Was macht man nicht alles, um vorne zu bleiben. Wasser aus einer Pfütze trinken? Auf einer Kuh reiten? Im Video zum Song SOCIAL MEDIA STAR macht Yosarrien genau das und mehr. Aber er darf auch mit einer hübschen Frau Salsa tanzen.
Fast Zeitgleich zur Veröffentlichung des Songs kommt das Musikvideo heraus. Wir waren auf dem Markus Platz und dem Roten Platz auf dem Land und oft in der Küche bei Yosarrien zu Hause. Es gab wieder viel Drama beim Dreh.
Yosarrien als Tänzer
Alle wollen ein Selfie mit Yosarrien auf dem Roten Platz
Der Landwirt, der uns die Kuh vermietet hat, wollte nicht, das wir die Kuh gelb anmalen und gegen die grüne Mütze war er auch. Die Szene, in der Yosarrien die anderen Kuh melken sollte, weigerte sich der Mann im gelben Anzug den Euter anzufassen. Die Frau, mit der er Salsa tanzte, wollte er allerdings gar nicht mehr loslassen und möglicherweise gibt es da noch ein juristisches Nachspiel. Hier ist das Video:
Social Media Star | Deutschpop Musikvideo (Satire über Influencer & KI)
Was es noch über den Song zu wissen gibt, habe ich hier zusammengeschmiert. Jetzt alle schön das Video anschauen und mich zu einem Social Media Star machen.
Social Media Star ist online und eigentlich sollte man oder ich nur darüber schreiben, was man oder ich selbst erlebt hat/habe. Aber auch wenn mir der große Erfolg in den sozialen Medien bisher verwehrt geblieben ist, traue ich mich doch, ein paar Klischees zu bemühen.
Ein bisschen Neid ist auch dabei, das muss ich zugeben, aber der hält sich in Grenzen. Denn nichts ist so schnelllebig wie diese Plattformen. Was heute gehypt wird, ist morgen stinklangweilig. Ich sage nur six/seven. Sagt das noch jemand? Ich schrieb also einen Text über das Leben eines Influencers, der sich kaufen lässt und damit gut leben kann. Der seinen Content von der KI erstellen lässt, wie Politiker ihre Reden und manch ein Präsident dumme Bilder von sich für seine eigene Plattform.
Das Cover zu Social Media Star von Markus Hansen
Was spielt die Trompete?
Es beginnt mit der Ukulele, gedoppelt und Gesang. Dann eine Grunge Ukulele, gedoppelt, Klavier ist dabei und dann kommt diese Trompete, die irgendwas spielt. Dorisch, Ionisch oder Hypomixolydisch? Wer weiß das schon. Aber es passt gut in den Song hinein. auch dieser Song nahm seinen Anfang in einer Akkordfolge, die mir beim Üben der Ukulele eingefallen ist. Der Rest musste wieder beim Einspielen dazu kommen. So arbeiten Profis nun mal.
Dann kam Claude
Um für Soundcloud eine Beschreibung zu erstellen, benutze ich gerne Claude. Nun gab ich diesem KI-Wurm den Text und bevor ich noch schreiben konnte, was ich eigentlich wollte, bekam ich eine gepfefferte Kritik an meinem Text. Bitteschön:
Was mich stört
Die Angeberei dauert zu lang. Strophe 1 und 2 sagen im Kern dasselbe: Ich bin erfolgreich, alle lieben mich. Die Pointe (alles ist KI und Faulheit) kommt erst ab Strophe 3. Bei 100 BPM wird das schnell zäh. Überlege, die Ironie früher anzudeuten, zum Beispiel mit einer Zeile in Strophe 2, die schon nicht ganz passt.
Ein paar Zeilen sind schwach oder klischeehaft. „Jede Scheiße funktioniert“, „was ich berühre wird zu Gold“ und „Für ihren dummen Scheiß“ sind erwartbar. „Scheiße“ und „Scheiß“ kommen zweimal so nah beieinander vor, und das wirkt eher wie ein Lückenfüller als wie Absicht. „Die Firmen reißen sich um mich“ ist auch abgegriffen.
Die Struktur ist unklar. Ich sehe keinen echten Refrain. „Für mich geht es stets nach oben“ und „Von mir gibt es jeden Tag etwas Neues“ sind die Kandidaten, aber der Text hat keine wiederkehrende Zeile, die hängen bleibt. Für Deutschpop ist das ein Problem: „Ich bin ein Social Media Star“ oder „Ich bin ein super Star“ müsste der Hook sein und öfter kommen, nicht nur am Ende der Strophen.
Reime und Rhythmus holpern an einigen Stellen.
„Michel Jackson“ muss „Michael Jackson“ heißen, und der Name passt rhythmisch schlecht zu „Queen“.
„Weil ich wirklich faul bin / Macht mein Content die KI“ ist metrisch unrund.
„Ist die reinste Ironie“ reimt sich auf „KI“, aber die Betonung stimmt nicht.
„denn ich muss kaum etwas tun / … ausruhen“ reimt nur ungefähr.
Der KI-Teil wirkt angeklebt. „KI Agenten kennen jeden Trick, sie schleichen sich überall ein“ wechselt die Perspektive vom Ich zu einer allgemeinen Beobachtung. Das ist ein Bruch, und die Zeile gehört eher in eine Bridge oder müsste zum Ich zurückgeführt werden.
Der Schluss ist zu brav. „Glücklich und zufrieden, schrecklich reich und dankbar“ ist okay, aber die stärkste Wirkung hätte ein Schluss, der die Ironie noch einmal zuspitzt, etwa dass der Star gar nicht merkt, dass es seine KI ist, die gefeiert wird.
Danach folgte ein feiner Austausch zwischen mir und einer blinden und tauben KI. Aber vielleicht hat Claude ja recht.
Bin ich böse? Bin ich arrogant? Nein. Ich bin frustriert. So viele Menschen, die alles besser wissen und sich berufen fühlen dazu Videos zu machen oder ganze Kanäle damit zu füllen. „Du machst das falsch“, „mach dies und der wirst Erfolg habe“n, Blablabla. Wie existieren wir in den sozialen Medien? Das, was die meisten interessiert, sind sie selbst und wie sie viel Geld verdienen können. Abgesehen von der Entwicklung junger Gehirne durch Shorts und Co, ist auch der latente Zwang und die fiese Hoffnung in den sozialen Medien zu posten. Ist es ebenfalls frustrierend, wenn ich mir was überlege, es umsetzte und das fertige Video online Stelle und dann wurde das ganze Ding nur drei Mal angeschaut. Es kann natürlich auch alles langweiliger Murks sein. Ohne Frage.
Wenn aber eine Frau sich im Taxi Nasenspray in die Nase pfeffert und fragt, wer noch krank ist, dann bekommt sie Tausende von Likes und Kommentaren? Abgesehen von Frauen in Bikini oder weniger Textilien.
Likes und Abonnenten als Maßstab für die Wichtigkeit und den Erfolg eines Menschen? Möglicherweise ist das die Zukunft. Erfolg bei TikTok macht dich zum weisen Menschen.
Mein neues Lied „Like mich!“ hat das ganze irgendwie zum Thema und ich versuche mich daran zu orientieren.
Das Cover zum Song : LIKE MICH!
LIKE MICH! | Der Social Media Algorithmus Song (Deutscher Pop / KI Musikvideo)
Ich brauche die Leute, die sich das anhören und ansehen, anderseits ist mir der ganze Aufwand und das, was zurückkommt zu wenig bzw. egal. Irgendwie. Ohne Aufmerksamkeit und Anerkennung ist das alles auch irgendwie Mist. Also schrieb ich diesen Text:
Schau mich an, nur das zählt, ich poste nur für dich. Like mich, leck mich, folge, abonniere mich. Schreib mir was du denkst, das interessiert mich —— nicht.
Scroll nicht weiter, bleibe dran, es gibt so viel zu sehen. Views, Daumen, Likes, sei nicht zu bequem. Schreib mir was du meinst, das interessiert mich —— überhaupt nicht
Refrain: Offline ist das wahre Leben sagen sie auf Instagram, existiere ich wirklich wenn mich keiner likt? Shorts fressen dein Gehirn, sagen sie auf YouTube, leben ohne Abonnenten wird dort nicht gezeigt.
Dem Algorithmus ist´s egal, er sagt was wirklich geht. Mein Content ist mega geil, was sich von selbst versteht. Schreib mir was du willst, das interessiert mich —— so gar nicht
Jeder Mist ist für euch Gold, ihr seit so wunderbar. Ich bin bald reich, dann höre ich auf. Vielleicht im nächsten Jahr. ihr schreibt mir so viel Zeug, das lese ich alles —— niemals.
Offline ist das wahre Leben sagen sie auf Instagram, existiere ich wirklich wenn mich keiner likt? Shorts fressen dein Gehirn, sagen sie auf YouTube, leben ohne Abonnenten wird dort nicht gezeigt.
Bleib dran, ich zeig dir was du magst. Bleib dran, egal wo nach du fragst. Hier ist alles was du willst. Nur hier bist du voll gechillt.
Offline ist das wahre Leben sagen sie auf Instagram, existiere ich wirklich wenn mich keiner likt? Shorts fressen dein Gehirn, sagen sie auf YouTube, leben ohne Abonnenten wird dort nicht gezeigt.
130 BPM zwischen 80er-Vibes und Frust
Ich wollte etwas Schnelles machen, Tage zuvor habe ich eine Dokumentation über Jimmy Sumerville gesehen und „Small Town Boy“ wieder entdeckt. Die Musik aus den 1980ern ist eben wirklich gut. Also Synthesizer, Arpeggiator und 130 BPM. Ein weibliche KI-Stimme ist noch zu hören und meine Ukulele, in der Verkleidung einer E-Gitarre. Der Gesang ist atemlos. Besonders beim Refrain war ich am Ende meiner Luft, aber das passt ja auch zu dem ganzen Sozialen-Medien-Gedöns. Der alte Prophet–5 musste natürlich aus dem feuchten Keller geholt werden, um etwas 80er Jahre Flair einzubauen. Sogar ein altes Klavier ist dabei. Am Ende ist meiner Meinung nach etwas tanzbares dabei heraus gekommen. Falls jemand auf den Text achten würde, wäre ich froh.
Wie GROK eine eigenartige Figur zum Leben erweckte
Ich erzeugte eine eigenartige Figur mit GROK und ließ diese Figur dann in verschiedenen Szenen zum Leben erwecken. Die Einfachheit ist erschreckend. Ich habe über 80 Schnipsel gepromtet um das Video zu machen, oft kommt wahrlich krudes Zeug dabei heraus. Ich musste nicht um die halbe Welt reisen, sondern machte Home-Office. Das ist mein 36. Musikvideo und dank KI sieht es ziemlich gut aus. Trotzdem: Böse KI!
Eine famose Idee zur Lösung unseres Rentenproblems – neben einer effektiven und realistischen Erbschafts- und Vermögenssteuer.
Wenn jeder Rentner sich einen YouTube-Kanal zulegt und andere Rentner diesen Kanal abonnieren und ebenfalls einen Kanal haben, dann hat jeder Kanal vielleicht 1,5 Millionen Abonnenten oder noch mehr.
Die Senioren schauen sich das Zeug der anderen dann Vormittags an, damit ordentlich viele Views (2 Millionen im Monat) zustande kommen, liken das Ganze und teilen es noch mit einfach jedem, den sie kennen. Jeder Rentner könnte dann mit 3.000-8.000 Euro im Monat rechnen – nur durch die Werbung. Das Rentenproblem wäre damit aus der Welt geschafft. Bezahlen würde YouTube mit dem Geld, das die Werbeheinis zahlen und damit die großen Konzerne, die so ungern Steuern zahlen. WINWINWIN.
Rentner in der Armutsfalle gibt es nicht mehr und das alles ohne großen Aufwand | Foto: Markus Hansen
Zwei, dreimal die Woche oder am besten jeden Tag sollte gepostet werden. Die Qualität ist zweitrangig, bei dem Mist, der im Fernsehen, bei YouTube oder TikTok läuft, ist der Anspruch nicht hoch oder wichtig. Es muss nicht Zach King sein, Millionen Views reichen völlig aus. Ein paar spontane Beispiele:
am Küchentisch Butterkuchen mit Sahne essen
seine Fische im Aquarium füttern
Rasen mähen
etwas Backen oder kochen
Für gehobene Ansprüche kann sich der erzählerisch begabte Senior oder die Seniorin in einen Ohrensessel schwingen und von früher erzählen. Damit könnte man später die Geschichten transkribieren und als Buch verkaufen – noch mehr Geld. Wer es alleine nicht schafft, kann ja auch einen Livestream vom Stammtisch oder Shanty-Chor bringen. Von dem verdienten Geld können sich die Senior-Creator schöne Reisen leisten und schon gibt es wieder Content.
Die Technik spielt den Senioren ebenfalls in die Hände, es gibt schon so kleine Kameras, die man sich um den Hals hängen kann oder an die Bluse und fertig ist der Beitrag. Das Schneiden und Beschriften übernimmt die KI. Durch das viele Geld geben die reichen Rentner und Rentnerinnen mehr aus und retten damit die stagnierende Wirtschaft.
Die Alten übernehmen
Der monotone Blick der Werbewirtschaft auf die 14-49-Jährigen ist veraltet. Den Senioren gehört die Zukunft. Denn um und bei 20 Millionen Rentner könnte es 2030 in Deutschland geben. Knapp 40 Millionen Erwerbstätige müssen dann für die Rentner sorgen. Junge Menschen werden seltener, die 10-18-Jährigen tummeln sich bei 5,4 Millionen. Es kommt noch schlimmer:
Die Anzahl der Erwachsenen im Erwerbsalter (18 bis 64 Jahre) sinkt sehr deutlich von 50,5 Mio. auf 44,5 Mio. (- 5,9 Mio. bzw. – 11,8 %). Hierbei sinkt die Anzahl der jüngeren Erwachsenen (18 bis 44 Jahre) mit 13,6 % stärker als die Gruppe der 45- bis 64-Jährigen (- 9,6 %). 2
Von allem immer weniger, nur von den Alten gibt es immer mehr, da ist es nur folgerichtig, dass die Senioren und Seniorinnen das selbst in die Hand nehmen.
Es würden sich neue Aufgaben für die Altenpflege eröffnen. Weg von der Bettpfanne hin zum Content Creator in der Seniorenresidenz, dem Social-Media-Pfleger und was da noch alles dran hängt. Den Rentnern dieses Feld nahezubringen, könnte ein Aufschwung für die Weiterbildung-Szene sein. Kein Kurs mehr in Töpfern oder einen Vortrag über Sturzprophylaxe. Es gibt Final Cut Pro für Oma und Opa oder Movie Maker für Silberlocken. Altenheime können attraktiver werden, mit eigenen Studios und Schnittplätzen und würden damit indirekt auch noch mehr verdienen. Reiche Bewohner ergeben höhere Preise. Auch die Pflege an sich wäre besser, denn wo Geld ist, da gibt es kein stundenlanges Warten auf einen Pfleger oder Pflegerin in seinen eigenen Exkrementen – da ist Service.
Nachdem ich dieses Problem also gelöst habe und demnächst den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften entgegennehmen kann, suche ich nach einer Lösung für die Dummheit meiner Spezies oder wie und warum der Mülleimer immer so schnell voll ist.
Ich werde oft gefragt, wie ich so erfolgreich auf YouTube geworden bin? Die Antwort ist etwas länger. Zuerst habe ich mir den Algorithmus von YouTube geholt. Den gibt es unter Einstellung, dann ganz nach unten scrollen, dann den Punkt Service anklicken. Dort muss man einen Haken bei Jaja setzen und dann im folgenden Dialog die 34726 Fragen beantworten. Nachdem man dann seine Kreditkartennummer eingetragen hat, bekommt man eine verschlüsselte Mail und da ist dann der Algorithmus drin. Den Quellcode muss man dann ausdrucken und wieder Einscannen, …
Aber wirklich erfolgreich auf YouTube wird man erst durch Inhalte und als ich mir viele von diesen Shorts angesehen habe, dachte ich mir: Boah ist das bekloppt. Frauen in Bikini, Tiere in Not, Tiere mit Baby, Baustellenvideos, Heimwerker, Autounfälle, Überschwemmung, Waldbrand und was sonst noch alles. Das wollte ich auch.
Meine Serie heißt: Shorts fressen dein Gehirn. Bei meinen Shorts muss nachgedacht werden, wenn auch nur kurz. Hier geht es zu den Shorts.
En kleine Auswahl meiner Videos
Shorts sind schlimm
Das ganze ist ernst gemeint und ich mache mir tatsächlich Sorgen. Wenn die kleinen halbgaren Gehirne unserer Jüngsten nach 15 Sekunden schon gelangweilt sind, was bedeutet das für den Rest der Kultur?
Für ihren noch nicht endgültig entwickeltes Frontalhirn ist es also einfacher, kurze, ansprechende Videos zu konsumieren als z.B. ein Buch zu lesen. Mit dem Konsum von TikTok-Inhalten trainieren wir unser Gehirn auf einen ständigen, schnellen Wechsel und bringen uns damit selbst bei, dass es weniger notwendig ist, unsere Aufmerksamkeit langfristig aufrechterhalten zu müssen.
Fasst irgendwer den Zauberberg von Thomas Mann in einem 15 Sekunden Video zusammen? Ich vermische hier TikTok-Videos mit Shorts, denn für mich ist es ähnlich oder dasselbe, denn es geht um kurze Videos, die schon vor der letzten Sekunde wieder vergessen werden. Was muss ein Lehrer für Skills erlernen, um seinen Schülern noch etwa beizubringen, was länger braucht als die Zeitspanne eines Shorts?
Möglicherweise sind meine normalen Videos einfach nur schlecht und langweilig, aber die Zahlen sind schon bemerkenswert. Kaum jemand schaut sich meine Meisterwerke an, bei den Shorts ist das etwas anders. Über eine zweistellige Zahl bei meinen Musikvideos bin ich schon froh. Bei den Shorts sind es oft fast Tausend und einmal sogar fast 4500 Views. Ob sie schlecht sind und/oder öde ist gar nicht der Punkt, sie sind auch noch zu lang.
Natürlich gehen sie auch einfach in der Masse unter, denn es werden pro Stunde 30.000 Stunden YouTube Videos hochgeladen. Bei TikTok sagt der Google AI-Overview, das es 34 Millionen Videos Täglich sind. Wer hat die Zeit?
Ich gebe mir Mühe
Das stimmt, denn jedes Video wird mit selbst gezimmerter Musik untermalt und dann auf meinem iPad und Final Cut Pro mit den kniffeligen Aufgaben oder Aussagen beschriftet. Aber bringen tut das alles nichts. Es gibt nicht mehr Besucher auf meiner Webseite, auch keine neuen Abonnenten und vom Geld ganz zu schweigen.
Bei YouTube braucht man eine utopisch hohe Zahl von Abonnenten und noch viel mehr Wiedergabezeit um in ein Programm aufgenommen zu werden, damit man Geld verdienen kann. Aber die brüsten sich mit der Zahl der Videos – also auch meiner – um ihre Werbekunden zu ködern. Die Masse verdient nichts aber die Masse macht es attraktiv und so verdienen Herr YouTube und Frau TikTok jede Menge Kohle.
Irgendwann erfindet jemand eine App, auf der die Videos nur 5 Sekunden lang sind und nach dem Betrachten verwandeln sie sich in Bitcoin für den Entwickler und die Werbekunden. Den Artikel hat doch auch wieder keine bis zum Ende gelesen, deswegen brauch eich auch kein
Weitere Beiträge gibt es auf der Blog-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Vielen Dank.
Schon wieder ein Video und dieses Mal ein minimalistisches Werk. Der Plot wurde lange im Team diskutiert und ich wurde beauftragt Simone Massi anzurufen. Er lud mich ein und ich reiste nach Italien. Dort besprachen wir die Einzelheiten des Projektes und die Sache war abgemacht. Dieses Mal reisten wir mit großem Gepäck nach Marokko und drehten dort zwei Wochen lang Kamelscheiße. Glühende Hitze und überall Sand machten das Unterfangen zu keinem Vergnügen. Als die Bilder im Kasten waren, schickten wir sie per Express nach New York und ließen sie dort aufbereiten. Wir reisten weiter nach Frankreich in die Stadt Royan. Wir bekamen die Genehmigung im „Le Palmyre“ die Affen zu filmen. Und nur ein paar Monate später, war das Video zu „Schon wieder“ fertig.
Bei der Preview in Berlin luden wir ca. 500 Gäste aus allen Bereiche der Kultur ein und die Reaktionen waren alle durchweg positiv. Auch die Geldgeber waren begeistert, hatte das Video doch schon wieder das Budget gesprengt. Aber als sie das Ergebnis sahen, waren viele sofort dabei und fragten nach der nächsten Produktion und ob wir Geld bräuchten oder Ausrüstung. Jeder bekam eine Liste und so kann ich euch allen schon mal vermelden, das nächste Video ist finanziell schon mal abgesichert. Es wird ein Video zu einem älteren Song aus dem Jahre 2021.
Lange Rede und kaum ein wahres Wort, wünsche ich viel Spaß beim anschauen des kleinen Kunstwerkes, das wie immer mit viel Liebe gemacht wurde. Ein kleiner Trost zur Vergänglichkeit des Lebens und zur Grausamkeit des Alltags, der uns alle immer wieder heimsucht. Lasst euch nicht entmutigen und hört euch meine Songs auf Soundcloud an. Ach ja, vergesst nicht den Abo-Knopf zu drücken. Kommentare sind willkommen und auch hier auf dieser Seite dürft ihr gerne etwas schriftliches hinterlassen.
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Ein Song mit sehr viel Kritik am lieben Geld. Nach monatelangen Dreharbeiten in Dublin, Cupertino, Frankfurt, New York und Tokio ist das neue Video vollendet. Der deutsche Popsong heißt „GELD“ und es geht genau darum, um die Kohle. Es ist eine Mischung aus Pop und Polka und ich bedanke mich bei den Banken und den Shareholdern. Bei allen Politikern der letzten 5000 Jahren, die dem Geld zur Weltherrschaft verholfen haben. Ich wünsche viel Spaß und es kostet nichts. Yeah!
Es ist so unglaublich, welche Macht das Geld besitzt. Dieser Song beschreibt viele der Anwendungen und Situationen, in denen man Pinunsen braucht und kritisiert die Reichen. Es gibt immer mehr Milliardäre und diese werden auch noch immer reicher. Selbst wenn überall Krisenstimmung herrscht, Banken pleite gehen und die Börsen Achterbahn fahren, den Reichen fällt das Geld immer wieder in den Schoß. Geld kommt zu Geld.
GELD – Der Song über das Blut des Kapitalismus
Zum Song Geld
Jeder braucht es, dafür morden die Menschen und der, der am meisten hat ist unser Held. Kotz. Nur ein paar Menschen besitzen fast alles. Ich wollte die Tuba als Bass und so reiste ich in das Land der Polkamusik nach Tschechien und suchten einen begabten Tuba-Spieler oder Spielerin, aber ich fand niemanden. Wieder in Deustchaldn traf ich Jutta Keeß und zack war sie dabei. Dann noch etwas Akkordeon und fertig ist das famose Stück. Obwohl ich glaube, es ist kein 2/4 Takt aber wen kümmert das?
Ein Tuba im Einsatz in Florenz – Foto: Markus Hansen
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