Miniserie: Krieg

Für die meisten Menschen, oder für viele, ist der Krieg meistens woanders und weit weg. Ich gehöre zu der Generation, die noch keinen Krieg am eigenen Leib miterlebt habe. Zum Glück und ich hoffe, das bleibt auch so. Für mich und für viele andere auch ist das Geschehen weit entfernt, betrifft immer die anderen und ist abstrakt. Über dieses Thema habe ich Bücher gelesen, zum Beispiel „Im Westen nichts Neues“ und „Durchbruch bei Stalingrad“ und Filme gesehen, aber das ist bei weitem nicht das Gleiche.

Hier sind nun vier kleine Blätter aus der Miniserie Krieg mit den Titeln: Feuer, Front, Soldat im Regen und Unterstand, die sich mit dem für mich abstrakten Thema Krieg beschäftigen. Ich wünsche mir, dass alle Kriege so schnell wie möglich beendet werden. Menschen wie Putin, die tausende Opfer zu verantworten haben vor Gericht gestellt werden und das die folgende Maxime für immer gilt: nie wieder Krieg.


Oben KRIEG – Feuer, Front
Unten: Soldat im Regen und Unterstand
17×24 cm | Acryl auf Papier | 2/2024


Krieg ist abstrakt

Der Krieg ist so alt wie die Menschheit und das ist genauso traurig wie es sich liest. Denn ob es um Land oder um Religion geht, kein Mensch sollte für solche Gründe sein Leben lassen müssen. In dem Buch „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman schreibt er, dass Menschen gar nicht so gerne auf andere Menschen schießen würden, sie würden zu hoch zielen oder gar nicht erst abdrücken. Das sei auch der Grund für die Entwicklung von Waffen, die aus großer Entfernung töten könnten. Heute haben wir mit den unbemannten Drohnen das absolute Mordinstrument vor uns. Wie bei einem Computerspiel sitzt irgendwo in irgendeinem Hinterzimmer ein Mensch und tötet Menschen ohne jeglichen Kontakt zum eigentlichen Geschehen. Besser geht es gar nicht. Ein Trauerspiel und absolut abstrakt. Deshalb glaube ich auch, dass dieses Thema mit abstrakten Bildern am treffendsten beschrieben wird.


Weitere Bilder gibt es auf der Malerei-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.

Werbung? Was soll das noch bringen?

Durch einen geheimen Algorithmus von YouTube habe ich die „McDonalds. Die Insider “-Doku vorgeschlagen bekommen und angesehen. Vieles davon ist absurd und verrückt. Dann ging es um das Marketing und wie aufwendig die Burger für die Werbefotos vorbereitet werden. Daraufhin kam der obligatorische Vergleich des Werbefotos und dem, was wir aus der Verpackung ziehen. „Ernsthaft“, habe ich gedacht. Wer ist denn noch so naiv und glaubt einem Werbefoto?

Hübsche junge Frauen und Männer mit durchtrainierten Körpern machen Werbung für Bier oder Schokolade. Bei jeder Tiefkühlpizza können wir das Foto der Verpackung sofort mit dem realen Bild auf dem Teller vergleichen und sind desillusioniert. Noch realitätsferner sind nur noch Dosensuppen. Auf meiner Verpackung für 10 Eier steht, dass diese Klimaneutral sind und ich bin mir vielleicht sicher, dass ich es möglicherweise glauben könnte. Diese ganzen Markting-Gags beleidigen jeden, der eine Chips-Tüte aufmachen kann. Glaubt wirklich noch jemand, das es sich dabei um die Wahrheit handelt? Oder auch nur um einen kleinen Bruchteil von Wahrheit? Mein liebstes Beispiel zurzeit ist der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Reinste Realsatire.

Werbung zur Klimaneutralität ist gerade der Trend, aber eben ich nicht mehr.
Foto: Markus Hansen
Wer es glaubt wird selig. Greenwashing oder einfach nur Augenwischerei auf einem Eierkarton | Foto: Markus Hansen

Geld für Werbung? Für den Glauben.

Das absurde System hält sich selbst am Laufen. Die Werbetreibenden berichten den Unternehmen in schönen farbigen Bildchen und Charts, wie erfolgreich ihre kreative Höchstleistung war. So schleicht sich dieses Axiom langsam durch die Hierarchie bis ganz nach oben. Dort angekommen erklärt der CEO dann nach unten: „Weiter so.“, und dann geht es wieder von vorne los. Das ganze erinnert an des „Kaisers neue Kleider“, nur intelligente Menschen können den Erfolg der Werbung erkennen.

Die Milliarden, die Facebook und Google besitzen, haben sich angehäuft, weil Unternehmen jede Menge Hoffnung in Form von Werbung auf uns niederprasseln lassen. Facebook lebt wie ein Parasit von den Ausdünstungen seiner Mitglieder gepaart mit deren Daten und Google sucht in den Mülldeponien des Internets nach den gewünschten Inhalten. Hier kommen die Top 6 Suchbegriffe aus dem Jahre 2021: Amazon, YouTube, Bild, Übersetzer, Facebook und Wetter. (1) Sie verkaufen den Glauben, dass mehr Werbung noch mehr Umsatz und damit noch mehr Gewinn generiert. Aber ist das wirklich so?

Was bringt Werbung?

Wenn ich die ZEIT durcharbeite, achte ich nicht auf die Werbeanzeigen. Wenn ich fern sehe – eher Netflix, also ohne nervige Unterbrechungen – gehe ich beim Werbeblock auf die Toilette. Auf Webseiten schaue ich nicht auf die Anzeigen. Prospekte in meinem Briefkasten landen im Altpapier. Werbeplakate nehme ich gar nicht mehr wahr. Anzeigen in der App WortGuru zum Beispiel machen mich eher wütend und ich drehe das Handy um. Sobald das Symbol zum Überspringen der Werbung erscheint, drücke ich darauf.

„Professor Steve Levitt von der University of Chicago wurde von einem Unternehmen, das jährlich fast eine Milliarde Dollar pro Jahr für Werbung ausgibt, um Hilfe gebeten. Man wisse nicht(!), ob die Werbung funktioniere oder nicht. Levitt fand einen Testmarkt, in dem die Zeitungswerbung vier Wochen lang ausgesetzt wurde. Das Ergebnis: Es hatte nicht den geringsten Effekt auf den Umsatz. Die Werbung schien also wirkungslos zu sein. Prof. Anna Tuchman von der Northwestern University Kellog School of Management befasst sich seit Jahren mit der Werbewirkung von TV-Kampagnen. Sie wertete in einer Meta-Studie 288 Marken aus, die im Fernsehen warben und kam zum Ergebnis, dass eine unmittelbare Kausalität zwischen TV-Werbung und Umsatz der beworbenen Marken wissenschaftlich nicht nachweisbar sei.“ (2)

Dass Werbung nicht mehr den Nutzen hat oder noch nie hatte, wie vielleicht irgendwann einmal, ist also bekannt. Wissenschaftlich untermauert und trotzdem werden wir auf jede erdenkbare Weise mit Werbung belästigt. Im Radio, auf Webseiten, im Bus, in der Bahn, auf Straßen und Plätzen, in Zeitschriften und Zeitungen, bei Sportereignissen und wo sonst noch überall. 

„Die Werbeausgaben des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble lagen im Jahr 2022 in Deutschland bei rund 1,47 Milliarden Euro. Hierunter fallen zum Beispiel Marken wie Gillette, Oral-B oder auch Wick. Somit handelt es sich um den Werbungtreibenden mit den höchsten Werbeinvestitionen innerhalb dieses Zeitraums. Mit rund 698,1 Millionen Euro Werbeausgaben folgt der Süßwarenhersteller Ferrero und dahinter das Discounterunternehmen Lidl. Auf dem vierten Platz lag der E-Commerce-Gigant Amazon.“ (3)

Einige steigern ihre sinnfreien Ausgaben auch noch:

„Im Jahr 2021 lagen die Bruttowerbeaufwendungen von McDonald’s in Deutschland laut Nielsen Media Research bei rund 190,2 Millionen Euro. Damit sind die Aufwendungen der Fast-Food-Kette im Vergleich zum Vorjahr um knapp 24 Millionen Euro gestiegen.“ (4)

Das viele Geld hätte sich auch gut auf dem Konto der Menschen gemacht, die in den unteren Gehaltetagen für diese Firmen arbeiten. Stattdessen fliegt der Amazon-Gründer Bezos lieber ins Weltall. Werbung will auch Vertrauen schaffen und ich würde mir wünschen, dass dieses als neues Ziel ausgerufen werden würde. Zum einen: weniger ist mehr und zum anderen: Wahrhaftigkeit.

Ein grünes Image dank Werbung

Besonders eklatant fällt das mit der Wahrhaftigkeit nicht nur bei Faltencremes auf, sondern bei dem sogenannten Greenwashing. Viele Unternehmen möchten zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen und pflastern ihre Produkte mit Labels und Versprechen zu, wie sonst nur Overalls von Formel-1-Piloten. Wenn dann genau hingesehen wird, dann wird meistens nur Geld bezahlt, um sich CO2 Zertifikate zu kaufen oder ein Wald aufgeforstet, wo schon längst ein gesunder Wald steht oder es werden Millionen Bäume gepflanzt im Lummerland. 

Dass der Kinderriegel Milchkammern hat oder Nutella zu einem gesunden Frühstück gehört, geschenkt. Aber es ist an der Zeit, sich diesem aus dem Ruder gelaufenen Werbewahn zu stellen. So wie zu viel Antibiotika zu einer Resistenz führen kann, so wird zu viel Werbung zu weniger Aufmerksamkeit führen und sich einfach nur totlaufen. Ein Unternehmen, das seine Angestellten fair bezahlt, Herr Bezos, bekommt sehr viel kostenlose Werbung. Ein Unternehmen, dessen Produkte tatsächlich umweltfreundlich hergestellt werden, bekommt Kunden, die dieses Produkt weiterempfehlen. 

Die Werbung sorgt angeblich für eine Medienvielfalt, da sich viele Zeitungen, Zeitschriften und Radiosender dadurch finanzieren, aber sind diese Medien nicht in der Hand von einigen wenigen? Funke Medien Gruppe, Springer, Burda, Bertelsmann und Co besitzen doch den Mainstream und ob das am Ende Vielfalt ist, wenn überall das Gleiche steht oder gesagt wird, wage ich zu bezweifeln. Es gibt zahlreiche Apps, die Werbung beinhaltet, die von einem Spiel unterbrochen wird und nicht umgekehrt.

“Tuchman geht sogar einen Schritt weiter und behauptet, dass die meisten der beobachteten Marken zu viel in Werbung investierten und dadurch ein negativer Return-on-Investment (ROI) entstünde. Sie täten besser daran, ihre Werbespendings zu kürzen. Die Erforschung des ROI zeige, dass die Wirksamkeit von TV-Kampagnen im Vergleich zu bisherigen Annahmen um das 15- bis 20-fache überschätzt würde.“ (2)

Was nun?

Ich mag das Abo-Modell nicht, mit dem viele Software-Hersteller gerade versuchen am Leben zu bleiben, aber vielleicht ist das die Lösung. Ich bin Realist und bezweifle, dass auch nur irgendeiner der Beteiligten dieses System ändern möchte. Die Spackos von Jung von Matt und Co werden ganz bestimmt weiterhin ihre überteuerten Kreationen an die gut zahlenden Kunden verkaufen. Fernsehsender werden auch nicht aufhören, ihre Einnahmen steigern zu wollen, um geplagte Werbopfer zu entlasten. Obwohl einige von diesen Sendern schon einen Abopreis bekommen, und zwar viel mehr, als Netflix von mir bekommt. Am Ende dieser ganzen Worte bleibt sehr wahrscheinlich alles wie es ist und wir werden weiter belogen und verarscht. Ich werde diesen Artikel auf X bewerben und hoffen, dass ihn jemand liest und liked. Schon krank das Ganze.


Quellen

  1. https://www.semrush.com/blog/de/top-google-suchanfragen/
  2. https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/werbesprech-wirkt-werbung-ueberhaupt-nicht-oder-nur-falsch/26962092.html
  3. https://de.statista.com/prognosen/164632/groesste-werbungtreibende-nach-werbeausgaben-2010
  4. https://de.statista.com/prognosen/1173959/bruttowerbeaufwendungen-von-mcdonalds#:~:text=Im%20Jahr%202021%20lagen%20die,knapp%2024%20Millionen%20Euro%20gestiegen.

Alles drin – neuer Song

Es ist alles drin, überall und jeder Zeit. Du gehst noch schnell mal Milch holen und nimmst eine Abkürzung. Es kann sein, dass gar nichts passiert. Es kann sein, dass Du einen Hund im Teich siehst, der um sein Leben kämpft, du rettest den Hund und nach dem Du am Ufer angekommen bist, kommt die Besitzerin auf dich zu und dankt dir und zack drei Monate später bist du mit ihr verheiratet. Möglich ist aber auch, dass ein mieser Kerl daherkommen, dich überfällt und schwer verletzt. Darum geht es in dem neuen Song ALLES DRIN.

Die Möglichkeiten sind endlos und man sollte gar nicht darüber nachdenken, was alles passieren kann, wenn man das Bett oder noch schlimmer, das Haus verlässt. Die Anzahl der schlechten Nachrichten tun ihr übriges dazu. Panikattacken sind weit verbreitet und vielleicht ist das ja auch nur so, weil diese Menschen sich der absurden Gefahr bewusst sind, die jederzeit zuschlagen kann. Genug davon, hier ist ALLES DRIN:

Das Cover von ALLES DRIN von mhemdia.de

Alles drin – der Song

Ich wollte einen schnellen Song machen. Elektronisch. Mit vielen Geräuschen und eigenartigen Sounds. Was ist dafür besser geeignet als ein Moog Synthesizer? Ich rief also Joe Richardson an und erzählte ihm von meinem Vorhaben und er war begeistert. Ich bekam einige Moog´s geliefert und der Spaß konnte losgehen. Es wurde wieder nächtelang an den Sounds gefeilt. Hier noch die Cutoff Frequenz verändert, da noch einen Oscillator von Sägezahn auf Rechteck gestellt und die Modulation variiert. Das Mastering wurde in Mailand erledigt und wir waren alle sehr zufrieden. Da war alles drin.

Für den Vers war schnell alles gefunden, aber der Refrain brauchte seine Zeit und der Text für den C-Teil wurde mehrfach verändert. Der Song hat 130 BPM und gilt damit als Allegro, was als rasch und munter beschrieben wird. Meiner Meinung nach, ist der Song, trotz seines Inhaltes sehr wohl munter.


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Musikvideo für Influencar

Lange habe ich überlegt, wie ich das Video für Influencar gestalten sollte. Dann wollte ich spontan einfach ein Lyric Video dazu machen, aber es kam anders. Ich suchte im Archiv nach Hintergrundbilder für das Video und schickte eine kleine Auswahl von ca 4537 Bilder – alle auf Barytpapier in SW – in die Schweiz. Dort wurden sie handcoloriert, eingescannt und bearbeitet. Die fertigen Dateien habe ich dann hier zusammen gepuzzelt und alles fein sortiert. Für die Bearbeitung des Film benötigte ich noch zusätzliche Rechenpower von der NASA. Keine drei Monate später war der Film fertig und passt mit seiner schnellen Bildfolge zum Song, wie die Faust auf das Auge. Es muss noch erwähnt werden, das dieses Video möglicherweise zu Anfällen führen kann, die Bildfolge ist doch sehr schnell und ich hoffe, das niemand dabei zu schaden kommt.

Das Coverbild für das Video zum Song INFLUENCAR

Was sieht man bei Influencar?

Das Leben, das Leiden und den ganzen Mist dazwischen. Urlaub, Sehenswürdigkeiten, Blumen, Tiere, Menschen, Strand und Meer. Es könnten eben auch Bilder sein, die die Millionen Nutzer und Nutzerinnen täglich auf diverse Plattformen hochladen um ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen. Ein Verlangen das mir völlig fremd ist und das sich auch aufgrund meiner Abonnenntenzahl wohl kaum einstellen wird. Diese Bilder beweisen die Existenz von jemanden oder allen. Sie sind nicht spektakulär, sie sind banal. So banal wie der ganze Social-Media-Kram. Aber das ist ein anderes Thema. Worum es im Song geht, das habe ich schon mal in einem Beitrag geschrieben und werde das jetzt nicht alles wiederholen. Nach der Lektüre dieses Beitrages, bitte ich alle Leser und Leserinnen, nun das Video 500 mal anzuschauen, es ohne weitere Bedenken zu Teilen, es zu kommentieren, zu liken und meinen Kanal zu abonnieren. Vielen Dank.


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Vor 20 Jahren – Freispruch für Abdelghani Mzoudi


Stundenlang habe ich wegen dieses Mannes in der Kälte gestanden, nämlich als er aus der Untersuchungshaft entlassen werden sollte. Der Termin seines Freispruchs war dagegen warm und mit einer hohen Anzahl an Kollegen geradezu kuschelig.

Mzoudi sollte, laut Anklage, in das Vorhaben der Attentäter vom 9/11 involviert gewesen sein, aber am Ende wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Hier geht es zum Wikipedia-Eintrag.

Beim ersten großen Prozess gegen Motassadeq war ich mit einem Kollegen von AFP Poolfotograf und damit gingen meine Bilder um die ganze Welt. Ich war schrecklich aufgeregt und hoffte, dass wenigstens ein gutes Foto dabei wäre. Bei diesem Termin war es der ganz normale Wahnsinn. Kurz einmal in den Gerichtssaal, ein paar Auftaktbilder vom Angeklagten und seinen Anwälten, dann warten und warten und warten, bis die Verhandlung zu Ende war. Dann kommen alle aus dem Gerichtssaal und die anwesenden Journalisten stürzen sich auf die Protagonisten des Tages. Am nächsten Tag hieß es dann: Freispruch für Mzoudi in den Blättern und Magazinen.

Trotz seiner abgesessenen U-Haft bekam Mzoudi keine Haftentschädigung für seine Zeit im Gefängnis.
Die Begründung war, dass er als Terrorverdächtiger galt und deswegen kein Anspruch auf diese Entschädigung hätte.


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Vier kleine Lyric Videos

Begrenzte Mittel wie zum Beispiel Geld und Zeit erfordern es, dass andere Lösungen gefunden werden. Auf der Suche nach Tipps und Tricks, um die erhebliche Aufmerksamkeit noch weiter zu steigern. Immer mehr, immer schneller und so, habe ich das Wort Lyric Video aufgeschnappt und da alles, was ich dafür benötige, schon auf meinem Computer vorhanden ist, konnte ich mich nicht zurückhalten und begann damit älteren Songs ein Gesicht zu verpassen. Es sind Songs, die schon auf einer Liste für ein zu machendes Video stehen, die aber aufgrund der komplexen Ideen für diese Videos immer weiter nach unten rutschen. Jetzt, da ich weiß, wie es geht, habe ich einfach mal vier erstellt und sie auf meinem Youtube-Kanal veröffentlicht.

WIR SCHAFFEN DAS
ALL THE PEOPLE ARE SILLY
MARIE
SCHEISSEGAL

WIR SCHAFFEN DAS ist der aktuellste Song und ich glaube kaum, dass ich dafür noch ein anderes Video machen muss. Die anderen drei sind schon etwas älter, ALL THE PEOPLE ARE SILLY und SCHEISSEGAL sind von 2021 und MARIE von 2022. Falls jemand wissen will, wie man ein Lyric Video erstellt, hier eine kurze Anleitung.

Wie geht ein Lyric Video?

Da ich keinen Windowsrechner benutze, kann ich nur über den Mac schreiben. Die beiden Systeme sind sich sehr ähnlich geworden, darum denke ich, dass es auch unter Windows mit MovieMaker funktioniert. Man öffnet iMovie, zieht einen Film und die Musik in das Medienfenster und dann sucht man sich unter dem Reiter TITEL einen passenden Titel aus. Zieht ihn zu einer Stelle es Filmes, wo die erste Zeile gesungen wird und schreibt dort den Text hinein – oder kopiert ihn. Das wiederholt sich nun mit jeder Zeile oder Vers, je nachdem, was man möchte. Fertig ist das Lyric Video. Es gibt noch Kniffe und Tricks, die es zu beachten gibt, aber ich mache keine Technik-Webseite. Wer Fragen hat, kann sich gerne melden.

So ungefähr kann das denn aussehen. Eigentlich ganz einfach und es dauert nicht so lange, wie das Erstellen eines richtigen, teuren, aufwendigen, stilvollen und hervorragenden Videos.


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Wir schaffen das

Der neue Song von mhmedia.de „Wir schaffen das“ bringt die Realität und die Willenskraft der Menschen in Einklang.

Was haben wir nicht alles versucht, die Verabschiedung des Kyoto-Protokolls von 1997, dann Paris 2015 und noch viele Konferenzen und Verabschiedungen mehr – hier eine Übersicht – aber es half und hilft nichts. Deswegen müssen wir ehrlich sagen: Wir haben alles versucht, aber nichts hat funktioniert. Schade.

Das neue Ziel lautet deswegen, diesen Planeten zu zerstören. Dann muss sich keiner mehr schlecht fühlen, wenn er seine Sinalco mit einem Strohhalm ausschlürft oder bei Regen mit dem SUV zum Bäcker um die Ecke rast. In einem riesigen Dampfer über die Meere schaukelt oder mit dem Flieger zum nächsten Kontinent. Überhaupt, diese ganze Klimaschutz-Gedöns ist doch auch viel zu viel für den Bürger. Konzerne, die behaupten, ihre Produkte seien „Klimaneutral“, weil sie irgendwo einen armen Menschen in einem weit entfernten Land einen Vertrag unterschreiben lassen und dann nichts tun. Hier bei uns steht dann auf der Verpackung, dass dieses Produkt dazu beiträgt, dass der Wald in XYZ aufgeforstet oder nicht brandgerodet wird. Wer glaubt diesen Mist überhaupt noch?

Atomenergie ist seit neustem ja auch nachhaltig. Also, Scheiß drauf. An dieser Stelle setzt der Text von „Wir schaffen das“ an. Wir trennen keinen Müll mehr, essen Fleisch wie bekloppt und fischen alles was sich bewegt. Windräder werden stillgelegt und aus Kläranlagen werden Freizeitbäder, usw.

Wir schaffen das

Der Song fußt auf dem Klavier und der Ukulele, die sich hoffentlich wie eine Gitarre anhört. Er ist rockig, hat Soul und Pop. Den größten Teil des Songs habe ich mit der Ukulele geschrieben, nur der Zwischenteil ist am Klavier entstanden. Im Studio mussten wir viel umräumen, damit die ganzen Bläser Platz fanden und die B3 brauchte auch viel Platz, es war sehr gemütliches Aufnehmen. Wir kamen uns sehr nahe und wer nicht glaubt, dass Pizzareste durch eine Trompete an ein Brillenglas fliegen können, dem sage ich: Es geht.

Die Aufnahmen zogen sich, weil ein Teil des Songs mich nicht zufriedenstellte und so wurde dieser mehrmals verändert und neu geschrieben, bis er endlich passte. Gemixt wurde der Song in London und für das Mastering ging es nach Wien, dann dauerte es keine 24 Tage und alles war fertig.


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Günter Fielmann ist verstorben

Günter Fielmann, der bekannteste Optiker in Deutschland. Ich habe zahlreiche Bilanzpressekonferenzen mit ihm fotografiert. Es waren die üblichen Pressefotos, Günter Fielmann vor einer Powerpoint-Präsentation, mit Kurven, die nach oben gingen. Aber im Oktober 2006 lud Fielmann nach Plön ein, um den Sitz seiner Akademie zu präsentieren. Das Schloss in Plön hatte er restaurieren lassen, um dort für die Ausbildung seiner Optiker die Fielmann-Akademie unterzubringen. Ich musste nicht mit dem Auto anreisen, in der Presseeinladung stand, dass ich zum Flughafen Hamburg fahren sollte. Dort erwartete mich ein Hubschrauber und mit dem wurde ich nach Plön geflogen. Mein erster Flug in einem Hubschrauber.

Auf dem Schloss gab es dann eine Führung und die Möglichkeit den Schlossherren zu fotografieren. Er war bei Fototerminen stets offen und bereit, sich den Wünschen der Fotografen gemäß ablichten zu lassen. An diesem Tag musste ich schnell wieder nach Hamburg zurück, um meinen Sohn aus der Kita abzuholen. Mein Auto stand ja am Hamburger Flughafen und so ließ mich der Schlossherr auf seine Kosten mit einem Taxi von Plön nach Hamburg fahren. Ich hatte gute Bilder, war in einem Hubschrauber geflogen und wurde noch zurück kutschiert. Alles sehr königlich.

Neben den vielen Presseterminen mit Günter Fielmann, bin ich auch jahrelang Kunde und habe zahlreiche Reparaturen und Ersatzbrillen bekommen, meist kostenlos. Ich möchte keine Werbung machen, aber ich war bisher nur einmal unzufrieden mit der Optiker-Kette und ich trage seit meinem siebten Lebensjahr eine Brille. Beim Fußball spielen wurde mehr als einmal meine Brille zerschossen und dort anstandslos repariert oder erneuert.

Ruhe in Frieden Günter Fielmann und vielen Dank für den Flug mit einem Hubschrauber.


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Vor 20 Jahren – Literaturnobelpreisträger Imre Kertész bei der Eröffnung der Wehrmachtsausstellung in Hamburg

Literaturnobelpreisträger Imre Kertész als Redner bei der Eröffnungsfeier der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“. Die Ausstellung wurde von Jan Philip Reemtsma und dem Institut für Sozialforschung organisiert. Um diese Ausstellung gab es viel Wirbel und Demonstrationen vom rechten Lager gegen die Ausstellung und die Veranstalter.

Was mich aber viel mehr erstaunte, war die Tatsache, dass ich ein Bild von Imre Kertész habe. Letztes Jahr habe ich sein Buch „Roman eines Schicksallosen“ gelesen und dann entdecke ich bei der Such nach einem Foto für diese Serie, dass ich ein Bild vom Autor habe. Tatsächlich weiß ich gar nicht wen ich damals alles fotografiert habe. Dementsprechend kann ich mich auch kaum an diesen Auftrag erinnern. An die folgenden Demonstrationen der Rechten und die Gegendemonstrationen der Linken – ich war auf beiden als Bildjournalist zugegen – kann ich mich sehr wohl erinnern.

Die Nazidemo verlief ohne besondere Vorkommnisse und die Gegendemonstration wurde von der Polizei mit Wasserwerfern aufgelöst. Die rechten Spinner kommen damit immer als die Ordentlichen rüber und die Linken als die Chaoten. Es wurden auch wieder Barrikaden errichtet und die Polizei hatte alle Hände voll damit zu tun, diese von der Straße zu tragen. Warum man sich im kalten Februar von einem Wasserwerfer umpusten lassen möchte, werde ich nie verstehen. Die vorderen Reihen sind dann auch alle klitschnass durch den grauen Januartag gefröstelt.

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Plastik – Song und Video

Kurz vor dem Jahreswechsel gibt es noch einen neuen Song und ein Musikvideo: Plastik.
Das ist der Titel und das Thema zu diesem beschwingten Musikstück. Plastik ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken, im Guten wie auch im schlechten Sinne. Endokrine Disruptoren sind genauso beängstigend wie Bisphenol A und Mikroplastik, die überall herumschwirren und wer weiß was anstellen. Natürlich will ich mit dem Song und dem Video jede Menge Mäuse machen, aber ich will auch auf die oben genannten Gefahren hinweisen und zeigen, wie viel wir davon schon benutzen und wo es überall drin ist.

Das Cover zum Song PLASTIK von mhmedia.de
Cover für das Video Plastik von mhemdiad.e

Plastik – der Song

Schnell, elektrisch, Depeche Mode, Erasure und Bach oder so. Besonders das Ukulele-Riff im Refrain finde ich sehr schön und deshalb gibt es zum Ende des Liedes den Refrain auch gleich dreimal – weil ich ihn mag. Die Highperformer der internationalen Soundbastel-Liga und die ältesten Synthesizer aller Zeiten versammelten sich in einem Iglu-Zelt auf dem Brocken und erstellten diese wunderbaren Sounds. Das alles bei Dosenravioli und River-Cola. Vielen Dank an dieser Stelle an die Nerds. Plastik ist auf jeden Fall ein tanzbares Lied und sollte die Tanzflächen in jeder Dorfdisko füllen und zum Beben bringen. Mit dem Text bin ich auch zufrieden, besonders mit dem Refrain. Ich habe Bob angerufen und ihm den Text vorgelesen und er hat geweint. Vielleicht, weil er kein Deutsch versteht und gerade geschlafen hatte, wer weiß das schon bei diesen Nobelpreisträgern. Aufgenommen und gemixt wurde das Ganze wieder mal in Frankreich im Château d’Hérouville und dieses Schloss ist der Hammer.

Plastik – das Video

Das Wetter ist und war grau und regnerisch und die Idee für das Video war schon fertig in meinem Kopf. Also baute ich mein Tabletop-Studio auf und rannte durch die Behausung auf der Suche nach Plastik. Es ist soviel Plastik in jedem Haushalt und einen großen Teil davon habe ich stehen lassen, Staubsauger, Blumenkasten, Synthesizer, usw. Die wurden dann alle mit der Hasselblad fotografiert und sehr aufwendig bearbeitet. Für die Szenen im Refrain flogen wir einem in die Alster geworfenen Plastiklöffel hinterher und filmten seinen Weg und das Ziel bis vor die Küste von Wyoming. Am Ziel allen Plastiks sind wir getaucht und haben die Unterwasserbilder erstellt.

Fazit

Song und Video famos. Plastik? Unfassbar gefährlich und schon im Mutterleib an den Föten nachzuweisen. Wir werfen unseren Müll in den gelben Sack und am Ende fressen wir den Inhalt in kleinen Dosen wieder auf. Guten Appetit.

Vor langer Zeit habe ich in einem Blog-Beitrag eine Zuckersteuer gefordert, ich denke, es ist Zeit für eine Plastiksteuer. Das Verbot für Strohhalme und Plastikgeschirr kann nur der Anfang gewesen sein. Weniger Plastik ist mehr Leben und gesünderes Leben.


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Hier noch zwei Doku-Tipps:

UPDATE

28.September 2024 – Die Ausstellung „Körperwelten“ ist eine Vision gewesen:

In den Gehirnen Verstorbener haben Forscher von der Universität São Paolo und der Freien Universität Berlin Mikroplastik gefunden. Es befand sich im Riechkolben, also in dem Bereich des Gehirns, an dem die Riechnerven enden.

https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/mikroplastik-in-menschlichen-gehirnen-gefunden-110004622.html