Teilen oder Herrschen von mhmedia.de stellt die Frage, wie wir in der unbestimmten Zukunft zusammen leben wollen.
Vollgefressen und abgestumpft sitzen wir in unserer Festung Europa. Das Menschen verhungern, ertrinken oder sterben ist uns nur ein paar Zeilen als Nachricht wert und dann schweift die Aufmerksamkeit zu anderen unwichtigen Themen. Ob wir teilen oder herrschen ist wohl schon entschieden, entschieden von Bürokraten, denen jede Zahl näher zu sein scheint als ein Mensch. So ist auch das Ertrinken zwischen Afrika und Griechenland nur ein Teil des Planes, die Menschen abzuschrecken. Bleibt in eurem Land, hier bei uns seit ihr nicht willkommen. Grauenhaft.
Teilen oder Herrschen
WIr sind satt und bleiben abgelenkt Sonntags gibts manchmal die BIld geschenkt Die Schere spreizt ihre langen Beine auf der falschen Seite ist man nie alleine
Wir sind stumm und müssten eigentlich schreien so kann es ganz bestrimm nicht richtig sein Menschen sterben und wir sagen kein Wort schalten weiter zu Tratsch oder Sport
Wo geh´s hin, wenn es weiter geht? wie leben wir, wenn nichts mehr steht? Teilen oder herschen wir Bauen wir Zäune oder leben alle hier
Wir sind abgestumpft alles ist egal sterben und leiden ist weit weg und national Auch der höchtse Zaun wird irgendwann fallen denn das Elend kann seine Kräfte ballen
Wie lange soll das noch so weiter gehen? die zeit ist reif für einander einzustehen Wenn jeder etwas gibt ist für alle was da wann wird das auch dem (dümmsten) letzten klar?
Wo geh´s hin, wenn es weiter geht? wie leben wir, wenn nichts mehr steht? Teilen oder herschen wir Bauen wir Zäune oder leben alle hier
Wo geh´s hin, wenn es weiter geht? wie leben wir, wenn nichts mehr steht? Teilen oder herschen wir Bauen wir Zäune oder leben alle hier
Arrogant, die Medien verabscheuen und sich für ganz groß halten, das war mein Eindruck von Boris Becker, bei diesem Termin. Er war auf den Weg zu einer Online-Talkschow von AOL und wir Fotografen warteten auf der Straße auf ihn. Ein Auto fuhr vor, er stieg aus und ging dann wortlos an uns vorbei. Das ist nicht meine Welt, dieses auflauern von Prominenten, dieses draufhalten. Vielleicht mochte ich mich in diesem Moment noch weniger als ich Boris Becker nicht mochte und mag.
„Ein britisches Gericht verurteilt das einstige Tennis-Wunderkind zu 30 Monaten Haft. Es ist der Tiefpunkt einer Karriere, die völlig aus dem Ruder gelaufen ist.“ 1
Hier ein Bild aus den besseren Tagen. Dumm gelaufen.
Boris Becker am 9. Mai 2002 auf dem Weg zu einer Online-Talkshow von AOL in Hamburg. Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Ich schaue fern – das Cover – ein Standbild aus den Nachrichten.
Ich schaue fern ist das neue Musikvideo zu dem gleichnamigen Song. Das Elend dieser Welt wird uns nach Hause geliefert und wir schauen den Menschen über ein 50 Zoll Fernseher dabei zu, wie sie ertrinken, flüchten, verhungern oder leiden.
Wenn es zu krass wird oder es uns schon langweilt, schalten wir um. Abgestumpft wie wir sind, beschäftigen wir uns lieber mit Rate-Shows, GNTM, DSDS oder was den kleinen Hirnen der Programmgestalter sonst noch so einfällt. Es ist ein Trauerspiel.
Das kleine Mädchen aus dem Bericht, der im Fernsehen lief, ist an Unterernährung gestorben.
Für dieses Video reisten wir um die ganze Welt, nach Afghanistan, Afrika, China, Pakistan und eben auch Deutschland. Das Elend ist leider überall zu Hause und es kommt jeden Tag vorbei.
Der Text zu: Ich schaue fern
Ich schaue fern, Und bin entspannt lieg auf dem Sofa Chips in meiner Hand Ich schaue fern, Mord und schöne Frauen wofür die Leute töten immer herrlich anzuschauen Ich schaue fern, ein Quiz und der verliert was ich nicht weiß hat mich wirklich fasziniert Ich schaue fern, die kochen da so gern man kann nichts schmecken und kochen liegt mir fern Die ganze Welt Das ganze Leben Aus jedem Land fließt direkt zu mir nach Hause Das ganze Elend Der ganze Mist Der ganze Scheiß Tag für Tag und ohne Pause Ich schaue fern, Männer fahren im Kreis verpesten unsere Luft was fürn Scheiß Ich schaue fern, Kinder im Dreck die Welt sieht zu und alle schauen weg Ich schaue fern, Leute reden auf mich ein alle zu gleich, was soll das wohl sein Ich schaue fern Fluten hier, Waldbrand da Bald auch vor meiner Tür das war ja klar Ich schaue fern, die suchen ein Talent wer guckt sich so ein Scheiß an, promt bin ich kurz eingepennt Ich schaue fern, Frauen die ganz gut aussehen heulen, streiten, zicken – müssen über n Laufsteg gehen Ich schalte ab, das ist mir echt zu viel mein Leben ist zu kurz und fernsehen hat kein Stil Ich stehe auf und geh mal vor die Tür, da draußen tobt das Leben und ich geh jetzt zu dir.
Bundeskanzler Gerhard Schröder bestaunt Solarzellen auf der Industriemesse in Hannover am 15.04.02 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress
Die Industriemesse in Hannover: Gerhard Schröder und die Solarzellen werden Freunde. Die Messe ist groß und das Tempo war hoch. Kaum hatte ich bei dem ersten Fotopoint ein Bild gemacht, schon raste der Tross von Sicherheitsbeamten, Sekretären, Pressesprechern und die Horde von Journalisten zum nächsten Stand.
Es war ein Gehetze und Gedränge und an einem dieser Stände stand der Bundeskanzler dann vor den Solarzellen. Ich befand mich mal auf der richtigen Seite und konnte dieses Bild machen, auf dem schön zu sehen ist, wieviele Leute ihn begleiten. Die gleiche Anzahl von Menschen stand übrigens auch neben mir.
Ob er verstanden hat, was das für die Welt und die Energiewirtschaft bedeuten könnte? Er als Auto-Kanzler war ja mehr den fossilen Energien zugetan.
Weitere Bilder gibt es auf der Foto-Seite, wer mit mirKontakt aufnehmen möchte, kann das hier machen. Vielen Dank.
Angela Merkel, CDU-Bundesvorsitzende, bei der Landesdeligiertenkonferenz der CDU Mecklenburg-Vorpommern in Rostock-Warnemünde am 23.03.02 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress
Angela Merkel bei der Landesdeligiertenkonferenz in Rostock wurde gefeiert wie ein Rockstar, von den typischen CDU-Mitgliedern. Draußen schien die Sonne, es war frisch aber schön. Drinnen war es stickig und muffig. Endlose Reden und Anträge. Geruch nach kaltem Kaffee und alten Menschen.
Sie sollte die Hoffnungsträgerin werden oder sein, um endlich wieder an die Regierung zu kommen. Wie sie es als Frau in dieser Partei soweit bringen konnte ist mir ein Rätsel. Auf den Parteitagen der CDU sind meiner Erinnerung nach immer mehr als 80% Männer, oder sogar mehr.
Zu welchem Lied sie hier gerade so fröhlich klatscht, weiß ich nicht mehr. Mir ist auch alles entfallen was da gesagt oder gemacht wurde. Am Ende bleibt dieses Bild von einer Frau die klatscht und recht zufrieden aussieht und die 16 Jahre lang Bundeskanzlerin war.
Durch Regen und Sturm haben sich die Plakatschichten an einer Litfaßsäule abgelöst. Hamburg, 2/2022 – Foto: Markus Hansen
Werbung ist enttäuschend scheint die junge Frau zu denken. Sturm, Regen und bestimmt auch jugendlicher Leichtsinn haben eine Litfaßsäule so zugerichtet. Auf dem Weg zum Bäcker sah ich die traurige Frau und machte dieses Bild.
So viele Schichten von Lügen und leeren Versprechen mit Kleister auf eine Säule geklebt und alles ohne Garantie, dass es seinen Zweck erfüllt. darauf baut das System von Twitter, Instagram und Facebook auf. Die Hoffnung das es sich lohnt zu werben und dafür viel Geld zu bezahlen. Verrückte Welt. Am Ende ist Werbung enttäuschend, entweder für den Werbenden oder den Verbraucher.
Weitere Bilder gibt es auf der Foto-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.
Ich sitze am Küchentisch und fabuliere über die Welt. Warum essen Menschen Tiefkühlpizza? Warum stellen Menschen Tiefkühlpizza her, wenn diese doch zu den ungesunden Nahrungsmitteln gehören? Am Ende, und das ist nicht besonders überraschend, ist die Antwort: Geld. Das Leben ist komplex und frustrierend.
Warum fahren an meinem Fenster jeden Tag tausende von Autos vorbei, obwohl das dem Klima nicht zuträglich ist? Warum machen wir – ich meine uns alle – einfach weiter? Es liegt nicht daran, das wir es nicht verstehen oder nicht wollen. Keiner möchte, das Schweine, Rinder, Hühner in ihrer eigenen Scheiße stehen, vollgepumpt mit Antibiotika und ungesundem Sojafraß. Den wir aus Südamerika beziehen, wo wir vorher die Wälder roden und damit den dort lebenden Tieren und Menschen die Heimat entziehen. Oder will das jemand?
Die Werbung verkauft uns doch jeden bescheuerten Joghurt so, wie wir es wollen sollten. Auf einer Alm, glückliche, gesunde Kühe. Eine hübsche Frau rührt in einer ästhetischen Umgebung unseren Joghurt an, blablabla.
Ich will das nicht. Deshalb esse ich weniger Fleisch. Aber das merkt ja keiner – außer mein Körper. Es ist auch nur mein Körper, der es merkt, wenn ich Fahrrad statt Auto fahre. Überhaupt, bin es meist nur ich, der etwas davon merkt. Bei den Millionen von Hühnern, die jedes Jahr geschlachtet werden, fällt mein „nicht“ essen gar nicht auf. Die sind trotzdem Tod.
Das frustriert. Ich rette den Planeten und der merkt das nicht. Ich verschone die Tiere und auch die merken das nicht. Niemand merkt irgend etwas. Das ich Sodastream statt Mineralwasser in PET-Flaschen nutze, macht den Berg von Plastikmüll auch nicht kleiner.
Die Welt ist komplex. Zu komplex für mich alleine. Alles hängt zusammen und trauriger Weise ist das „weiter so“ spürbarer als das verzichten – oder auch nicht. Ich glaube, das „weiter so“ wird uns noch zu lange begleiten. Denn welcher von unseren Politikern sollte es denn sein, der aufsteht und sagt: „Wir ändern das jetzt!“ Wir könnten ganz klar definieren, was wir wollen und was wir nicht wollen. Aufgrund dieser Definition, wird dann das teuer bis unbezahlbar was wir nicht wollen und das günstiger, was wir wollen.
Benzin und Diesel werden teuer, weil wir sie nicht mehr wollen. Alles mit Zucker wird teurer. Fleisch wird teuer, weil wir das, besonders in dem jetzigen Auswüchsen, auch nicht wollen. Gemüse, Bus und Bahn und Ökostrom werden günstiger.
Wann soll das geschehen?
Wohl erst dann, wenn es zu spät ist. Denn ich lese, höre und sehe viel vom Klimawandel und/oder der Klimawende aber passiert auch etwas? Wie lange hat es gedauert, bis die Plastiktüte und das Plastikgeschirr verboten wurden? Jetzt hat die EU entschieden, das Atom- und Gaskraftwerke als nachhaltig einzustufen 1 sind, damit sich noch Investoren finden, die in diesem Bereich ihr Geld verbrennen können. Waaas?
Wenn sich Verhalten ändern soll – und sogar mit Deadline 2 – dann muss es dafür den gleichen Anreiz geben, der Leute dazu bringt Tiefkühlpizza zu essen. Es muss sich lohnen und es muss daran verdient werden können. Ich weiß, das trifft auf die Pizza nicht unbedingt zu. Allerdings spart man Zeit, sie belastet die Haushaltskasse nicht allzu stark und sie macht satt. Das gilt als „sich lohnen“.
Ich resümiere: Zur Zeit ist nicht viel zu merken von Klimawende, außer Worte und Versprechen. Die Welt und das Leben im allgemeinen und im besonderen sind extrem komplex und der einzelne erscheint zu einzig um mit seinem Verhalten sichtbare Veränderungen auf den Weg bringen zu können. Es scheint, als begreifen und verstehen wir nicht, als ignorieren und verharmlosen wir die Klimaproblematik. Das zeigt auch wunderbar der Artikel von Jonathan Safran Foer in der Zeit 3.
Das Problem ist da. Wir wissen das. Wir sehen das. Jetzt sollten wir langsam anfangen unser Leben zu ändern. Jeder einzelne.
US-Rocksänger Meat Loaf bei einem Konzert in Hamburg im November 2003 – Foto: Markus Hansen – Vertrieb: ActionPress.de
Meat Loaf ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Ich mochte seine Musik zwar nicht, aber trotzdem ist es eine traurige Nachricht. Bei seinem Konzert in Hamburg war es auf jeden Fall leicht, gute Bilder von ihm zu machen, da er viele Gesten und Posen machte.
Frau Reinhold, eine attraktive Frau in den besten Jahren macht ein BBQ. Es ist Weihnachten und eigentlich verkleiden sich zur Zeit nur ältere, korpulente Männer als Weihnachtsmann. Aber ich mag den Sommer lieber und eine Einladung zum BBQ ist ganz famos. Also schnell die Zucchini in Scheiben schneiden und mit Olivenöl einreiben. Noch jede Menge Nudelsalat zaubern und ab dafür. Frohe Weihnachten.
Ein Bild von Frau Feinhold
Frau Reinhold lädt zum BBQ Tinte und Buntstift auf Papier – 29,7 x 21 cm – 11.2021
Weitere Bilder gibt es auf der Malerei-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.
Eine S-Bahn zum Flughafen, das wollte sich Hamburg gönnen, denn die Verbindung zum Airport war bisher recht beschwerlich. Also wurde der Plan gefasst und es wird gebuddelt und gebaut. Ich bekomme dann irgendwann einen Fototermin.
Der unfertige S-Bahntunnel direkt unter dem Flughafen Fuhlsbüttel in Hamburg am 18.12.06 – Foto: Markus Hansen | Vertrieb: ActionPress
Endlose Wege, die Wände grau. Der Geruch von feuchtem Beton und Baustelle klebt in meiner Nase. Mach mal ein Bild von der neuen S-Bahn die zum Flughafen fahren soll. Am besten mit Rathaus im Hintergrund und dem Hafen. Was soll ich aus diesem Langweiligen Grau machen?
Nach vielen Kilometern – gefühlt – gab es endlich mal einen Farbtupfer im grau in grau dieser öden Funktionsarchitektur. Ein Gleisbauer bewegt irgendwas auf dem Gleis und da ist denn auch das Motiv. Wenn es schon keine Bahn gibt, die da fährt, dann ist das wohl das beste was ich bekommen kann.
Wer über diesen Tunnel erfahren möchte, klickt hier
Weitere Bilder gibt es auf der Foto-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.
OBACHT!
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