Die Bilder der Ausstellung | Malerei & Fotografie

Das sind die Bilder der Ausstellung, die vom 01. – 31. Juli in der HASPA-Filiale in Poppenbüttel zu sehen waren. Poppenbütteler Weg 195, 22399 Hamburg

Malerei


Fotografie


Das Ende – Musikvideo

Video

Mein Video zum Song „Das Ende“ – Juni 2022

Audio

Das Ende

Auf den Straßen Menschen
wild und ohne Zweck
heute kommt die große Welle 
spült uns alle fort und weg

alle laufen in Panik 
ohne Ziel oder Verstand
das Feuer ohne Gnade 
ist heiß und dominant

Das ist das Ende
Das ist der große Knall
ohne uns fliegt die Erde 
weiter durch das All  

in den Kellern verborgen
schlagen sich tot
für ein wenig Schutz 
denn der Sturm kommt um die Ecke
fegt uns alle raus wie Schmutz

Vor der letzten Quelle
mit Waffen und Gewalt
die Dürre ist zu Gast und glüht
überall Leichen auf dem Asphalt

Das ist das Ende
Das ist der große Knall
ohne uns fliegt die Erde 
weiter durch das All 

Die Natur wird uns nicht vermissen
Vielleicht ist sie sogar froh
Wenn wir nicht mehr stören wird alles anders,
besser, schöner oder so

Jetzt wo es zu ende geht ist es klar zu sehen
wir waren noch nicht reif
genug zusammenhänge zu verstehen

Der letzten Baum im nirgendwo
spendet Schatten kaum für zwei
da drängeln sich jetzt Tausende 
in totaler raserei

Noch ein Fisch im Meer 
und jeder will ihn fang 
wer den bekommt lebt ein Tag mehr 
das ist vielen schon zu lang 

Das ist das Ende
Das ist der große Knall
ohne uns fliegt die Erde 
weiter durch das All

Text und Musik: Markus Hansen © 2022


Musikvideo | Teilen oder Herrschen

Teilen oder Herrschen von mhmedia.de stellt die Frage, wie wir in der unbestimmten Zukunft zusammen leben wollen.


Teilen oder Herrschen

WIr sind satt und bleiben abgelenkt
Sonntags gibts manchmal die BIld geschenkt
Die Schere spreizt ihre  langen Beine 
auf der falschen Seite ist man nie alleine

Wir sind stumm und müssten eigentlich schreien
so kann es ganz  bestrimm nicht richtig sein
Menschen sterben und wir sagen kein  Wort
schalten weiter zu Tratsch oder Sport

Wo geh´s hin, wenn es weiter geht?
wie leben wir, wenn nichts mehr steht?
Teilen oder herschen wir 
Bauen wir Zäune oder leben alle hier

Wir sind abgestumpft alles ist egal
sterben und leiden ist weit weg und national
Auch der höchtse Zaun wird irgendwann fallen
denn das Elend kann seine Kräfte ballen

Wie lange soll das noch so weiter gehen?
die zeit ist reif für einander einzustehen
Wenn jeder etwas gibt ist für alle was da
wann wird das auch dem (dümmsten) letzten klar?

Wo geh´s hin, wenn es weiter geht?
wie leben wir, wenn nichts mehr steht?
Teilen oder herschen wir 
Bauen wir Zäune oder leben alle hier

Wo geh´s hin, wenn es weiter geht?
wie leben wir, wenn nichts mehr steht?
Teilen oder herschen wir 
Bauen wir Zäune oder leben alle hier

Text und Musik: Markus Hansen © 2022


Ich verstehe es nicht mehr,

Mein Einkauf ist beendet. Beim wegstellen des Einkaufswagen stehen zwei Frauen , die sich länger Zeit nicht gesehen zu haben scheinen, im Weg und ich höre:

„Ja, es ist langsam mal genug“
„ …und es ist ja nicht zu verstehen, die Leute fliegen nach Mallorca und hier machen die die Wirtschaft kaputt.“
„Das ist alles nicht mehr zu begreifen,…“
„Und die zerstören die Zukunft unserer Kinder!“

Ich bin schon außer Hörweite. Denke an die Zukunft. Kann man Zukunft überhaupt zerstören, so per se?
Ich bin bepackt vom Einkaufen, meine Zukunft – der Weg nach Hause – liegt vor mir. Kann ich das zerstören? Ich weiß es nicht.

Vor kurzem gab es eine Diskussion, das Menschen, die gegen Corona geimpft sein würden, Privilegien bekommen sollten. Es stellte sich heraus, das es zu wenig Impfstoff gab, um diesen Menschen die undurchdachte Privilegien zu gestatten.
Jetzt gibt es eine Diskussion, das Hausärzten impfen sollen, was nur sinnvoll ist. Auch hier kristallisierte sich heraus, das zu wenig Impfstoff vorhanden ist, um ihn an die Praxen zu verteilen. Debatten um der Debatte willen?

Ein Gericht in Hamburg hat entscheiden, das es einem Jogger – dem Kläger – erlaubt ist, ohne Maske um die Alster zu joggen, aber eben nur ihm. Die anderen müssen eine Maske tragen, es sei denn, sie klagen ebenfalls.(1) Ob es eine Sammelklage geben wird?

Ein anders Urteil befreit einen Vater von der Maskenpflicht auf dem Spielplatz (3), auch nur ihm, solange keine andere Familie auf dem Spielplatz erscheint. Dafür brauchen wir Gerichte, um den gesunden Menschenverstand ausschalten zu können?

Gartencenter und Buchhandlungen dürfen öffnen, aber Schuh- und Elektroläden nicht. Wo ist der Unterschied? Donut-Läden haben auf, Musikalienhandlungen nicht. In Hamburg haben Baumärkte zu – außer für Gewerbetreibende – in Schleswig-Hollstein haben sie auf. Tübingen macht alles wieder auf – nach dem ein Schnelltest gemacht wurde kann man mit einem Ticket einkaufen gehen – bittet aber auf Tagestourismus zu verzichten. (4) Ich verstehe das alles nicht mehr. Warum ist in Australien, Taiwan und in Neuseeland alles wieder normal und bei uns passiert irgend wie nichts? Das sind auch Demokratien!

„Taiwan hat es in der Pandemie geschafft, die Demokratie zu stärken: Satt den Bürgerinnen und Bürgern von oben herab zu sagen, was sie zu tun haben, haben wir sie dazu eingeladen, mitzumachen. Das wunderbare an der Demokratie ist doch, das Menschen die Freiheit haben, neue Sachen auszuprobieren, und ihre Innovationen dann für eine ganze Gesellschaft implementiert werden können. Deswegen ist es eine gute Zeit, um die Demokratie zu stärken, solange die Regierung nicht einfach immer weitere Lockdowns von oben verordnet. Wir verstehen die Pandemiebekämpfung als Partnerschaft von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Staat, in der die Bürgerinnen und Bürger die Logik hinter den Maßnahmen verstehen und dem CECC [Central Epidemic Command Center – Anm. des Autors] jederzeit bessere Strategien empfehlen.“

Audry Tang, Digitalministerin, Taiwan

Wenn wir uns mal auf einen Weg verständigen könnten. Oder auf einen Experten, der uns durch die Krise führt. Statt dessen haben wir 17 Wege, hundert Experten und viele dieser Wege sind mit Wahlkampfplakaten geschmückt. Dazu kommt noch die dummdreiste Vorstellung von Politikern jeder Farbe, der Bürger sei ein Kleinkind und man könne ihn mit Versprechen auf Lockerungen zu Weihnachten, Sylvester, Ostern und jetzt den Sommerurlaub auf Linie halten. Wenn Du brav sitzen bleibst bekommst Du ein Eis. Unfassbar.

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir 16.960 Infektionen an einem Tag und alles war geschlossen. Nach einem Jahr Masken tragen, Kontaktbeschränkungen, geschlossenen Geschäften und den anderen Maßnahmen haben wir heute 16.033 Neuinfektionen (RKI bzw. Deutschlandfunk vom 20.3.2021). Stillstand?

Leere Regale, in denen sonst Toilettenpapier gestapelt wurde. Vor fast einem Jahr sah es aus in diesem Land. – Foto: Markus Hansen

Vertrauen in die Politik?

Es gibt zu wenig Impfstoff, zu wenig Tests, Politiker aus Parteien, die das Wort Christlich im Namen führen, die ausgerechnet jetzt ihren Geschäftssinn beweisen müssen, zu viele Talkshows und Brennpunkte. Die Frage, wo sich die Menschen infizieren ist immer noch unklar. Die EU hat sich ordentlich Zeit gelassen mit Bestellung und Zulassung der ersehnten Spritzen in die Normalität. Dann macht die Bundeskanzlerin auch noch einen Fehler und kaum hat sie sich entschuldigt, fordert Jens Spahn in einer Online-Veranstaltung:

„…es brauche mindestens 10 bis 14 Tage „richtiges Runterfahren der Kontakte und der Mobilität“. Den Menschen in Deutschland riet Spahn, „im Zweifel auch mehr als die staatlichen Regeln“ umzusetzen.“

DLF 26.3.2021

Alle Bundesländer scheinen ihre eigenen Regeln zu offerieren und statt das immer gleiche wirkungslose Mittel immer wieder neu zu verschreiben, wäre es an der Zeit, von den oben genannten Ländern zu lernen.

Wir starren auf Zahlen die uns helfen sollen, die Gefahr einzuordnen. Am Anfang waren es Neuinfektionen und Todesfälle und jetzt ist es der Inzidenzwert. Dieser sollte uns ab 35 glücklich machen, dann doch 50 und nun zieht jemand ab 100 die Notbremse. Vielleicht kann das beliebte Tarifsystem der Deutschen Bahn bei der Pandemie helfen?

Am Wochenende sollten alle Läden und Kultureinrichtungen öffnen, denn da sind die Zahlen schön niedrig. Alle Personen ab 65 dürfen am Montag von 8-13 Uhr einkaufen mit Maske und Abstand. Am Dienstag die 18-64 Jährigen und am Mittwoch und Donnerstag ist Lockdown für alle, da steigen die Zahlen wieder. Am Freitag ist Impftag für alle, die einen Termin bekommen haben und sich verschieden farbige Socken anziehen, außer gelbe Socken und in einem Bundesland wohnen, das einen Doppelnamen hat. Es sei denn, es ist ein Monat mit 31 Tagen.

Ich verstehe es nicht mehr.


  1. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/hamburg-verwaltungsgericht-kippt-maskenpflicht-beim-joggen-a-d40e7270-c555-460d-952f-1f3906036333
  2. https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-csu-alfred-sauter-millionendeal-1.5238124
  3. https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Ohne-Maske-auf-den-Spielplatz-Gericht-gibt-Vater-recht,corona7120.html
  4. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/ansturm-an-samstag-auf-tuebinger-innenstadt-100.html
  5. DIE ZEIT – No 12 – 18. Mörz 2021 -Seite 9 – „Wir hatten nie einen Lockdown“ Interview mit Audrey Tang

Shallow Work, also anspruchslose Arbeit.

Shallow Work I – Acryl auf Leinwand –
60×60 cm – 3.8.2020

Deep Work – auch manchmal Deepwork – ist ein neuer Modebegriff, der ein Ausmaß höchster Konzentration und fokussierter Arbeit beschreibt, also sich hochkonzentriert einer Aufgabe zu widmen. Zentral ist der Begriff in den Büchern des Informatikers Cal Newport, für den Deep Work eine Arbeitsmethode darstellt, bei der hochkonzentrierte Arbeit für etwa vier Stunden geleistet wird, bei der man nicht unterbrochen und abgelenkt wird.

Das Gegenteil definiert Newport als Shallow Work, also anspruchslose Arbeit, die keine speziellen Fähigkeiten oder Konzentration verlangt, sondern oberflächlich ist, etwa Meetings oder E-Mails verfassen.

Dabei gibt es vier Regeln, wie man in diesen Zustand gelangen kann: Häufiger konzentriert arbeiten. Die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, erhöhen. Ablenkungen eliminieren. Shallow Work minimieren. Man kann demnach trainieren, sich zu fokussieren und sein Arbeitsleben neu organisieren.

Konzentration muss nach diesem Ansatz kontinuierlich geübt werden, um die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern, wobei es an manchen Tagen schwerer fällt als an anderen. (Stangl, 2019).


Verwendete Literatur
Stangl, W. (2019). Stichwort: ‚Deep Work | Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik | Mobile Version‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: https://lexikon.stangl.eu/23770/deep-work-deepwork/ (2019-08-05)