Eine Infoveranstaltung der Firma EON für Journalisten in Gorleben. Das als mögliches Endlager für unser aller Atommüll vorgesehen war. Zuerst viel Geschichte und Planung. Dann ging es endlich los. Bei der Frage nach meiner Kleidergröße gab ich Selbstbewusst L an. Hätte ich nur XL genommen. So zwickt mich der Overall für den Rest des Tages am Hintern.
Ausgerüstet mit Helm, Grubenlampe und noch irgend so einem Ding ging es in den Fahrstuhl. 800 m tief unter die Erde. Das dauerte ziemlich lange. Mit einem Jeep wurden wir dann durch die endlosen Tunnel gefahren und haben an bestimmten Stellen Pausen für Fotos gemacht. Tatsächlich hatte ich es mir spektakulärer vorgestellt.
Erkundungsbergwerk Gorleben, das als Endlager für den Atommüll dienen sollte am 23.03.06 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Es sah alles sehr aufgeräumt und ordentlich aus. Wie in einer Werksatt, nur das es 800 m unter der Erde lag. Menschen haben da gearbeitet und wir Journalisten fuhren durch das Dunkel wie durch ein Waldgebiet.
Was hatte ich dabei?
Meine D1X musste ich zu Hause lassen, da ich mit den Akkus der Kamera ein Bild machen konnte und dann sagte mir die Kamera, das der Akku leer ist. Also besorgte ich mir eine D 50 und benutzte mein 17-55 mm / 2.8 in den finsteren Tunneln. Das Aufregendste war das mulmige Gefühl, so tief unter der Erde zu sein. Aus Gorleben ist dann zum gluck nichts geworden und all die Milliarden sind umsonst ausgegeben worden.
„Auffallen um jeden Preis. Attitüden pflegen und provozieren. Als Künstler kann ich es mir nicht erlauben spröde zu sein. Ich muss da raus und den Menschen direkt in die Fresse hauen, wer ich bin und das alles, was ich mache, unbedingt Kunst ist. Jede Aktion ist eine Revolution. Ich muss leuchten, strahlen und was ich sonst so mache ist am Ende egal. Die Luschen kaufen jeden Scheiß. Er muss nur in einer teuren Galerie hängen oder stehen. Dann ist der Preis auch egal. Kunst ist für die Reichen, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Das einzig, was mir noch fehlt, ist mein eigener Tod, dann würden sich meine Preise verdreifachen. Aber damit warte ich noch ein wenig.“ [lacht]
Wie oft haben sie die „Hängende Gurke der Schande“ verkauft und was bedeutet ihnen dieser Erfolg?
„Die Gurke, ja, das ist ein Schlager. Ich glaube so an die 25.000 Stück. Fast jeder Mensch auf der Forbes Liste, hat so ein Ding auf jeden Fall zu Hause. Viele hängen auch in den Firmensitzen. Bei einem Preis von 150.000 € war das ein lukratives Stück Kunst. Es bedeutet Unabhängigkeit, mit der Kohle konnte ich bei Rheinmetall investieren und jetzt habe ich ausgesorgt.“
Erklären Sie uns die „Hängende Gurke der Schande“.
„Es ist eine Gurke – eine Salatgurke – die von der Decke an einem Gummiband hängt. Wenn man daran vorbeigeht, dann zieht man an der Gurke und lässt sie durch den Raum zappeln. Das beruhigt und befreit die Seele. Wir Planen demnächst eine Paprika und eine Ananas. Fast alle schrieben mir, das sie so etwas schon lange in ihrem Leben vermisst haben und nun sehr glücklich mit der Gurke sind.“
Das ganze Interview gibt es in einer ZEIT-Sonderausgabe am 34. März 2026.
Ein neues Musikstück
Wenige Instrumente, aber viel Krach und so viel Text. Der Song ist eine Satire über die Kunst, die Künstler.innen und die Käufer.innen von Werken, die mehr Schein als Sein sind – ich nenne keine Beispiele. Die Galerien, die sich so wichtig nehmen und die Musen, die seit Jahrzehnten immer die gleichen Werke in anderer Zusammenstellung präsentieren. Das alles komprimiert in drei Minuten. Bitte schön:
Ich spielte ein paar Akkorde auf der Ukulele und aus meinem Mund kam das: „Ich esse Butterkekse gern mit Mayonnaise“ gefolgt von „Trinke Cola Zero zu Marmorkuchen mit Käse“. Es machte kein Sinn, trotzdem wollte ich es behalten und so dachte ich an Künstler, die so gerne extravagant sind und nur nicht gewöhnlich sein wollen. Der Rest ist im Song zu hören. Es gibt Schlagzeug, Bass, Ukulele, Hammond und ein bisschen Violine. Kurz und knapp und einfach wollte ich es haben. Es ist schnell, es ist hektisch und am besten hört man es über den Sugden IA-4 mit den Lautsprechern PMC fact.8, oder auf dem iPhone.
Streetphotography aus aller Welt mit Senioren aus aller Welt. In der HASPA Filiale in Poppenbüttel gibt es vom 1. -31. März einige meiner Bilder zu sehen. Titel der Ausstellung ist „LEBENsALTER“. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist die Werberelevante Gruppe bald eine Minderheit. Die Senioren sind überall auf dem Vormarsch oder schon ganz weit vorne. Meine Bilder zeigen Senioren in verschiedenen Ländern bei diversen Tätigkeiten. Das Leben im Alter genießen oder aber ihren Lebensunterhalt aufbessern.
Die Welt wird sich nicht weiter drehen können, bis ich diesen Text geschrieben habe und er von ein bis drei Leuten gelesen wurde. So sieht es aus. Noch ein Text, noch ein Buch noch eine Schokolade mit Krabben oder was auch immer die Menschen zum kauf animiert. Denn Mandel, Marzipan, Nuss, Pfefferminz, Joghurt, Cornflakes und alle die andren Sachen gibt es schon. Es dreht sich um Aufmerksamkeit, die sich in Geld verwandeln soll. In viel Geld.
Wenn ich durch die Filiale einer Buchhandelskette gehe, hier in meiner Nähe, dann werde ich erschlagen von neuen Büchern. In letzter Zeit sehe ich ebenfalls viele Bilder, die mir unbekannte Künstler.innen auf Bühnen zeigen, vor tausenden von Fans. Aber auch von Musiker.innen, die mir vorrechnen, wie viel sie verlieren, wenn sie auf Tour gehen oder wie wenig man durch Spotify und Co verdient. Dazu kommt die Existenzfrage, lohnt es sich überhaupt noch ein Instrument zu lernen und selber Musik zu machen, wenn KI das doch in Handumdrehen erledigt?
Ich mache immer noch gerne Musik und ich weiß, das ich irgendwann entdeckt werde. Foto:Markus Hansen
Alles aus KI gezimmert
Romane, Kochbücher, Ratgeber, Drehbücher das muss ich doch nicht selber machen. Ich mache meine Musikvideos mit KI, weil es unmöglich für mich ist, das alles zu organisieren, geschweige denn zu bezahlen. Aber wenn der Kuchen nicht wächst und es immer mehr gibt, die etwas vom Kuchen haben wollen, wie geht das dann?
Wer kann noch davon leben? In einer langen Recherche habe ich folgendes herausgefunden: Spotify hat 110 Millionen Songs (1). Des Weiteren habe ich erfahren, das Spotify in den letzten 12 Monaten 75 Millionen Songs gelöscht hat (2), weil es sich um KI generiere Musk handelte. Das bedeutet Spotify hatte 68 Prozent KI-Musik auf ihren Servern? Auch das Internet besteht zu mehr als 50 Prozent von KI generierten Inhalten. (3) Tendenz steigend.(4)
Inhalt ist wichtig, um Geld zu verdienen. Wenn aber der Inhalt von einer KI erstellt wurde und KI-Bots sich mit Kommentaren daran beteiligen, werden dann nicht auch die Indikatoren des Erfolges wie Anzahl der Abonnenten, der Kommentare und Likes obsolet? Brauche ich bald keine Videos mehr machen, weil die nur von blöden Bots gesehen und kommentiert werden? Es gibt von allem zu viel, weil so vieles von der KI ist? Sienna Rose (5) ist ein schönes Beispiel für diesen Sachverhalt. Wer verdient daran? Zahlt Spotify sich das Geld selbst aus?
Aufmerksamkeit bedeutet Werbung. Werbung bedeutet Geld und das gehört dann … – Ja, wem denn? Spotify bezahlt Künstler, wenn sie viele, viele, viele, viele Streams haben. Wenn die KI-Musiker.innen nun das Geld bekommen sollen, dann fehlt das Geld den anderen echten Künstler.innen. Also bekommen alle weniger und Spotify muss weniger auszahlen. Oder nicht?
Mehr verdienen ohne Künstler
Wenn ich es recht bedenke, ist die Investition der Milliardäre und Tech-Unternehmen in die KI eine logische Konsequenz. Was möchten alle Milliardäre haben? Noch mehr Geld. Warum sollten die sich mit diesem Künstlerpack zusammentun und ein Jahr oder länger warten, bis die mal 15 Songs fertig haben? Dann in ein Studio, wenn endlich alles fertig ist gibt es eine Promo-Tour. Alles kostet Zeit und Geld. Bei Filmen ist es noch dramatischer: Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Autoren, Komparsen und der ganze lästige teure Rattenschwanz, der Filme so unfassbar teuer macht. Zack. Abgehackt und der Film wirft nur Gewinne ab. Bücher? Wer will denn schon mit einem Pynchon oder Bernhard zusammen arbeiten, um dann einen Teil des Geldes zu bekommen? Jetzt kann man als Milliardär alles bekommen. Famos.
Zudem würden diese ganzen Kreativen, die nur Halbtags arbeiten, weil sie immer noch davon träumen mit ihrer Band oder ihrem Roman ganz groß rauszukommen, wieder zur Vollzeitstelle finden und Steuern zahlen. So nimmt die KI den Menschen das, was sie gerne macht und mehr, damit diese sich auf ihre Arbeit konzentrieren können.
Werbung als letzte beste Lösung
Als wenn es in der realen Welt nicht schon genug Probleme und Produkte gibt. Das digitale sollte doch alles erleichtern und einfacher machen. Zu Zeit werden wir überschwemmt mit AI-Slop, Fake News, Deep Fakes und all den ganzen Betrugsmaschen, die es sonst noch gibt (6). Ich bin schon überfordert, wenn ich vor dem Regal mit den Keksen stehe. Sind in meinem Edeka Markt bald KI-Kekse neben den von Milka? Ein Überangebot hier in der realen und besonders in der digitalen Welt. Beiden Welten gemein ist, das nur ein paar wenige damit Geld verdienen. In der digitalen KI-Welt sind es zurzeit mehr Verluste als Gewinne, die die KI-Blase erzeugt (7,8), denn wie genau das Geld wieder hereinkommen soll, ist noch fraglich.(9)
Zu viel von allem und am Ende zu wenig, um noch reicher zu werden. Ist Werbung wirklich die Ratte unter den Geschäftsmodellen? Das Tier, das sich immer und überall anpassen kann? Der heilige Gral für Investoren? Wollen die Menschen KI-Musik? Ist es ihnen egal? Lesen sie Geschichten, die aus allen Geschichten der Menschheit von einem Chip extrahiert und neu zusammen gewürfelt wurden?
Beim Erstellen meiner Videos mit Grok ist mir aufgefallen, das Grok andere Menschen vorwiegend als weiß, gut aussehend und mit normaler Figur erzeugt. Ob sich da das erwünschte Menschenbild von Elon Musk widerspiegelt? Tatsächlich bin ich noch nicht bereit 30 Euro oder mehr im Monat für Super-Grok zu bezahlen. Mit mir lässt sich also nur wenig Geld verdienen. Vielleicht nötigt mich Grok demnächst Werbung zu schauen, während ich auf den fertigen Clip warte. Aber Werbung gibt es auch viel zu viel.
IIm DLF vom 28. Januar 2026 stand, das die Experten der Doomsday Clock – der Weltuntergangsuhr – diese um vier Sekunden vorgestellt haben. Das bedeutet, es ist 85 Sekunden vor Mitternacht. So dicht war die Uhr noch nie an der Zwölf. Das fand ich bemerkenswert und machte daraus einen düsteren Song mit einem Bösendorfer Modell 290 Imperial und jede Menge alter Synthesizer.
Die Uhr ist keine tatsächliche Uhr, wie die Atomuhr. Ob oder was passiert, wenn die Zeiger die Zwölf erreicht oder gar überschritten haben, ist sehr wahrscheinlich: nichts. Ein Indiz für den Zustand der Welt soll die Uhr darstellen und der ist wahrlich bedenklich.
Das Cover für Doomsday Clock 2/2026
Ich mache es düstererer
Das Wort DOOMSDAY-CLOCK fand ich sehr viel singbarer als das deutsche Pendant und so wurde es ein Lied in englischer Sprache. Wenig Text und viel elektronische Textur. Also wieder in den feuchten Keller und die alten Geräte entstauben und in das Studio schleppen. Neben dem Minimoog Model D kam der ARP® Odyssey zum Einsatz und auch der Sequential Circuits Prophet-5, wenn die nur nicht so schwer und groß wären. Ein PlugInn von diesen Geräten wäre toll.
Die Stimmung ist düster und darum ist auch der Song kein fröhliches Mit-Klatsch-Lied. Vom D-Moll ging ich zu As-Dur also fast ein Neapolitanische Sextakkord, auf jeden Fall klingt es düster und mürrisch. Die etwas lockere Auflösung in den Refrain ist tröstend gemeint. Der Einfluss von Depesche Mode auf mein Leben ist nicht zu leugnen und auch hier hörbar, finde ich.
Ich bin ein seriöser Experte
In einem teuren Anzug ist ein Mann seriös und kann den Menschen auch schreckliche Katastrophen näher bringen. Wissenschaftlich fundiert. Das verstehen die Menschen und verändern ihr Verhalten. Das war schon immer so. Aus diesem Grund ließ ich mich von Armani in einen Anzug stecken und warne die Menschheit in einem aufregenden Thriller, der im nächsten Jahr bei Netflix laufen wird. Ich spiele also einen Professor, der durch die Stadt rennt und alle anschreit. Das ist ganz großes Kino. Geplant sind 9 Staffeln mit jeweils 34 Folgen. Als kleinen Vorgeschmack hier schon mal das Musikvideo:
DOOMSDAY CLOCK – New Song and new Video
UPDATE – 18. März 2026
Potsdam-Institut für KlimafolgenforschungStudie: Erderwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt
Die Erderwärmung hat sich einer Studie zufolge seit 2015 beschleunigt. Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam berichtet im Fachblatt „Geophysical Research Letters“, die globale Temperatur sei von 1970 bis 2015 um durchschnittlich 0,2 Grad Celsius pro Dekade angestiegen – im Jahrzehnt danach seien es schon etwa 0,35 Grad gewesen.
Damit sei das Erwärmungstempo in den letzten Jahren höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.
Wie das an der Studie beteiligte Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung mitteilte, rechneten die Forscher natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur heraus – etwa Vulkanausbrüche, das Wetterphänomen El Niño und Sonnenzyklen. Demnach wird die beschleunigte Erderwärmung seit 2015 durch die Studie erstmals statistisch signifikant belegt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, würde die im Pariser Klimaabkommen anvisierte 1,5-Grad-Grenze laut den Forschern voraussichtlich vor 2030 erreicht. Wie schnell sich die Erde weiter erwärme, hänge letztlich davon ab, wie bald der globale CO2-Ausstoß aus fossilen Brennstoffen auf null reduziert werde.
Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
Vogelgrippe in Deutschland. Ich – als freier Pressefotograf – sollte nach Neumünster in das Landeslabor Schleswig-Holstein und dort Bilder machen, wie ein Vogel obduziert wurde. Fotografieren konnte ich nur durch eine Scheibe, aber so unbedingt nah heran wollte ich auch gar nicht. Da lag die tote Möwe. Sie wurde aufgeschnitten und etwas Gewebe entnommen, um zu überprüfen, ob sie den HSN1-Virus in sich trug. Später im Jahr gab es viele tote Wildvögel und tausende von Puten mussten getötet werden.
Gewebeentnahme bei einer verendeten Möwe in Neumünster im Landeslabor Schleswig-Holstein am 16.2.2006 Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Was kam zum Einsatz im Landeslabor?
Da ich durch eine Scheibe fotografieren musste, wollte ich nicht Blitzen. Also nahm ich mein 17–55 mm/2.8 Objektiv. Stellte ISO auf 800 und bekam bei Blende 4 noch eine 250tel-Sekunde hin. Wie gerne hätte ich noch die Putzmittel auf dem Regal im Hintergrund entfernen lassen. Ich war ja nur ein kleiner Pressefotograf. Kommen, Fotos machen und gehen und zwar schnell. Die Stimmung im Landeslabor in Neumünster war auf jeden angespannt. Eines meiner Bilder aus dieser Serie wurde – glaube ich – sogar mal gedruckt.
Dass man sich als Bundeskanzler einen großen Teil der Bevölkerung zum Feind macht, ist erfrischend neu. Zudem ist es auch sehr motivierend, wenn wegen einiger weniger alle abgestraft werden. Nachdem der Kanzler es sich mit den Menschen die Bürgergeld beziehen erfolgreich verscherzt hatte, kamen die Migranten dran. Jetzt entdeckt Merz die Arbeiter und Angestellten für seinen Unmut. Alle sind Schuld am Untergang des Landes, nur die Politik macht alles richtig und die Reichen.
Die einzigen, die die sagenumwobene Tugend Fleiß noch ihr eigene nennen können, sind die Superreichen. Die arbeiten jeden Tag 45 Stunden und auch Nachts. Sie jetten von Krise zu Krise, um diese zu lösen. Die Reichen bezahlen alles, meinen Job, meine Krankenkassenbeiträge und meine sture Faulheit. Wenn ich mich krankmelde, dann springt der Herr Würth ein, oder der Herr Kühne. Die Reichen sind der Rücken auf dem wir faulen Säcke unser Kranksein abfeiern.
Schon direkt nach dem Krieg schlossen sich die Reichen zusammen und bauten das ganze Land wieder auf. Ohne Frauen, Gastarbeiter oder KI. Ganz alleine.
Krankschreiben und simulieren, Merz legt sich mit den Angestellten und Arbeitern an. Foto: Markus Hansen
Sie geben und geben und was ist der Dank dafür?
Faule Halunken fordern eine Vermögenssteuer, damit sie sich weiter den Drogen und dem Zocken widmen können. Eine weitere Frechheit ist eine Erbschaftssteuer. Das lohnt sich doch gar nicht. Der Aufwand diese zu ermitteln sprengt doch jeden Rahmen. Die reichsten Deutschen haben lediglich 71 % ihres Vermögens geerbt (1) die anderen 124 % sind hart erarbeitet und zwar ohne Hilfe vom Staat.
Reiche lassen sich auch nicht krankschreiben, die liegen nicht über 14 Tage im Jahr auf der Couch und simulieren eine Migräne. Die gehen Malochen. Die schaffen was. Das die 3.900 Superreichen 3.000.000.000.000 Dollar Vermögen haben, kommt ja nicht von ungefähr. Da muss man schon mal auch am Sonntagabend Telefonate führen oder E-Mails beantworten und auf den Tatort verzichten. Aber das ist den Work-Life-Balance-Terroristen völlig unbekannt.
Besitz ist belastend, auch für die Psyche und so haben die Reichen viel mehr Stress als sich so ein Teilzeit-Honk vorstellen kann. Häuser, Autos, Yachten, teuren Schmuck, all das muss umsorgt und beschützt werden. Liebe Angestellten und Arbeiter, wenn ihr euch nicht fühlt, fragt euch: Was würde der Kanzler tun?
„Flood the zone“, macht mich fertig. Kaum habe ich angefangen mich über ein Thema aufzuregen, gibt es schon den nächsten Knaller. Im Stundentakt donnern die News aus dem Äther oder Kabel. Entweder gibt es eine geplante Scheiße aus den Kreisen der oberen, oder eine fürchterliche Katastrophe verstopft die Kanäle. Zugunglück in Spanien, Überschwemmung in Südafrika, Trump dies und Trump das, Merz sagt dies, Arbeitgeber wollen das. Jeden Tag.
Über den Wunsch nach Ruhe habe ich einen Song geschrieben: KEINE NEWS ist ein kurzer, schneller Popsong, der um 24 Stunden Ruhe der schlechten Nachrichten bettelt.
Flucht vor der Realität oder vernünftige Forderung vor dem Informations-Burn-Out. 50 % der Deutschen sind der Meinung, das der Taktschlag der einkommenden Nachrichten zu hoch ist.(1) Das bewusste Abstellen ist grundsätzlich die einfache Lösung, aber wenn man sich nicht zu Hause verkriecht, entkommt man den schlechten Nachrichten nur schwer.
Da ich um die utopische Forderung weiß, habe ich in dem Song einen musikalischen Freiraum geschaffen. Sechzehn Takte ohne Text gehören dem Zuhörer. Nur Musik.
Wie entstand „KEINE NEWS“
Auf der Ukulele fand ich ein Riff, eine Chord-Progression oder einfach ein folge von Tönen und Akkorden, die mich nicht mehr losließ. Das ist der Anfang.
Darauf baute ich die Verse. Für den Refrain habe ich dann zwar viel zu viele Akkorde genommen, aber ich war im Flow und es funktionierte. Es langsam zu klimpern war das eine, als ich mich aber für ein schnelles Tempo entschied, musste ich ziemlich lange üben, um die Akkorde schneller zu wechseln.
Dann entdeckte ich das Wha-Wha-Clav, also ein Clavinet mit Wha-Wha Effekt und war völlig begeistert. Der Song bekam pep und ich verschweige nicht, das mir das Clavinet am Ende voll auf den Zeiger ging, weil es so dominant war. Also wurde es immer leiser. Da es um Nachrichten ging, wollte ich als Intro eine Nachrichten-Anfangsmusik haben. Die deutschen Formate klingen alle so langweilig. Dann entdeckte ich das Intro von CNN und war mehr als zufrieden.
Leider braucht es nicht lange um einige Nachrichten-Schnipsel zu finden, die die Welt gerade in Atem halten. Selbstredend musste auch Donald in diesen „NEWSFEED“ mit seinem Grönland-Gefasel. Als Trostpflaster, weil es die gewünschten 24 Stunden eh nicht geben wird, gibt es dann 16 Takte nur Musik. Das reicht nicht, aber was kann ich daran schon ändern? Eigentlich wollte ich 16 Takte totale Ruhe, also Pause für alle Instrumente, aber dann kann ich bei der heutigen Aufmerksamkeit der Zuhörer wohl vergessen, dass sich jemand den Schluss anhört. Deswegen Musik.
Jetzt das ganze noch in Farbe
Ein unfassbar teurer Anzug, die Miete für ein Studio, in dem man Nachrichten produziert, ein Pferd das liest und ein Eisbär mit Zylinder. Das war wirklich scheiße teuer. Aber die Pinguine, die den Schlitten ziehen sollten, sind in einer Gewerkschaft und was wir für die bezahlt haben, war fast so teuer, wie die Mitgliedschaft in Trumps Friedens-Club. Dann noch die Reisen und das Schiesser-Unterhemd. Aber nun ist es fertig und nachdem alle ihr Geld haben, hier die gute Nachricht:
Markus Hansen – Keine News (Offizielles Musikvideo)
Ein Foto von mir und dank des Nacktbild-Erstellers Grok wurde aus mir ein seriöser Nachrichtensprecher und ein Typ in Unterhemd und Jogginghose. Der zweite Mann ist auf der Flucht vor den Nachrichten: zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Dazwischen bringt er den weißen alten Männern noch ein Topf Geld und gute Profite, die sie mit Krieg und Katastrophen gemacht haben. Er reitet auf einem Strauß und jagt mit einem Pinguin-Schlitten durch eine Schneelandschaft.
Fast alles mal wieder nicht echt und doch sieht es realistisch aus. Was für eine verrückte Zeit.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei der Klausurtagung der CDU-Nord. Das schöne Schloss Gottorf bei Schleswig weckte Erinnerungen: Dort hatte ich ein Bewerbungsgespräch für die Ausbildung zum Fotografen. Die wollten mich nicht. Aber die CDU wollten sie, die hatten dort ihre Klausurtagung. Als Berlin-Promi kam die politische Wunderwaffe, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Sie sollte den Themenschwerpunkt der Nord-CDU als Person verstärken. Denn die CDU in Schleswig-Holstein wollte damals die Familie in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen.
Ursula von der Leyen, Bundesfamilienministerin, CDU bei der Klausurtagung der CDU-Nord auf Schloss Gottorf in Schleswig am 28.1.2006 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress
Die Frau, die alles kann, nach dem Bundesfamilienministerium übernahm sie das Bundesministerium für Arbeit. Dann kam das Bundesverteidigungsministerium und nun ist sie Präsidentin der Europäischen Kommission. Der Termin war in einem Raum, in dem große Steinfiguren standen. Es wurde ein oder zwei Leuchten angemacht und dann gab es Reden, wie wichtig die Familien sind.
Ich konnte mich frei bewegen und versuchte ein schönes Porträt von der Bundesfamilienministerin zu bekommen. Auf meiner Nikon D1-X hatte ich das 70-200/2.8 ohne Blitz. Ich empfand Frau von der Leyen als sehr kühl. Vielleicht muss sie in der Männerdomäne Politik so sein und sie hält sich schon ziemlich lange.
Hier und um uns herum rüsten die Länder auf. Neben der Ukraine – die es wirklich nötig hat – kaufen sich England, Frankreich, China, Indien, Japan, Israel und andere Länder jede Menge Rüstungsgüter. Dazu kommt der weltweite Hang zum Nationalismus oder Rassismus oder beides. Jedes Land will sich wehren können oder sich ein anderes Land einverleiben. Russland will die Ukraine, China will Taiwan, Deutschland will die USA.
Wenn wir also bald alle ganz doll stark sind, die Wehrpflicht eingeführt haben und jede Menge Panzer in den Garagen stehen, dann müssen wir die ja auch mal einsetzen. Was nützt der ganze Kram, wenn man damit nichts anfängt?
Panzer und so ein Ding der Bundeswehr, allerdings von vor 24 Jahren. | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Also Krieg!
Krieg gegen eine andere Nation: Tausende Menschen werden sterben, sind auf der Flucht oder verletzt – so ist das im Krieg eben. Wenn das Töten dann zu Ende ist, ist alles wieder gut. Jetzt wird beim Wiederaufbau profitiert. Als Resektion auf den schrecklichen Krieg, wird wieder abgerüstet, denn so etwas darf nicht noch mal geschehen. Die Gewinner sind die Menschen, die für den ganzen Scheiß das Geld bereitstellen. Zuerst investiert man in Rüstungsfirmen, parallel dazu in das Kriegs-Mindset der Parteien und Politiker. Da klingelt die Kasse. Nach dem Gemetzel investieren die freundlichen Investoren in Firmen, die Häuser und Straßen bauen. Wieder klingelt die Kasse. Der Mensch ist nie zufrieden.
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
Søren Kierkegaard
In diesem Land wollen ca. 25 % eine Partei wählen, die nachweisbar nur Politik für Reiche machen wird. Die ebenso nachweisbar von Holzköpfen wie Musk, Trump und Vance unterstützt wird. Aber keine Sorge, die anderen Parteien machen schon seit 40 Jahren oder länger Politik für die Vermögenden und gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Wie sollte man sich sonst dieses Bildungssystem erklären? Warum ist Arbeit teurer als Vermögen? Warum hören unsere Politiker seit Jahren auf die Autowirtschaft? Die ausgesetzte Vermögenssteuer ist und bleibt weiterhin ausgesetzt, denn statt vieler Milliarden bei den Vermögenden zu besorgen, wird das Geld bei denen geholt werden, die sowieso schon wenig haben.
„Ich mach mir die Welt widewidde wie sie mir gefällt.“
So geben reiche Menschen Geld aus, um die Politik in einem Land so zu gestalten, wie es ihnen gefällt. Kein Lieferkettengesetz, keine Zuckersteuer, keine Erbschaftssteuer, keine Kapitalertragssteuer und kein Verbrenner-Aus, usw. Damit das einfacher ist für Unternehmen/Investoren/Milliardäre sich noch mehr Geld in ihre Maßanzugtaschen zu stecken, unterstützen sie Autokraten. Denn wenn man einen großen Teil eines Parlaments „überzeugen“ muss, ist das schon sehr kostenintensiv und zeitraubend. So entstehen Putins, Trumps, Orbans, usw. Hinter Trump steht zum Beispiel Peter Thiel.
Ein demokratisches Land wie die USA, das sich in seiner Geschichte über alle Regeln des Völkerrechts hinwegsetzte und immer noch hinwegsetzt: mischte sich in Länder wie Guatemala, Kuba, Bolivien, Chile u. a. ein (1). Heute ist es Venezuela. Auch wenn sie den Kampf gegen den Kommunismus oder den Drogenschmuggel vorschieben, geht es um Rohstoffe. Um Rohstoffe geht es auch Putin mit seinen Hanebüchenen Gründen für den Angriff auf die Ukraine. Es sind einzelne, weiße, alte Männer, die aufgrund ihrer Gier nach Macht und Geld am tausendfachen Tod und Leid von Menschen verantwortlich sind. Das geht nicht mehr.
Eine Weltregierung?
Wenn ich Nachrichten höre/sehe/lese, dann tut mir der UN-Generalsekretär leid. Er fordert und bittet, aber nichts, was er sagt, hat Gewicht. Die EU ist sich selten einig, die UN auch nicht und die Länder auf der Welt sowieso nicht. Es ist an der Zeit, ein Gremium einzurichten, das Macht hat und diese auch durchsetzten kann. Der Internationale Gerichtshof (IGH) ist ein Anfang, aber da ist noch Luft nach oben. Ein Gremium sollte zum Beispiel Netanjahu auch weltweit verhaften dürfen. Putin sowieso und vielleicht auch gleich alle anderen Diktatoren, die das Leben der Bevölkerung bedrohen. Aldous Huxley forderte eine Weltregierung, das wäre famos, aber die EU ist ja schon eine Vereinigung vieler Länder, jedoch ohne die letzten Konsequenzen und leider undemokratisch.
Das Gremium braucht keine Einstimmigkeit, es ist finanziell unabhängig, verfügt über eine Polizei und wird streng überwacht. Dieses Gremium kontrolliert die Regierungen der Welt und schreitet ein, wenn eine Regierung in eine Diktatur abdriftet oder Menschen bedroht sind.
Teilen und Herrschen
Das ist eine famose Utopie, leider. Vielleicht sollten wir die Welt dritteln. Die Menschen, die gerne in einer Monarchie, Autokratie oder Diktatur leben wollen bekommen ein Drittel der Welt, die, die in einem Gottesstaat leben wollen, bekommen auch ein Drittel und die Menschen, die in Freiheit leben wollen, bekommen das letzte Drittel. Das Umziehen in die verschiedenen Gebiete sollte erlaubt werden, um am Ende dann zu sehen, wo die meisten Menschen leben wollen. Möglicherweise gibt es aufgrund dieser Aufteilung so etwas wie Weltfrieden. Wahrscheinlicher aber ist, dass es so bekloppt bleibt, wie es jetzt ist. Schauen wir uns doch mal die aktuelle Lage an:
US-Vize-Aussenminister: Maduro wird zur Rechenschaft gezogen
Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolas Maduro soll nach den Worten von US-Vize-Aussenminister Christopher Landau für seine «Verbrechen» zur Rechenschaft gezogen werden. «Der Tyrann ist gestürzt», schrieb Landau auf X.
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USA wollen Venezuela vorerst selbst regieren
Die USA wollen nach dem militärischen Eingreifen in Venezuela und der Entmachtung von Präsident Maduro die Kontrolle über das Land behalten. US-Präsident Trump kündigte bereits Investitionen von US-Ölfirmen an.
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