Vor 20 Jahren | Wolfgang Joop im Wolfspelz

Wolfgang Joop
Modedesigner
bei einer Lesung aus seinem autobiografischen Roman  "Im Wolfspelz" in der Buchhandlung Weiland in Hamburg 09.09.03
Wolfgang Joop, Modedesigne, bei seiner Lesung aus seinem autobiografischen Roman „Im Wolfspelz“
in der Buchhandlung Weiland in Hamburg 09.09.03 | Foto:Markus Hansen | Vertrieb: actionpress

Die Buchhandlung war angefüllt mit Menschen, die alle Wolfgang Joop sehen wollten. Das erzeugte sehr viel wärme und eine Intimität. Wolfgang Joop kann sehr gut unterhalten und ließ sich durch nichts stören. Ich saß auf dem Boden vor seinem Tisch und konnte in aller Ruhe meine Bilder machen. Das Motiv – Mann mit Buch – ist jetzt nicht so besonders schwer abzulichten, aber ich war froh, das ich genug Zeit hatte. Das Licht war nicht besonders, ehr das normale Leuchtstoffröhren-Licht, welches in den meisten Buchhandlungen vor sich hin scheint. Das Buch habe ich nie gelesen. Die Stellen, die Joop vorlas, waren aber ganz amüsant und gut vorgetragen. Falls jemand Interesse hat, hier eine Inhaltsangabe.

Der umschwärmte Modezar Wolf, der Welt des Glamours und der Laufstege überdrüssig geworden, entflieht in das freiwillige Exil des Hexenkessels von New York.

Wolf sucht Zerstreuung und neue Ideen, aber umgeben von schönen Menschen, gefallenen Engeln und falschen Freunden wird er immer mehr zu einem stillen Beobachter, der hinter der schrillen Oberfläche der Partys, Clubs und Orgien in einen Abgrund blickt.
Die Personen, die er trifft, erscheinen ihm wie Puppen – leblose, androgyne und exaltierte Hüllen, die zwischen Drogen, Sex und Selbstverliebheit nach einem Rest von Wärme suchen, der nichts kostet – vor allem keine Gefühle.

Überall bleibt Wolf nur Zuschauer und merkwürdig unberührt – bis er eines Nachts auf den geheimnisvollen Josh trifft, der die magischen Worte ausspricht, die Wolf erlösen können auf seiner Suche nach einem Gefährten der Seele…

Im Wolfspelz ist ein schillernder Parforce-Ritt durch die Welt der Schönen und Reichen, Heimatlosen und Getriebenen, die Suche eines Menschen nach einem Halt, einer Orientierung, der Liebe.

Zur Quelle

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„Ich weiß es nicht“ – Musikvideo

Das Cover für das Musikvideo von "Ich weiß es nicht" von mhmedia.de

Eine Erde zu finden, die der unseren recht ähnlich ist, war zum Glück schnell gefunden. Sie hing einfach von der Decke einer Buchhandlung. Es war nur ein kleiner Schubs nötig und sie drehte sich. Für die Aufnahmen für „Ich weiß es nicht“ sind wir wieder viel gereist. Wir heuerten ca. 790 Komparsen an, die entweder einkaufen mussten oder über die Straße gehen sollten. Es war wie in einer Großfamilie. Natürlich bekamen die Leute eine anständige Gage, damit sie bis zum nächsten Job gut über die Runden kommen können. Der Star des Videos ist natürlich der Brückenspringer. Für seinen Einsatz kann ich ihm gar nicht genug danken. Bei den Gesprächen im Vorfeld, sagte ich ihm, „Du musst von der Brücke in den Duoru springen.“ Er sagte nur: „Klar, kein Problem.“ Und er hat es getan. Verrückt.

Alles riskiert für „Ich weiß es nicht“

Dann sind wir noch geflogen, um die Aufnahmen von oben zu bekommen. die Wolken sind ebenfalls verkleidete Komparsen. Der Pilot war ein verrückter Draufgänger. Er roch nach Alkohol und sah völlig übernächtigt aus, als wir am Flughafen ankamen. Er fragte: „Wie hoch wollt ihr?“ und wir sagten: „Über die Wolken, bis über die Wolken!“ Er spuckte sein Kaugummi aus, stieg ein und flog uns bis zu den Wolken. Wahnsinn.

Ich werde oft gefragt, „Wie bekommst Du diesen Comic-Stil hin?“ Wir haben natürlich Spezialsoftware, unsere heißt iMovie – den Namen haben wir mit einem Team von Spezialisten entworfen – und es ist schon jede Menge Rechenpower nötig, um diesen Effekt zu erzielen. Die Entwicklung der Software war sehr langwierig, aber es hat sich gelohnt. Wir arbeiten gerade daran, dass es möglich ist, ein Video nur in Schwarz-Weiß zu drehen. Also ganz ohne Farbe. Da ist gerade eine ganze Abteilung dran, um das zu realisieren. Es könnte sein, dass das nächste Video schon ganz ohne Farbe auskommt. Aber ich möchte jetzt niemanden unter Druck setzen oder Hoffnungen wecken.

Viel Spaß beim Anschauen des Videos.

Den Song, wie auch alle anderen Song von mir gibt es als kostenlosen Download hier.


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Vor 20 Jahren | Olaf Scholz als Partygast

Olaf Scholz / Generalsekretär der SPD und Landesvorsitzende der SPD-Hamburg beim Sommerfest seines Landesverbandes in Hamburg am 23.8.2003
Olaf Scholz / Generalsekretär der SPD und Landesvorsitzende der SPD-Hamburg beim Sommerfest seines Landesverbandes in Hamburg am 23.8.2003 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress

Olaf Scholz als Partygast auf dem Sommerfest der SPD-Hamburg am 23.8.2003. Damals war er noch Parteivorsitzender der Hamburger SPD und der Generalsekretär der SPD. Bei diesem Sommerfest war der Verteidigungsminister Peter Struck als Gastredner anwesend und einige Demonstranten waren ebenfalls zu gegen. Als Innenminister von Hamburg hat Olaf Scholz den Brechmitteleinsatz eingeführt um verschluckte Drogenpäckchen als Beweise zu sichern. Daran verstarb der junge Nigerianer Michael Paul Nwabuisi im UK-Eppendorf im Jahre 2001. Allerdings beendete Scholz den Einsatz nicht und dieser wurde 530 mal von 2001 bis 20061 durchgeführt.

Keine Party ohne ergreifende Reden. Also heben wir den Zeigefinger und bringen alle in die richtige Stimmung.

Quellen

  1. https://taz.de/Hamburger-Folteropfer-Achidi-John/!5797300/
  2. Wikipedia

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„Ich weiß es nicht“ – neuer Song

Ich weiß es nicht - neuer Song auf Soundcloud und hier

oîda ouk eidōs – Ich weiß, dass ich nicht weiß – Sokrates oder Platon – was macht das schon. Klar ist, das wir die elementaren Fragen des Lebens, des Daseins, nicht lösen können und am Ende ohne eine Antwort gehen. Dieser Song gibt ebenfalls keine Antwort, außer der oben zitierten Aussage. Irgendwie scheint das mein Thema zu sein. Das die Existenz so ist wie sie ist und ich mich davon inspiriert aber nicht frustriert fühle.

Der Song wird von der Ukulele, dem Schlagzeug und dem Gesang getragen und ist weniger düster gemeint als er vielleicht erscheint. Auf mein kleiner Ukulelesolo bin ich tatsächlich etwas stolz. Viel Spaß beim anhören.


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Schon wieder ein Video

"Schon wieder" ein Video
Das Cover zum Musikvideo

Schon wieder ein Video und dieses Mal ein minimalistisches Werk. Der Plot wurde lange im Team diskutiert und ich wurde beauftragt Simone Massi anzurufen. Er lud mich ein und ich reiste nach Italien. Dort besprachen wir die Einzelheiten des Projektes und die Sache war abgemacht. Dieses Mal reisten wir mit großem Gepäck nach Marokko und drehten dort zwei Wochen lang Kamelscheiße. Glühende Hitze und überall Sand machten das Unterfangen zu keinem Vergnügen. Als die Bilder im Kasten waren, schickten wir sie per Express nach New York und ließen sie dort aufbereiten. Wir reisten weiter nach Frankreich in die Stadt Royan. Wir bekamen die Genehmigung im „Le Palmyre“ die Affen zu filmen. Und nur ein paar Monate später, war das Video zu „Schon wieder“ fertig.

Bei der Preview in Berlin luden wir ca. 500 Gäste aus allen Bereiche der Kultur ein und die Reaktionen waren alle durchweg positiv. Auch die Geldgeber waren begeistert, hatte das Video doch schon wieder das Budget gesprengt. Aber als sie das Ergebnis sahen, waren viele sofort dabei und fragten nach der nächsten Produktion und ob wir Geld bräuchten oder Ausrüstung. Jeder bekam eine Liste und so kann ich euch allen schon mal vermelden, das nächste Video ist finanziell schon mal abgesichert. Es wird ein Video zu einem älteren Song aus dem Jahre 2021.

Lange Rede und kaum ein wahres Wort, wünsche ich viel Spaß beim anschauen des kleinen Kunstwerkes, das wie immer mit viel Liebe gemacht wurde. Ein kleiner Trost zur Vergänglichkeit des Lebens und zur Grausamkeit des Alltags, der uns alle immer wieder heimsucht. Lasst euch nicht entmutigen und hört euch meine Songs auf Soundcloud an. Ach ja, vergesst nicht den Abo-Knopf zu drücken. Kommentare sind willkommen und auch hier auf dieser Seite dürft ihr gerne etwas schriftliches hinterlassen.


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Heide Simonis ist gestorben

Heide Simonis bei der der Besichtigung einer Brauerei in Marne 2003 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress

Heide Simonis ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Sie war die erste Ministerpräsidentin eines Bundeslandes und ein sehr freundlicher Mensch. Bei jedem Fototermin hatte sie auch ein Ohr für die Wünsche der Fotografen und ließ sich ablichten. Sie regierte neun Jahre in Schleswig-Holstein, bis dann im April 2005 in mehreren Wahldurchgängen die Mehrheit für sie fehlte, weil wahrscheinlich jemand aus ihrer Partei ihr die Zustimmung verweigerte. Es ist nicht bekannt, wer diese Person war. Die geplante Minderheitsregierung kam nicht zustande und es regierte danach die CDU mit Peter-Harry Carstensen.


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Vor 20 Jahren – R.E.M. in Hamburg

R.E.M. in Hamburg - Das Bild zeigt Sänger Michael Stipe mit Sonnenbrille
R.E.M. – Sänger Michael Stipe bei einem Konzert im Volkspark in Hamburg am 1. Juli 2003 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress

Vor 20 Jahren, R.E.M. in Hamburg, die Band meiner fortgeschrittenen Jugendjahre. Es war herrliches Wetter, Michael Stipe posierte sehr freundlich, sehr wahrscheinlich ehr für die Fans als für uns Fotografen, aber wir bekamen alle gute Bilder innerhalb der drei Songs, die für uns angesetzt waren. Die Stimme von Michael Stipe berührt mich immer wieder, wenn ich sie höre und ich würde sie immer wieder heraushören.

Infos zu R.E.M. remhq.com oder auf Wikipedia


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Schon wieder – ein neuer Song

Nachdem ich in meinem Kalender entdeckt habe, dass es jede Woche einen Montag gibt und als ich feststellte, dass sich das jedes Jahr fast 52-mal wiederholt, packte ich meine Koffer um bei einer Arbeiterfamilie am anderen Ende dieses Planeten zu leben. Ich wollte die Routine kennenlernen, den Alltag. Die Sorgen und Nöte der Menschen. In langen Gesprächen mit den Arbeitern wurde mir klar, das sie, wir und ich jede Woche den gleichen Mist abziehen. Krass. In den Hansa-Studios verbrachte ich mehrere Wochen, um den mystischen Sound zu kreieren. Der Rest wurde dann in London aufgenommen und gemastert. Es sollte alles sehr natürlich und einfach klingen, wie im Wohnzimmer einer Arbeiterfamilie. Der Song ist im A-B-A-B Schema komponiert, um die sich wiederholenden Phasen zu symbolisieren. Nicht, weil mir kein weiterer Teil mehr eingefallen ist. Der ewige Tischkalender auf dem Cover steht auf meinem Bösendorfer Flügel in der dritten Etage meines Hauses. Also, schon wieder ein Song und der heißt: SCHON WIEDER. Viel Spaß. ———- „SCHON WIEDER“ UND ANDERE SONGS AUF SOUNDCLOUD HÖREN

Das Cover des Liedes "Schon wieder"

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Theodore John Kaczynski ist frei

Der UNA-Bomber, Theodore John Kaczynski, war mir völlig unbekannt und erst durch die Serie „Manhunt“1 die auf Netflix lief, erfuhr ich von Kaczynski. Nach dem Ende der Serie bestellte ich mir sein Buch „Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft“ und fand dort viel Wahres. Sein Weg, um Aufmerksamkeit zu erreichen, lehne ich kategorisch ab. Menschen zu töten, um eine Idee zu verbreiten war und ist wenig hilfreich und fragwürdig. Doch was er schrieb, war grundsätzlich richtig. 

„63. Es wurden also bestimmte künstliche Bedürfnisse geschaffen, die in die Gruppe zwei fallen, daher bedienen Sie das Bedürfnis nach dem Machtprozess. Es wurden Werbe – und Marketingtechniken entwickelt, die viele Menschen dazu bringen, Dinge zu brauchen, die ihre Großeltern nie wollten oder von denen sie nicht einmal geträumt haben. Es erfordert ernsthafte Anstrengungen, um genug Geld zu verdienen, um diese künstlichen Bedürfnisse zu befriedigen, daher fallen sie in Gruppe zwei (siehe jedoch Absatz 80-82.) Der moderne Mensch muss seine Bedürfnisse nach dem Machtprozess weitgehend durch die Verfolgung der künstlichen Bedürfnisse befriedigen, erschaffen von Werbe – und Marketingbranche, und durch Ersatzaktivitäten.“

3 -Seite 26
Das Bild vom UNA Bomber Theodore John Kaczynski
Theodore John Kaczynski im Gefängnis

Kaczynski2 war verzweifelt. Er wollte gehört werden und niemand hat ihn wahrgenommen.
Die Schlussfolgerung die er daraus zog war völlig falsch, denn durch diese Morde gelang es ihm nur als Mörder – eben als der UNA-Bomber – Bekanntheit zu erreichen und nicht als jemand, der die Gesellschaft verändern möchte.

„96….Nehmen Sie uns (FC) zum Beispiel. Hätten wir nie etwas Gewalttätiges getan und die vorliegenden Schriften einem Verleger vorgelegt, wären sie wahrscheinlich nicht angenommen worden. Wenn sie angenommen und veröffentlicht worden wären, hätten sie wahrscheinlich nicht viele Leser angezogen, denn es macht mir Spaß, die von den Medien verbreitete Unterhaltung zu sehen, als ein nüchtern Auftragsaufsatz zu lesen. Selbst wenn diese Schriften viele Leser gehabt hätten, hätten die meisten dieser Leser bald vergessen, was sie gelesen hatten, da ihre Gedanken von der Masse an Material überschwemmt wurden, welcher die Medien sie aussetzen. Um unsere Botschaft an die Öffentlichkeit zu bringen, mit der Möglichkeit, einen kleinen Eindruck zu hinter lassen, mussten wir Menschen töten.“ .“

3 – Seite 38 | (FC bedeutet Freedom Club)

Sein Manifest wurde gedruckt. In einer bekannten Zeitung mit hoher Auflage. Es verpuffte wie ein Sylvesterknaller und führte dazu, dass er gefasst wurde und dann von 1996 bis zu seinem Tod am 10. Juni 2023 im Gefängnis zu sitzen. Der unnötige Tod seiner Opfer und seine sinnlose Existenz im Hochsicherheitstrakt einer Strafanstalt sind nun das Ergebnis seines Lebens. Seine Geschichte wurde verfilmt und er wurde bekannt, aber eben als Mörder und nicht als freier Philosoph oder Mathematiker. Traurig. 

„ 37. Um also ernsthafte, psychische Probleme zu vermeiden, braucht ein Mensch Ziele, deren Erreichung Anstrengung erfordert und er muss eine vernünftige Erfolgsquote beim erreichen seiner Ziele haben.„

3 | Seite 17

Jetzt ist er frei und findet vielleicht seinen Frieden. Seine Familie behauptet, er hätte Selbstmord begangen. Er litt an einer Krebserkrankung. Sein Manifest ist bei Amazon für 6.06 € zu erwerben, dürfte aber über kurz oder lang genauso vergessen werden wie Ted selbst. Der UNA-Bomber ist ein Teil der Kriminalgeschichte und auch die filtert ihn irgendwann heraus. Er wurde kein Revolutionär und wir sind immer noch im Konsumrausch wie in den 19990 er oder wie in den 1950er Jahren.

„190.  Jede Art von sozialen Konflikt hilft, das System zu destabilisieren, aber man sollte vorsichtig sein, welche Art von Konflikten wir fördern. Die Konfliktlinie sollte zwischen der Masse der Menschen und der Machthaltenden Elite der industriellen Gesellschaft gezogen werden (Politiker, Wissenschaftler, hochrangige Führungskräfte, Regierungsbeamte und so weiter). Sie sollte nicht zwischen den Revolutionären in der Masse des Volkes gezogen werden. Zum Beispiel wäre es eine schlechte Strategie für die Revolutionäre, die Amerikaner für ihre Konsumgewohnheiten zu verurteilten. Stattdessen sollte der Durchschnittsamerikaner als Opfer der Werbe – und Marketingbranche dargestellt werden, was ihn dazu gebracht hat, viel Ramsch zu kaufen, den er nicht braucht und das ist eine sehr schlechte Entschädigung für seine verlorene Freiheit. Beide Ansätze stimmen mit den Fakten überein. Es ist nur eine Frage der Einstellung, ob sie der Werbebranche die Schuld dafür geben, die Öffentlichkeit manipuliert zu haben oder die Öffentlichkeit dafür verantwortlich zu machen, dass sie sich manipulieren lässt. Als eine Strategie sollte man generell vermeiden, die Öffentlichkeit zu beschuldigen.“

3 | Seite 77

Denn das System „Kapitalismus“ setzt den ewigen Konsum für das ewige Wachstum voraus. Eine möglicher Veränderung müsste von unten nach oben bzw. von innen nach außen wachsen.

„104. Viertes Prinzip. Eine neue Art von Gesellschaft kann nicht auf dem Papier entworfen werden, d.h. sie können nicht im Voraus eine neue Form der Gesellschaft planen, sie dann Einrichten und erwarten, dass sie so funktioniert wie sie entworfen wurde.“

3 | Seite 40

„ 189. für diesen letzten Kampf sollten die revolutionäre nicht erwarten, eine Mehrheit der Menschen auf ihre Seite zu haben. Die Geschichte wird von aktiven, entschlossene Minderheiten gemacht, nicht von der Mehrheit, die selten eine klare und konsistente  Vorstellung davon hat, was sie wirklich will.“

3 | Seite 76

Beängstigend, aber leider wahr, ist auch seine Aussage, das Revolutionen von Minderheiten gemacht werden und nicht von Mehrheiten. Das könnte bedeuten, das sich die Demokratie nicht für große Veränderungen – wie der Klimawandel – eignet und sich eine entschlossen Minderheit aufmacht um eine Veränderung herbei zu führen. Ich hoffe, das es nicht die rückwärtsgewandten Idioten sind, die sich ihre eigene Wahrheit aus YouTube-Videos und der BILD-Zeitung zusammen basteln. Ruhe in Frieden, Ted.


  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Manhunt_(Fernsehserie)
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_Kaczynski
  3. Die Zitate stammen aus Theodore John Kaczynski  „Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft“

Song ‚Geld‘: Deutschpop-Kritik an der Macht des Geldes


Ein Song mit sehr viel Kritik am lieben Geld. Nach monatelangen Dreharbeiten in Dublin, Cupertino, Frankfurt, New York und Tokio ist das neue Video vollendet. Der deutsche Popsong heißt „GELD“ und es geht genau darum, um die Kohle. Es ist eine Mischung aus Pop und Polka und ich bedanke mich bei den Banken und den Shareholdern. Bei allen Politikern der letzten 5000 Jahren, die dem Geld zur Weltherrschaft verholfen haben. Ich wünsche viel Spaß und es kostet nichts. Yeah!

Es ist so unglaublich, welche Macht das Geld besitzt. Dieser Song beschreibt viele der Anwendungen und Situationen, in denen man Pinunsen braucht und kritisiert die Reichen. Es gibt immer mehr Milliardäre und diese werden auch noch immer reicher. Selbst wenn überall Krisenstimmung herrscht, Banken pleite gehen und die Börsen Achterbahn fahren, den Reichen fällt das Geld immer wieder in den Schoß. Geld kommt zu Geld.

GELD – Der Song über das Blut des Kapitalismus

Zum Song Geld

Jeder braucht es, dafür morden die Menschen und der, der am meisten hat ist unser Held. Kotz. Nur ein paar Menschen besitzen fast alles. Ich wollte die Tuba als Bass und so reiste ich in das Land der Polkamusik nach Tschechien und suchten einen begabten Tuba-Spieler oder Spielerin, aber ich fand niemanden. Wieder in Deustchaldn traf ich Jutta Keeß und zack war sie dabei. Dann noch etwas Akkordeon und fertig ist das famose Stück. Obwohl ich glaube, es ist kein 2/4 Takt aber wen kümmert das?

Für den Song Geld brauchte ich unbedingt eine Tuba Foto: Markus Hansen
Ein Tuba im Einsatz in Florenz – Foto: Markus Hansen

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