Mach es kaputt – der neue Song von mhmedia.de macht alternative Vorschläge zum Protest gegen die Klimaignoranz. Die Menschen sollten dankbar sein, dass die Aktivisten der Letzten Generation friedlich protestieren. Sie könnten Straßen in die Luft sprengen und Autos anzünden. Auch die Vorschläge in meinem Song sind noch harmlos. Die Autofahrer, die sich aufregen und gewalttätig werden, sollten den Aktivisten Applaus spenden. Es geht darum, die öffentliche Diskussion anzuregen und Themen – plus Lösungen – auf den Weg zu bringen. Aber die letzte Woche mit der Wahl von Trump hat gezeigt, das die Reise in die andere Richtung geht. Auch hier bei uns steht der Friedrich eher für das gestern als für das Morgen.
Der Anfang mit der rauschenden Nachrichtenstimme macht es historisch – Anlehnung an die Wochenschau. Dann das Schlagzeug und Gitarrenklänge – in diesem Fall Ukulele – plus Bass. Mehr sollte es eigentlich nicht werden, aber dann ging es mit der Hammond B3 wieder mit mir durch. Zwischendurch ertönt auch noch ein Mellotron und preist den Refrain an. Es ist ein Schrammel-rock-punk-dingsbums oder so. Aggressiv und direkt, genau wie das Thema, was durch das Cover ebenfalls zum Ausdruck gebracht werden sollte.
Und das Video?
Das sind die Bilder, die in den Nachrichten zu sehen sind und waren. Aufgebrachte Menschen, die ausrasten und die Aktivisten einfach von der Straße zerren und sogar treten. Sie können Stundenlang im Stau stehen, wenn mal wieder Osterferien sind, aber wenn sie nicht weiterfahren können, weil da Menschen auf dem Asphalt hocken, dann hört der Spaß auf. Diese Szenen habe ich zusammen geschnitten und dann noch selbst diverses Zeug kaputt gemacht und es in Slow-Motion gefilmt. Slow-Motion, weil auch das Klima sich langsam verändert. Nur wir Menschen verändern uns noch langsamer. Mit zwei Kameras haben wir das ganze aus verschiedenen Perspektiven gefilmt. Warum Schwarz-weiß? Das wird mal unsere Vergangenheit sein und wir können davon jetzt schon ein Stück sehen.
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Die Nacht der Medien, Termine wie diese machten mich immer nervös. Nicht, weil ich mich vor den Promis fürchtete, nein, weil ich die meisten einfach nicht erkenne oder überhaupt kenne. Abgesehen davon ist das Licht ätzend und es war spät am Abend. Hier nun unser – leider – Kanzler in Spe Friedrich Merz bei der Nacht der Medien in Hamburg. Bei ihm, aber nicht mit ihm, die Moderatorin Sabine Christiansen.
Sabine Christiansen (Moderatorin) und Friedrich Merz (Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) bei der Nacht der Medien in Hamburg am 2.11.2004 | Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Bei der Nacht der Medien waren zahlreiche Promis zu entdecken, und mithilfe netter Kolleginnen und Kollegen konnte ich auch die Bildunterschriften verfassen. Unter anderem waren zu gegen: Nick Heidfeld (Formel 1 Rennfahrer), Kai Dieckmann von der BILD, Tennisspieler Michael Stich, Marie-Luise Marjan (Schauspielerin, Lindenstraße), Sänger Patrick Nuo und die Moderatorin Susan Atwell.
Technisch ist so ein Termin recht einfach. Blitz auf die Kamera mit einem Zoom-Objektiv (17-55 mm), auf M stellen, Blende auf 5,6 und 1/ 30 tel Sekunde einstellen und alles wird schön, wenn man auf gestellte Society-Fotos steht.
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„Die Früchte des Zorns“, „Archipel Gulag“ oder „Der Dschungel“, nur drei Beispiele über das Elend und die Grausamkeiten, die wir Menschen zum Leben auf diesem Klumpen beitragen. Wie man es dreht und wendet, es gab schon immer die Besitzenden und Wohlhabenden auf der einen Seite und die armen und hungernden auf der anderen Seite. Das Verhältnis ist auch recht konstant: Ein paar Wohlhabende und sehr viele Arme. Reich ist in jedem Teil der Erde reich, hingegen Arm sehr verschieden sein kann. Jemand der in Deutschland arm ist, gilt in anderen Gegenden als Mittelschicht. Was hindert die Menschheit daran, es allen gut gehen zu lassen? Gibt es ein Gen, das verhindert, das wir uns eine Welt vorstellen, in der es für alle eine Erfüllung der Grundbedürfnisse gibt; in der alle glücklich sind?
Denkbar ist auch, dass die Besitzenden dafür sorgen, dass sie und ihre Nachkommen immer zu den Besitzenden zählen und nicht zu den Armen. Verständlich, aber ungerecht. Besitz wird schon von ganz kleinen Kindern bestimmt und verteidigt – auch mit Gewalt. Es wird das Dreirad, das ein Kind haben möchte, festgehalten und so das Kind, das auf dem Dreirad sitzt daran gehindert, weiterzufahren. Lieber hat keiner Spaß als nur der andere. Das zieht sich durch bis ins hohe Alter. Wir sind egoistisch in zahlreichen Abstufungen.
Eine obdachlose Frau in Hamburg | 10/2024 | Foto: Markus Hansen
Was stimmt denn nicht mit uns?
Die zahllosen Kriege und Massaker zeigen, das wir nicht so richtig dazu lernen oder wachsen. Erfindungen wie das Schießpulver und später die Atombombe führen zu keiner signifikanten Änderung unseres Verhaltens. Ob Stein, Gewehrkugel oder Atombombe, es wird getötet und angegriffen, um was zu tun? Mehr Land zu besitzen? Mehr Reichtum anzuhäufen oder mehr Menschen zum Ausbeuten zu haben?
Glücklich zu sein, mit dem, was man hat, scheint vielen schwer zu fallen. Dem anderen sein Glück zu gönnen, ist auch nicht die Schlüsselkompetenz unserer Spezies. Unsere genetische Veranlagung gepaart mit dem, was wir Kapitalismus nennen, ist mehr als toxisch. Der freie Markt fördert unsere schlechten Eigenschaften und verhindert eine schöne Welt. Als dritter im Bunde kommen noch Ideologien und Religionen hinzu, die ebenfalls dafür sorgen, dass unser Zusammenleben weiterhin von Gewinnsucht und Vorteilsnahmen geprägt ist.
Ich dachte früher, das wir bei den Kindern anfangen müssen, um eine bessere Welt zu gestalten. Im Kindergarten und in der Schule werden den Kindern Werte vermittelt, wie gewaltfreie Kommunikation, Achtung vor den Gefühlen der anderen und den ganz Kram, der nötig wäre um irgendwann mal eine Gesellschaft zu haben, die in Frieden und Freiheit lebt. In einer gesunden Natur und sich mit wenig Besitz am Dasein erfreut. Kurze Pause für Lacher. Das ist gelinde gesagt, leider und traurigerweise naiv.
Es soll nicht sein
Alles in diesem unseren System ist darauf ausgelegt, zu verhindern, dass es allen gut geht. Politiker aller Parteien wollen nicht das Beste für das jeweilige Land und auch nicht eine Lösung für etwaige Probleme, sie wollen ihre Ideologie durchsetzten und möglichst lange an der Macht bleiben – siehe Trump, Assad, Lindner, Wagenknecht, u.a. Das Bildungswesen als Grundlage einer besseren Welt ist unterfinanziert und wird ebenfalls durch Menschen beeinflusst, die in diesem System gefangen sind – bewusst oder unbewusst. So wird der beliebte Leistungsgedanke weiter gesät und gehegt. Nachdem die jungen Menschen ihrer Fantasie und den meisten Illusionen beraubt worden sind, kommen sie in die Arbeitswelt. Auch da geht es um nichts anders, als möglichst viel Geld zu verdienen in einem Beruf – der vom Autor David Graeber als Bullshit-Jobs bezeichnet wird – um eine Karriere zu beginnen. Diese Karriere wird durch Besitz und Konsum gegenüber anderen belegt – macht aber auch nicht glücklich. Trotzdem muss es immer mehr werden, mehr Geld, mehr Besitz.
In vielen Berufen, die wichtig und sinnvoll sind, ist die Bezahlung nicht so hoch wie die Belastung. Beispiele: Polizei, Krankenhaus, Pflegeberufe, Kinderbetreuung, Bildungswesen, Bau, Einzelhandel und noch viele weitere. Das gilt auch für den Kulturbereich. Trotzdem machen wir alle immer weiter. Wir sehen, das Menschen im Meer ertrinken, das Kinder die giftigen Mülldeponien nach verwertbaren Sachen durchforsten, das Frauen unsere billigen T-Shirts nähen. Wir sehen Krieg und Elend jeden Tag auf der ganzen Welt. Während die einen irgendwo in einer Wellblechhütte sitzen und nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, werden in einem anderen Teil der Welt die Menschen immer fetter und leiden an psychischen Erkrankungen.
Alles läuft so, dass die vermögenden Menschen es gut haben und es ihnen auch weiterhin gut geht. Die Anzahl der Milliardäre steigt und deren Vermögen ebenfalls. Leider wächst die Menschlichkeit nicht so schnell wie deren Vermögen. Wie erklärt sich sonst ein Elon Musk? Es gibt Fortschritte in vielen Bereichen: die Kindersterblichkeit ist weltweit gesunken (1) und der Zugang zur Bildung ist weltweit gestiegen (2) und die Medizin macht Fortschritte in allen Bereichen. Und dennoch:
„420 Millionen Kinder leben in einem Kriegs- oder Konfliktgebiet. Das sind fast doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Sie leiden an Angst, Hunger und Krankheiten. Rund 27 Millionen Kinder können aufgrund der bewaffneten Kämpfe nicht zur Schule gehen.“ (3)
Ich bin kein Pessimist
Die Zahl der Kriege und Konflikte auf unserer Erde nimmt stetig zu. (4) In vielen Ländern herrschen Autokraten oder rechte Parteien, die mit ihrer Politik mehr den Reichen nützen als den Armen und die auch kein großes Interesse daran haben, die Welt zu verbessern. Ein paar wenige entscheiden über das Schicksal von Millionen Menschen. Dieser Weg führt naturgemäß zu einem Ende und vermutlich wird das Ende auch nicht dazu beitragen, das die Menschen glücklich sein werden.
Die Hälfte der US-Bürger billigen die Ansichten von Donald Trump und seinen unglaublichen Lügengeschichten und werden ihn wählen. Hier bei uns wird auf Bürgergeldempfänger eingedroschen, als wenn sie die Welt retten könnten, es aber einfach nicht wollen. Faules Pack! Migranten sollen abgeschoben werden, nicht nur aus Deutschland. In ganz Europa, das früher selbst die Länder besetzt hatte oder für deren heutigen desolaten Zustand verantwortlich zeichnet, sollen die Migranten das Land verlassen. Am besten es gar nicht erst betreten. Teilen und Verzichten sind nicht vorgesehen in der Natur des Homo oeconomicus und somit auch das glücklich sein nicht. Ein sehr flache Lernkurve gepaart mit einem großem Ego sind die Zutaten für diese unsere beschissene Welt. So schnell wird sich daran leider auch nichts ändern. Was für ein Glück.
Morgens mit dem Auto nach Finkenwerder ist nervenaufreibend. Ich sollte eine Demonstration von Airbus-Mitarbeitern fotografieren. Es war kalt und diesig. Ich stand im feuchten Gras auf dem Deich und wartete auf die Menschenmassen. Der Flugzeughersteller Airbus braucht mehr Land um sein Flaggschiff, den A380, bauen zu können. Einige Pächter, die Kirche und Umweltschützer stellten sich diesem Vorhaben in den Weg. Es ging um das Mühlenberger Loch und die Verlängerung der Startbahnen Landebahn. Die Demonstranten forderten also zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, dass die Erweiterung genehmigt werden sollte.
Mitarbeiter von Airbus demonstrieren für die Erweiterung des Geländes, Hamburg am 27.10.04 – Foto:Markus Hansen | Vertrieb: actionpress.de
Das Thema zog sich schon einige Jahre hin und der Bau wurde immer wieder von Gerichten gestoppt und dann von einem anderen Gericht wieder zugelassen. Demonstrationen zu fotografieren habe ich immer gerne gemacht. Es gibt zahlreiche Motive und mit etwas Glück gibt es auch originelle Plakate oder andere Hingucker. Ich war frei in der Gestaltung, weil es eben nicht das „eine“ Bild gab, sondern viele. Hier war der Hintergrund schon famos, weil er das Airbus-Werk und einige Flugzeuge zeigte. Die Plakate waren abwechslungsreich und vielfältig, was so einem Bild auch noch mal das gewisse Etwas verleiht.
Womit war ich bei Airbus?
Diese Bild habe ich mit meinem geliebten 20-35 mm /2.8. D Objektiv aufgenommen, das sich an meiner D1X befand. Dieses wunderbare Objektiv wurde bald von dem 17-55 mm /2.8. DX ersetzt, das auch gut war aber nicht so schön wie das 20-35 mm.
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Der Song ALLES NEU ist eine Art Protestlied. Textilberge in der Wüste. Plastikinseln im Ozean. Unser Konsum zerstört unsere Lebensgrundlagen. Jeden Tag sitzen tausende bei IKEA und futtern Köttbullar in sich hinein. Anschließend schleppen sie die schweren Kartons aus den Regalen auf ihre Wagen, von dort an die Kasse und dann in ihr auto und machen sich keine Gedanken, wo das ganze Holz herkommt. Das IKEA europäische Wälder zerstört ist den meisten wahrscheinlich egal. Seit Jahrzehnten geht der Trend zur Neuware statt zur Reparatur. Ich trage auch daran einen Anteil. Der Song ALLES NEU beschäftigt sich mit diesem Thema. Jedes Jahr gibt es von allen Herstellern neue Produkte, ob dies ein Auto, ein Handy oder eine elektrische Zahnbürste ist, obwohl die alten Modele noch absolut in Ordnung sind. Das ganze System funktioniert nur, wenn jeder von uns so viel wie möglich konsumiert. So haben alle Arbeit und verdienen Geld, um noch mehr zu konsumieren. Verrückt.
Es musste unbedingt digital klingen, denn das Digitale klingt nach Plastik. Die Endgeräte sind zum großen Teil aus Plastik: Spielkonsolen, Computer, Synthesizer, Handys, Tastaturen, Mäuse, Drucker, usw. Deshalb musste es nach Depeche Mode, Howard Jones und oder Erasure klingen. Ich mag den Sound von Violater oder Dream into Action. Der Song beginnt düster und mürrisch, wird im Refrain beschwörend und freundlich. Etliche Synthesizer-Spuren mit drei verschiedenen Bässen wurden aufgenommen. Das Piano gibt dem Song etwas Sanftes, während das Schlagzeug alles vorantreibt.
Und das Video von ALLES NEU?
Bei einem Text über den Konsum bietet es sich an, in die Konsumtempel zu gehen und dort Aufnahmen zu machen. Also haben wir genau das getan. Um den ganzen noch etwas von schnelllebig und hektisch zu geben, wurden die Aufnahmen mit Zeitraffer gemacht. Dann besuchten wir noch IKEA und machten famose Aufnahmen, wie die Menschen ihren Konsum bezahlen und mit dem Wagen die Kassen verlassen; diese Aufnahmen wurden ebenfalls im Zeitraffer aufgenommen.
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Ich muss – so heißt das neue Lied und es geht um das Müssen. Es geht um die vielen kleinen Dinge, die jeder von uns jeden Tag zu absolvieren hat. Müll hinaus tragen, Staub saugen, Essen kochen Tisch decken und noch unzähliges mehr. Hinzu kommt die Frage: Kommt da noch was? Oder wartet man jetzt auf das Ableben? Denn ab einem gewissen Alter ist das Leben ein sich wiederholender Kreislauf: Feiertage, Urlaub, TÜV, Arbeit, medizinische Untersuchungen und Finanzen bestimmen die Restlaufzeit. Ich möchte nicht pessimistisch oder gelangweilt klingen, aber so in etwas gestaltet sich das Dasein.
Cooler Bass mit famosem Beat leiten den Song ein. Dann kommt die Ukulele und das Klavier; ein schöner Teppich auf dem der Rest dann fliegt. Die Bläser wurden wieder wunderschön eingespielt von den Quarktaschen und auch die Streicher haben viel zu tun. Welche Einflüsse kommen da zum Vorschein? Ich kann es nicht beschreiben, Sting? Westernhagen? Von allem etwas oder nichts. Ist auch unwichtig, denn am Ende kann das jeder für sich entscheiden.
Ich muss – das Video
Nachts überfiel mich die Idee: Ich gehe Treppen hinauf, filme das und schneide alles zusammen. Nur das hinaufgehen. Unterstützt von einer Filmcrew aus China zogen wir also los und nahmen bei jeder möglichen Treppe die Kamera in die Hand um mich beim hinauf gehen zu filmen. Für die Strandszenen fuhren wir an die Nordsee und bestellten ordentlich schlechtes Wetter. Die Person am Strand ist übrigens ein berühmter Hollywood-Schauspieler, der gerade an der Nordsee Urlaub machte. Ich behaupte nicht, das es DeNiro ist.
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PAPENBURG, GERMANY – SEPTEMBER 28: The biggest ever build cruiser in Germany, Celebrity Solstice, leaves the Meyer Papenburg shipyard en-route to Hamburg via Emden on September 28, 2008 in Papenburg, Germany. Having a length overall of 315 meters, the Celebrity Solstice will be three times longer than a soccer field. The large diesel engines will provide sufficient propulsive power to reach a speed of 24 knots, approximately 45 km/h. (Photo by Markus Hansen/Getty Images)
Das Wetter war grau. Ich war das erste und letzte mal für Getty Images unterwegs. Eine gefühlte Weltreise, bis ich endlich in Papenburg bei der Meyer-Werft war. Es ging um ein Schiff. Riesengroß. Anders geht ja nicht mehr und würde dann auch keinen interessieren. Ich folgte diesem Ungetüm also kilometerweit durch die Pampa und stieg andauernd aus um Fotos zu machen. Zum Glück war das Motiv langsam und unfassbar groß. Es standen auch genug Menschen herum, damit ich sie als Maßstab in das Bild einbauen konnte.
Bei Schiffen regt sich bei mir bloß nichts, ich denke: Boah ist das groß! Aber mehr auch nicht. Weder wollte noch will ich eine Kreuzfahrt machen und so nahm ich das ganze gelassen und fotografierte Bild um Bild.
Vor zwanzig Jahren war ich Einzelkämpfer und bekam weder die Ausrüstung noch einen Laptop gestellt. Mein Plan war: Erst mal etwas esse und dann nach Hause fahren, um die Bilder zu verschicken. Das fand die Agentur nicht so erfreulich und wegen der verspäteten Sendung blieb es bei diesem einen Auftrag. Meine Fahrtkostenrechnung war höher als das Honorar.
Es gibt fast so viele Smartphones wie es Einwohner in diesem Land gibt. Diese kleinen praktischen Helfer sind aber eben auch eine Gefahrenquelle: Autofahrer/innen, die sogar auf der Autobahn damit herum machen. Jugendliche, die ohne Smartphone vor dem Gesicht kaum noch denkbar sind und auf Scootern an einem vorbei rasen und all die anderen die irgendwo sitzen oder gehen und darauf schauen.
Smartphone heißt mein neues Lied, es ist schnell und dann wieder langsam. Erst Sprint und dann Spaziergang. Ich bezweifle, das ich den Klavierteil jemals in dem Tempo live spielen kann, aber für kurze Zeit habe ich es geschafft. Besonders gut gelungen, finde ich, ist der C-Teil des Stückes, fast schon zu schade um als kurze Sequenz zu existieren. Der Text spricht für sich selbst. Zählt Handlungen und Orte auf, an denen der Homo Smartphonus mit dem kleinen Glaskästchen herumdattelt, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren oder gar das eigentliche Leben zu genießen.
Das Video
Weltweite Drehorte, unfassbar talentierte Statisten und Schauspieler. Wir waren in Japan, Belgien und Deutschland unterwegs und es wurde nicht auf das Budget geachtet – besonders nicht beim Frühstück. Mein Dank gilt auf jedem Fall dem Darsteller von König Charles für seinen Einsatz.
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Da klagt eine Familie in Hamburg gegen die Bargeldgrenze von 50 Euro, weil es für eine Familie mit kleinen Kindern – ob geboren oder ungeboren – schwer ist mit so wenig Bargeld im Alltag zurechtzukommen.1 CDU-Vize Spahn will Menschen, die einen angebotenen Job nicht annehmen das Bürgergeld streichen.2 Die CDU will das Bürgergeld umbauen:
„Nach den Plänen der CDU müssten Menschen, die arbeiten können, auch arbeiten gehen, „ansonsten entfallen Sozialleistungen“, sagte Generalsekretär Carsten Linnemann.“3
Trotz Steuerlöcher und fehlender Gelder des Staates lehnt Christian „Schuldenbremse“ Lindner aber die Pläne zur weltweiten Besteuerung von Superreichen ab.4 Das die Menschen, mit viel Vermögen weniger Steuern zahlen als der Mittelstand 5 ist ebenso wenig zu begreifen, wie die Tatsache, dass Arbeit immer noch höher besteuert wird als Vermögen. Obwohl also die Regierung – welche Farbe auch immer – schon seit Jahren die Menschen mit viel Geld in Ruhe lässt, sich, wie bei dem CUM Ex-Skandal um Milliarden bescheißen lässt und mit Gedächtnislücken glänzt, werden die kleinen verunglimpft und von Sanktionen bedroht. Wieso?
Geld das wir nicht wollen, in Tüten verpackt und den Reichen unter die Matratze geschoben.
Über das Bürgergeld hinaus denken
Man könnte die Steuerprivilegien der Beamten abschaffen, eine höhere Erbschaftssteuer oder eine angemessene Transaktionssteuer auf Aktiengeschäfte einführen, aber so etwas wird nicht umgesetzt, eingeführt, gefordert oder auch nur gedacht. Schon eine konkrete Steuerprüfung bei den höheren bis unfassbar hohen Einkommen wäre eine verlässliche Einnahmequelle.6 Warum also bleibt alles so wie es ist? Immer auf die Kleinsten einschlagen und den Reichen lassen wir ihr schönes Leben?
Es ist doch absurd, das ein Raunen durch den deutschen Stammtisch geistert, wenn das Bürgergeld um 50 Euro erhöht wird. Doch wenn prominenten Millionäre oder einfach nur gut situierte Menschen ihren Wohnsitz oder ihr Vermögen in die Nachbarländer verlegen um hier in Deutschland keine Steuern mehr zu zahlen, hört man nur die Buschkugel im Sand rollen.7
Wenn Menschen aus ihrem Land nach Deutschland flüchten, um sich ein neues Leben aufzubauen, verhindern wir eine schnelle und gute Integration mit unserer Bürokratie und Engstirnigkeit. Anstatt hier Geld in die Hand zu nehmen und den Menschen zu helfen, das sie schnell in unsere leeren Steuerkassen einzahlen, werden sie in Unterkünften gelagert und machen erste Erfahrung mit der deutschen Amtsstube.
Wir kaufen nichts
Es ist ja nicht so, das wir keine Pflegekräfte, Erzieher und Handwerker bräuchten. Die Babyboomer gehen demnächst in Rente, große Unternehmen verlassen das Land auch wegen des Fachkräftemangels. Aber wir sitzen lieber in unserem braunen Matsch und lamentieren, das die Ausländer uns ausnehmen. Mitnichten, wir sorgen selbst dafür. Denn da, wo etwas zu holen wäre, da klopfen wir lieber nicht an. Es könnte die nächste Parteispende kleiner ausfallen oder ganz ausbleiben.
Sparen können wir bei den Privilegien der Beamten – warum ein Zuschlag für Kinder und Kindergeld? Meckern sollten wir auf die Menschen, die Geld haben, es aber ins Ausland verschieben. Wir sollten Politiker wir Herrn Lindner fragen, warum er sich nicht um eine Steuerprüfung der höheren Einkommen kümmert? Warum wird eine Erbschaften so gering besteuert? Wieso wird seit Jahrzehnten nur Politik für die „Leistungsträger“ gemacht? So viele Fragen.
Vor der Landtagswahl in Sachsen und Sachsen-Anhalt wird sich der Ton auf die da unten noch einmal verschärfen. Es wäre ein Traum, wenn es eine Partei oder einen Politiker geben würde, der ungeachtet aller Folgen für seine Partei und seine Karriere, einige der oben genanten Vorhaben in die Tat umsetzten würde. Wenn es in den Medien um den Haribo-Chef und den Kaiser gehen würde und nicht um die Menschen, die schon in Not sind. Das wäre schon mal ein Anfang, aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Leider.
Es gab Feuer, Rauch, Sonnenschein, Natur, „verletzte“ Soldaten und Peter Struck. Der Verteidigungsminister wechselte selten den Gesichtsausdruck und bei bestem Wetter gaben die Soldaten alles um diese Übung für ihren Chef spannend aussehen zu lassen. Peter Struck (SPD) besucht die Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen, während seiner Sommertour am 17. August 2004.
Nach der Genesung nach seinem Schlaganfalls absolvierte Verteidigungsminister Peter Struck hier in Appen seinen ersten Auftritt vor der Presse. Es wurde ein Auto angezündet, Verletzte sollten geborgen und versorgt werden, um schöne Bilder für die Medien zu generieren. Ich glaube, das erste Bild der beiden Bilder erschien im Spiegel.
Technik und Termin
Auf meiner D1X hatte ich das 17–55 mm /2.8 und fotografiert mit Zeitautomatik. Ein Termin, bei dem ich mich fragte, wozu habe die ganze Ausrüstung an meiner Schulter? Natürlich waren wir Fotografen*innen und auch die Kameramänner und Kamerafrauen froh über das gezeigte Spektakel. Es ging ohne große Beschränkungen vonstatten und so hatte jeder und jede genug Zeit und Möglichkeiten Bilder zu machen. Es war genug Platz für alle da. Zu der Zeit hatte ich drei Objektive dabei, das oben erwähnte, dann das 80–200 mm /2.8 und das 10–20 mm 4.5-5.6 und einen Aufsteckblitz.
Das schöne an diesen Terminen war, dass man sich ausprobieren konnte, eine andere Perspektive wählen, einen Gegenschuss machen oder auch mal ein paar Features über die Bundeswehr fotografieren. Anders als bei Terminen, bei denen es einen Platz für die Bildjournalisten*innen gab und wir alle am Ende die gleichen Bilder hatten und das von der DPA wurde gedruckt.
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