Musikvideo zu Privilegiert – Drogen, Knast und Tod, aber fertig

Die Dreharbeiten zum Musikvideo von PRIVILEGIERT waren kompliziert und vom Pech verfolgt. Die Liste ist lang und deswegen lassen wir es uns nicht nehmen, den Sänger zu zitieren und zwar im Gespräch mit Himari.

Der Song wurde schon veröffentlicht und teile des halbfertigen Musikvideos zu Shorts verarbeitet, bevor das Musikvideo auch nur im Ansatz fertig war. Die Verzweiflung ist spürbar. Als Low Budget Artist ist jeder neue Kostenpunkt ein Desaster. Die Band verzichtet auf ihre Gage. Die Jungs aus der Bläsergruppe kochten für die ganze Crew und durch mehrere Übernachtungen in der neuen Location – die weniger coole Fabrikhalle im Video – wurden Hotelkosten gespart. Die dann aber durch die Verhaftung eines Bandmitgliedes wieder als Kaution aufgebracht werden mussten.

Stille Wasser sind tief. Die Schlägerei in der Bar könnte auch noch Folgen für die Schlagzeugerin haben, die offensichtlich nicht nur mit Sticks schlagen kann. Der Mann verklagt sie wegen Körperverletzung. Allerdings zeigen Videoaufnahmen, das der Mann sie in der Bar länger Zeit vorher belästigt hat.

Die Liste der Katastrophen

Eine weitere Verzögerung trat ein, als die Mutter von Harry (72), der Posaunist, während der Aufnahme starb. Also file Harry zwei Tage aus und damit verzögerte sich alles andere. Die beiden älteren Herrschaften, die die Kutsche in einer Szene ziehen, haben uns dann alle mit Läusen versorgt, deswegen wurde die Location für einen Tag gesperrt. Eine Halsentzündung von Yosarrien kam auch noch und kostet ebenfalls wieder viel Zeit.

Im Vorfeld wurde die eigentliche Fabrikhalle ohne uns Bescheid zu sagen abgerissen. Es war eine alter Schlachthof. Von den Decken hingen noch jede Menge Eisenketten und überall stand gruseliges Zeug herum. Also mussten wir kurzfristig eine neue Halle finden.

Gut, es hat ein Ende

Das Musikvideo ist mit acht Tagen Verzögerungen fertig geworden und die vielen Anfragen von den Fans setzten uns echt unter Druck. Yosarrienn ist mittlerweile schon ein kleiner Star in den sozialen Medien und die Plattformen schreien nach Content. Das Video hat in den ersten Tagen auch schon 23 Aufrufe erzielt und bringt uns damit finanziell wieder aus dem niedrigen Niedrigwasser heraus.

Geschnitten wurde das Video in Los Angeles und dann in UK noch etwas poliert, da die Jungs große Fans von Yosarrien und seiner Musik sind, haben wir einen sehr guten Preis bekommen. Damit genug der Worte, Film ab!

PRIVILEGIERT – Markus Hansen (Handgemachter Deutschpop / AI Video) | Official Video

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Ein kurzer Gedanke – das Video

42 ist nicht die Antwort auf alles und dieses Lied gibt auch keine Hilfestellung. Mehr eine Bestandsaufnahme von Gefühlen und Tatsachen. Der Sinn des Lebens und der ganze Quatsch drum herum in eine Akkordfolge gehüllt und von Bläsern in den Äther gehaucht: Ein kurzer Gedanke.

Als Video ist „Ein kurzer Gedanke“ eine Herausforderung. Ich hätte auch ein Stück Butter in der Sonne filmen können. Aber mir schwebten Unterwasser- und Untersandaufnahmen vor. Also flugs die schönsten Küste und Strände der Welt gesucht, den Jet vollgetankt und ab dafür. Scharbeutz an der Ostsee musste reichen. Mit professionellem Equipment begannen wir zu drehen. Ein Stück Strand wurde abgesperrt und ca. 25 Leute mit Funkgeräten sorgten für die nötige Disziplin. Die Unterwasseraufnahmen waren wegen der molligen Außentemperatur sehr erfrischend, während die Aufnahmen im Sand und die nötige Zeitrafferaufnahme zu Sonnenbrand führten.

Diese wasserdichte Dokumententasche ermöglichte die atemberaubenden Aufnahmen unter Wasser.

Zum Video einfach auf das Bild klicken.

Zum Song „Ein kurzer Gedanke“ habe ich hier schon etwas geschrieben und es ist erschöpfend dargelegt worden, wie die Einsamkeit und das Gefühl der Bedeutungslosigkeit mich inspiriert haben. Für den Chorus hatte ich die wildesten Ideen und tatsächlich übertraf die Zeitrafferaufnahme am Strand alle anderen Ergüsse und passte so hervorragend, das ich vor Freude ein Glas Cola trank. Diese Ausschweifungen. Geschnitten wurde mal wieder in der Schweiz und das fertige Produkt übertrifft alle meine Erwartung. Diese Ergebnis ist mit einem Budget von nur zwei Millionen Euro echt nicht zu erwarten gewesen. Vielen Dank an alle Beteiligten an dieser Stelle.


Weitere Beiträge gibt es auf der Musik-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.