeitraum ist begrenzt und das Einkommen nicht bedingungslos, sondern an die zeitliche Limitierung geknüpft.

„Ein paar zufällig ausgeloste Menschen, die ein solches zeitlich begrenztes Grundeinkommen beziehen, sind weder repräsentativ, noch sagen deren individuelle Erfahrungen irgendetwas über den gesellschaftlichen Wandel aus, der sich mit einem echten Grundeinkommen einstellen würde. Denn erst wenn alle Menschen ein Leben lang bedingungslos abgesichert seien, könnte man überhaupt von einem bedingungslosen Grundeinkommen sprechen.“ (2)

Vielleicht ist der Weg das Ziel, auf jeden Fall ist der Weg richtig.


Quellen

  1. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ergebnisse-des-grundeinkommen-experiment-in-finnland-16757054.html
  2. Michael Bohmeyer, Claudia Cornelsen „Was würdest du tun?“ Seite 22

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Mein freier Tag

Kennen Sie das? Sie stehen morgens auf und wünschen sich, dass der Tag schon vorbei sein möge? Sie haben einfach keine Lust auf die Dusche, das Frühstück, die Bahnfahrt und so überhaupt keine Lust haben Sie auf die monotone Arbeit?  Dann willkommen in meiner Welt.

Die Zeit ist kostbar und knapp. Das Leben ist so kurz und ich habe das Gefühl, ich vergeude meine Zeit. Bin ich ein Zyniker? Wahrscheinlich. Denn bei dem Gedanken an die vergeudete Zeit schreit mich aus dem Hinterzimmer meiner Seele jemand an.

Dieser Jemand ruft: Was soll‘s? Es interessiert keinen und bald bist Du tot und dann interessiert es Dich auch nicht mehr und irgendwann sind alle Tod, die sich jetzt vielleicht für Dich interessieren könnten, leider interessieren die sich aber momentan auch nicht für Dich.“

WARUM? DAS LEBEN IST KURZ, LASST UNS DOCH DIE KAPITALISMUSRELIGION AUSROTTEN. LASST UNS SEHEN, WIE WIR HIER ALLE ZURECHT KOMMEN, OHNE PROFIT UND…

So ungefähr. Kurz gesagt, es ist alles absurd. Alles erscheint unbedeutend und unwichtig.
Ich stehe also vor dem Spiegel und putze meine Zähne, höre Radio. So und so viele Menschen protestieren dort, so und so viele Menschen sind ertrunken, da ist Krieg, dort Hungersnot und ich möchte schreien

Ich spucke aus und schaue auf die Uhr. Ich muss mich beeilen. Hetzte durch das Schlafzimmer, ziehe mich an, schließe das Fenster, schlinge ein Brot hinunter, laufe zur Bahn. Dann sitze ich wieder mit all den anderen in einem Waggon, einer fahrbaren Insel, einem Biotop. Es riecht, Kinder weinen, Rentener schimpfen. Und ich denke: „

WARUM MÜSSEN WIR ALLE ZUR GLEICHEN ZEIT, IN ALLER HERRGOTTSFRÜHE DURCH DIE STADT EILEN? WARUM MÜSSEN DIE ARMEN KINDER SO FRÜH IN DIE SCHULE? HABEN WIR NICHT GENUG ZEIT? WARUM MUSS EIN SIEBZEHNJÄHRIGER SCHON MIT DER SCHULE FERTIG SEIN?“ Aber dann steige ich aus und gehe zur Arbeit. 

Mein freier Tag -Zeichnung eine Mannes mit Geigenkasten
Auf zur Arbeit, was für ein Glück. – Zeichnung: Markus Hansen

Ich bin so müde. 

Geht es ihnen auch so, das Sie morgens aufwachen und sich ausmalen, was sie alles tun würden, wenn sie nicht zur Arbeit gehen müssten? Dann stellen sie fest, das sie Urlaub haben und machen den ganzen Tag irgendetwas, aber nicht das, was sie sich morgens vorgestellt haben. Wir ersticken an unserem eigenen System.

Aufgebaut auf der Religion, in der die Massen für dumm verkauft und auch in diesem Zustand gehalten wurden, hin zur Aufklärung und Wissenschaft, rechts vorbei am Kommunismus direkt in die Arme des Kapitalismus, der nur dann gut funktioniert, wenn… siehe Religion.

Hamsterrad dreh dich und halte niemals an.

Bildung bedeutet Bildung von Eliten – und das Hauptfach ist Gier und Egoismus. Dafür opfern wir alles. Unsere Kinder werden falsch ernährt, die Bildungseinrichtungen sind ein Witz – zu wenig Lehrer und Erzieher, alte Konzepte und dazu passend die alte Ausstattung. Der Glaube an ein besseres Leben zwingt alle dazu, den höchsten Schulabschluss zu erreichen und macht die Kinder so frühzeitig krank, damit sie als langjährige Kunden der Pharmaindustrie dienen können.

Alkohol- und Fernsehkonsum – überhaupt Konsum – sind die Beschäftigungen unserer Tage. Verschwörung? Unbedingt. Aber für so etwas ist ein Mensch nicht clever genug. Aber das System, das Wesen und die Macht die dahinterstecken ist die Gier und das Blut dieses Wesens ist das Geld. 

Was wollte ich sagen?


Mein freier Tag. Ich nutze ihn nie so, wie es eigentlich vorhatte. Möglicherweise ist das Verdrängung. Aber es gibt so viel zu tun.


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Ich gehe mal von einem „neuen“ Leben aus

Geboren werden Kinder in Familien, die sich um die Finanzierung Ihres Lebens keine Sorgen machen müssen. Die gerne ihre Steuern zahlen, weil diese gerecht und ausreichend sind, um alle staatlichen Ausgaben zu decken. Sie haben Berufe oder Beschäftigungen die sie ausfüllen. In der Kita triffst Du – neuer Mensch – auf kompetente, gut ausgebildete Erzieher, die gutes Geld verdienen und Freude am Beruf haben. In der Schule triffst Du auf eben solche Lehrer, die auch pädagogisch geschult sind und so zahlreich sind, das es keine Klasse gibt, die mehr als 12 Schüler hat. Es gibt nur selten Frontalunterricht, Du lernst was Du braucht, wann Du es brauchst und wieviel Du brauchst.

Im Umgang miteinander lernst Du Deine Grenzen und die der anderen zu wahren, Du hälst Dich an die Regeln, weil sie Dir sinnvoll erscheinen. Nach der Schule besuchst Du eine Universität oder lernst ein Handwerk. Durch das Grundeinkommen. das Du schon bekommst, sobald Du das Licht der Welt erblickst hast, bist Du schon finanziell abgesichert und hast Zeit und eine geduldige Umwelt, die Dich unterstützt und nicht hetzt. Wenn Deine Ausbildung abgeschlossen ist, arbeitest Du in dem Bereich der Dich begeistert und Dich ausfüllt.

Solltest Du eine Auszeit benötigen, ist dies ohne Probleme möglich, das Grundeinkommen reicht aus ohne Arbeit weiter zu leben. Der Profit ist nicht mehr das Maß aller Dinge, die Wissenschaft, die Kultur, die Arbeit stehen gleichberechtigt neben einander. KEIN KOMMUNISMUS! Es ist nicht alles gleich. Niemand ist GLEICH. Wer etwas Leistet bekommt dementsprechend seinen Lohn. Aber niemand muss sich in stumpfsinnigen Berufen sein Leben vermiesen, weil er es muss.

Ich gehe mal von einem „neuen“ Leben aus, das ohne die Jagd nach dem Geld auskommt.
Geld, wunderbar verpixelt. Foto: Markus Hansen

Es bleibt wie es ist

Und trotzdem wird sich nichts ändern. Es fehlt die persönliche Betroffenheit. Es fehlt auch das Vorstellungsvermögen, für eine andere Art des Zusammenlebens. Seit Jahrhunderten geht es um Handel, Umsatz, Profit und mehr. Wie sollte dies aus den Köpfen der Menschen verdrängt werden?  Wird nicht jede Idee nur dann erfolgreich, wenn damit Geld zu machen ist? Was fragen denn die Banken, wenn es um einen Kredit geht? Lohnt sich das? Ob es sich um eine gute Idee handelt ist unwichtig. Das Geld versklavt uns. Das Geld regiert uns. Das Geld quält uns durch das Leben. Das gilt für alle, auch für Reiche. Dieses bekloppte System, das immer mehr und mehr fordert, ist die metallische Sprungfeder in unserem Arsch.

Antrieb und Leiden zugleich.


Bemerkung

6. Juli 2018 lange bevor ich George Orwell „Die Wonnen der Aspidistra“ gelesen habe.


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