Malta ist nicht so weit weg. Theoretisch kann die oder der Reisende in drei Stunden da sein, wenn der oder die arme Reisende nicht erst von Hamburg nach Frankfurt muss, um dann nach Malta zu fliegen. Warum ist das so? So dauert die Reise fast acht Stunden und eigentlich sitzt man am Gate, im Flieger, am Gate, im Flieger im Taxi. Es lohnt sich. Es ist warm und das Blau des Himmels ist viel blauer als in Hamburg.
Die Reise ist vorbei und nun alle die sauren Gurken aus der Gürteltasche gekratzt und ab auf den Massage-Sessel für den lustigen Dia-Abend.
Diese scheiß E-Scooter, die in Hamburg rücksichtslos quer auf dem Fuß- oder Fahrradweg stehen gelassen werden, nerven gewaltig. Doch sie sind absolut harmlos, wenn man sich anschaut, was in Städten wie Hanoi oder Saigon völlig normal zu sein scheint. An den Ampeln stehen hunderte Motorroller. Die Roller parken auf dem Bürgersteig und die Fußgänger gehen auf der Straße.
In Hamburg regt es mich auf, dass die Stadt für die Autofahrer konzipiert wurde und wird. Aber in den vietnamesischen Städten ist das auch so. Zu den vielen Autos kommen Millionen von Rollern dazu. Sie schwirren temporeich und schwer beladen durch die Straßen, überholen die Autos von links und rechts. Nicht alle halten bei roten Ampeln. Als Fußgänger bleibt einem nur: Augen zu und nicht anhalten oder zögern.
Was bleibt außer Roller?
Das Tempo und die Lautstärke in Hanoi und Saigon sind auf die Dauer sicher gesundheitsschädlich. Die Roller transportieren Unmengen von Sachen: Riesige Wasserflaschen, Kartons, Gänse und Gasflaschen. Ich glaube, dass die schiere Anzahl an Rollern einer der stärksten Eindrücke ist, die mir bleiben werden.
Mein zweiter bleibender Eindruck ist die Grausamkeit der französischen Besatzer und die Rücksichtslosigkeit der amerikanischen Armee. Allein die Folgen für die Umwelt durch den Einsatz von Agent Orange entstanden sind, sind unbeschreiblich. Diese Fotografen haben es dokumentiert: Kyōichi Sawada, Bun’yō Ishikawa, Goro Nakamura. Das ist mein kleiner Beitrag mit Bildern aus Vietnam, wie schon erwähnt, es sind zu wenige.
Ein Frau sammelt Plastik in den Straßen von Hanoi
Fleisch kaufen für das Abendessen in Hanoi
Auf dem berühmten Markt Dong Ba in Hué
Die „Golden Bridge“ in Da Nang
Schiffsleute, die auf Kunden warten in Hội An, Vietnam
Ein Mann kümmert sich um die Fische und Krustentiere in einem Restaurant in Ho-Chi-Minh-Stadt / Saigon
Glückwunschkarten in rot im chinesischem Viertel in Saigon
Eine Frau schiebt ihren Wagen über die Gleise der Tram in Hong Kong
Das Fahrrad als Obstladen in Hanoi
Eine Pause auf dem Roller in Hanoi
Powernepp auf dem Roller in Hanoi
Karstfelsen in der Halong-Bucht
Ein alter Mann in Hanoi schaut auf die Straße
Kartons auf dem Roller durch Hanoi fahren
Eine Frau macht ihr Boot an andere Boote fest in Tràng An
Reinigung der Uferböschung in Tràng An
Du lich Tràng An – Ein Tempel im Wasser in in Tràng An, der von vielen Touristen besucht wird
In der nähe von von Hue liegt An Bang ein Friedhof mit prunkvollen Gräber für die Vorfahren
LKW´s auf dem Hai-Van-Pass
Über den Dächern von Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) vom Saigon Skydeck aus fotografiert.
Wo auch immer, ein Selfie muss sein. Hier iauf dem Gelände des Wiedervereinigungspalast in Saigon
Die Gelassenheit und der Fleiß der Menschen in Vietnam bleiben mir auch in Erinnerung, neben der schönen Landschaft, diesen schmalen Häusern, dass reiche Vietnamesen für ihre Vorfahren prunkvolle Mausoleen bauen und sich damit gegenseitig zu überbieten. Zu Erwähnen sind noch die ganzen Läden und die farbenfrohen Märkte.
Roller im Zeitraffer
Vietnam ist ein schönes und aufregendes Land, wie man auf einem Roller bei unfassbarer Lautstärke schlafen kann, ist und bleibt mir ein Rätsel. Um den Wahnsinn noch etwas zu verdeutlichen habe ich einen Zeitrafferfilm gemacht, das sind 10 Minuten auf den Straße.
Ungefähr zehn Minuten zusammengerafft zu 21 Sekunden, zum Glück ohne Ton.
Fliegen wird genauso unpünktlich wie Bahnfahren, denn hin und zurück nach Athen hatten wir über 30 Minuten Verspätung. Drei lange Flug-Stunden von Hamburg entfernt liegt dann endlich Athen und ich würde sie die Hauptstadt der Motorroller nennen. Keine Straße in der nicht 45837 Motorroller parken oder durchrasen. Zusammen mit den Autos, Bussen und LKW machen sie das Grundrauschen dieser Stadt aus, das 24/7 zu hören ist. Nachts etwas weniger, aber nicht wirklich leise.
Diese Stadt scheint nie zu schlafen und es gibt überall etwas zu sehen, zu essen und zu kaufen. Die Bürgersteige sind in einem grauenhaften Zustand und oft sehr rutschig. Zudem sind sie auch sehr schmal, denn auch hier, wie schon in der Toskana oder auf Malta, herrscht das Auto. Wer im Auto ist, hat jedes Recht auf seiner Seite.
Bilder aus Athen
Das Akropolismuseum ist riesig und voller Steine und es wirft die Frage auf, was die Menschen in 2500 Jahren über unsere Hinterlassenschaft denken? Wird es ein Museum geben, voller Plastikprodukte? Die Preise für die Musen sind stattlich, aber wenn man bedenkt, das dort pure Geschichte gezeigt wird – auch wenn es die Geschichten von Göttern und vermeintlich reichen Männern ist – dann ist der Eintrittspreis und damit der Erhalt dieser riesigen Anlage sein Geld wert.
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