2013 schrieb ich diesen sehr langen Text „Saddest Day“und verpackte ihn in eine traurige Ballade. Dreizehn Jahre später höre ich den Song durch Zufall in meinem Auto wieder. Der Mix war nicht wirklich schön, also habe ich das gute Stück noch mal verbessert und etwas hinzugefügt.
Tatsächlich konnte ich die Akkorde – die ich sonst immer so penibel notiere – nirgendwo finden. Also musste ich erst mal herausfinden, was ich damals gespielt habe. Ich wollte am Ende noch etwas hinzufügen und was ist trauriger als ein Cello? Ein kleine Phrase, die dem Song eine emotionale Kirsche aufsetzt.
Ich rief Scholle und Peter18 an, ob sie Zeit hätten in die Abbey Road Studios zu kommen, um das Stück neu aufzunehmen. Den beiden war der Ruhm nach KEIN MORGEN etwas zu Kopf gestiegen. Trotzdem freuten sie sich auf die Session. Für eine Cellistin machten wir erst mal Kassensturz und es befanden sich in unseren Hosentaschen ca. 45.564 £, das musste reichen. Nur, welche Cellistin spielt für so wenig Geld?


Tatsächlich haben wir eine sehr gute gefunden: April May. Sie war nicht begeistert von der Gage, aber wir rutschten so lange auf unseren Knien in ihrem Vorgarten herum, bis ihre Beete ganz zerrüttet waren. Für die Aufnahmen brauchen wir nicht lange, aber da auch ein Video gedreht werden sollte – für den blöden Social Media Kram – dauerte es doch einen halben Tag.
Den Rest des Tages mussten wir den Vorgarten von Frau May wieder in Ordnung bringen. Geschnitten wurde das Video direkt vor Ort und das sprengte das Budget absolut.
Jetzt liegt es an euch, das wir mit dem Song und dem Video ordentlich Geld verdienen. Schaut euch das Video 20-mal am Tag an und das Lied als Dauerschleife bei SoundCloud.
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