Es gibt zahlreiche Videos von Musikern und Musikerinnen, in denen sie sich über die KI äußern – zu recht oft negativ. Andere äußern sich über Spotify, über den Musikmarkt und darüber, das sie nichts verdienen, wenn sie auf Tour sind. Alle haben recht.
Denn verdienen, das machen die anderen. Die, die das Verwalten und Verkaufen von Kunst zu ihrem Beruf gemacht haben. Mein alter KI-Ego „Yosarrien“ äußert sich ebenfalls in Shorts oder Reels zu diesem Thema. Das Interview mit Himari haben ich ja schon in einem Beitrag veröffentlicht und damit diese Meinungen nicht im Meer der Belanglosigkeit verschollen geht, gebe ich dem ganzen hier ein kleines Plätzchen.
Eine Pommes für 12,80 €
Unfassbar ungerecht
Yosarrien und Himari im Interview – Zwei KI-Charaktere kämpfen gegen die KI
„Flood the zone“, macht mich fertig. Kaum habe ich angefangen mich über ein Thema aufzuregen, gibt es schon den nächsten Knaller. Im Stundentakt donnern die News aus dem Äther oder Kabel. Entweder gibt es eine geplante Scheiße aus den Kreisen der oberen, oder eine fürchterliche Katastrophe verstopft die Kanäle. Zugunglück in Spanien, Überschwemmung in Südafrika, Trump dies und Trump das, Merz sagt dies, Arbeitgeber wollen das. Jeden Tag.
Über den Wunsch nach Ruhe habe ich einen Song geschrieben: KEINE NEWS ist ein kurzer, schneller Popsong, der um 24 Stunden Ruhe der schlechten Nachrichten bettelt.
Flucht vor der Realität oder vernünftige Forderung vor dem Informations-Burn-Out. 50 % der Deutschen sind der Meinung, das der Taktschlag der einkommenden Nachrichten zu hoch ist.(1) Das bewusste Abstellen ist grundsätzlich die einfache Lösung, aber wenn man sich nicht zu Hause verkriecht, entkommt man den schlechten Nachrichten nur schwer.
Da ich um die utopische Forderung weiß, habe ich in dem Song einen musikalischen Freiraum geschaffen. Sechzehn Takte ohne Text gehören dem Zuhörer. Nur Musik.
Wie entstand „KEINE NEWS“
Auf der Ukulele fand ich ein Riff, eine Chord-Progression oder einfach ein folge von Tönen und Akkorden, die mich nicht mehr losließ. Das ist der Anfang.
Darauf baute ich die Verse. Für den Refrain habe ich dann zwar viel zu viele Akkorde genommen, aber ich war im Flow und es funktionierte. Es langsam zu klimpern war das eine, als ich mich aber für ein schnelles Tempo entschied, musste ich ziemlich lange üben, um die Akkorde schneller zu wechseln.
Dann entdeckte ich das Wha-Wha-Clav, also ein Clavinet mit Wha-Wha Effekt und war völlig begeistert. Der Song bekam pep und ich verschweige nicht, das mir das Clavinet am Ende voll auf den Zeiger ging, weil es so dominant war. Also wurde es immer leiser. Da es um Nachrichten ging, wollte ich als Intro eine Nachrichten-Anfangsmusik haben. Die deutschen Formate klingen alle so langweilig. Dann entdeckte ich das Intro von CNN und war mehr als zufrieden.
Leider braucht es nicht lange um einige Nachrichten-Schnipsel zu finden, die die Welt gerade in Atem halten. Selbstredend musste auch Donald in diesen „NEWSFEED“ mit seinem Grönland-Gefasel. Als Trostpflaster, weil es die gewünschten 24 Stunden eh nicht geben wird, gibt es dann 16 Takte nur Musik. Das reicht nicht, aber was kann ich daran schon ändern? Eigentlich wollte ich 16 Takte totale Ruhe, also Pause für alle Instrumente, aber dann kann ich bei der heutigen Aufmerksamkeit der Zuhörer wohl vergessen, dass sich jemand den Schluss anhört. Deswegen Musik.
Jetzt das ganze noch in Farbe
Ein unfassbar teurer Anzug, die Miete für ein Studio, in dem man Nachrichten produziert, ein Pferd das liest und ein Eisbär mit Zylinder. Das war wirklich scheiße teuer. Aber die Pinguine, die den Schlitten ziehen sollten, sind in einer Gewerkschaft und was wir für die bezahlt haben, war fast so teuer, wie die Mitgliedschaft in Trumps Friedens-Club. Dann noch die Reisen und das Schiesser-Unterhemd. Aber nun ist es fertig und nachdem alle ihr Geld haben, hier die gute Nachricht:
Markus Hansen – Keine News (Offizielles Musikvideo)
Ein Foto von mir und dank des Nacktbild-Erstellers Grok wurde aus mir ein seriöser Nachrichtensprecher und ein Typ in Unterhemd und Jogginghose. Der zweite Mann ist auf der Flucht vor den Nachrichten: zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Dazwischen bringt er den weißen alten Männern noch ein Topf Geld und gute Profite, die sie mit Krieg und Katastrophen gemacht haben. Er reitet auf einem Strauß und jagt mit einem Pinguin-Schlitten durch eine Schneelandschaft.
Fast alles mal wieder nicht echt und doch sieht es realistisch aus. Was für eine verrückte Zeit.
Die YouTuberin / Musikerin Mary Spender kündigt ihr Spotify-Abo. Nicht aus Frust oder Enttäuschung, sondern weil sie entdeckt hat, dass sie anders Musik hören will. Zurück zum Album sozusagen. Genauer hinhören. Sich Zeit nehmen für ein ganzes Album. Das freut mich. So faszinierend es auch klingt, das man alle Lieder der Welt in seinem Handy mit sich führen kann, so ist es für mich persönlich auch eine Belastung. Deshalb habe ich mein Apple Music Abo nach drei Monaten Probezeit und kaum genutzt nicht verlängert.
Ich habe damals meine Plattensammlung durch CDs ersetzt, die CDs dann alle gerippt und trage so meine persönliche Musikhistorie von einem Medium zum nächsten. Alben, die mich interessieren, begeistern oder die ich unbedingt brauche, kaufe ich mir.
Als ich Fotograf war, war ich einer der letzten, der sich eine Digitalkamera kaufte. Es war allerdings nicht die Ablehnung der neuen Technik, sondern ein profanes Geldproblem. Aber damals schon konnte ich beobachten, wie einige Kollegen einfach nur auf das Motiv hielten und den Auslöser kaum losließen. Bilder über Bilder. Beliebigkeit wurde zum Normalzustand. Heute, dank der Kamera im Smartphone, wird alles ohne Limit fotografiert und gefilmt. Die Stunden sinnloser YouTube Shorts sind dafür ein Beleg.
Zufällig entstanden Seifenblasen oder KI? | Foto: Markus Hansen
Zurück zum analogen
Der Grund, warum die Vinyl-Scheibe zurückgekommen ist, könnte genau das sein: Die Menschen wollen bewusster hören. Im Urlaub sah ich einige Leute, die analog fotografiert haben. Die Beschränkung auf ein Album oder auf 36 Bilder ergibt Sinn, besonders in einer Zeit, in der alles überall und jederzeit verfügbar ist. Serien auf Netflix kann sich jeder sofort in Gänze anschauen (Serien-Marathon), auf Spotify sind alle Songs zu hören und will man etwas wissen fragt man das Internet bzw. die KI.
Was würde wohl Walter Benjamin heute sagen, in einer Zeit, in der die KI Musik und andere Künste ohne jede Aura erschafft und es dafür kaum etwas abverlangt? Jede digitale Kopie ist so gut wie das Original. Kein Qualitätsverlust. Was ist ein Original?
Das, was überall und jederzeit verfügbar ist, wird zur Selbstverständlichkeit. Wer geht denn morgens ins Badezimmer und freut sich darüber, dass das Licht angeht? Der Strom ist für uns selbstverständlich, genauso wie das plärrende Radio in der Küche, das fließendes Wasser und das die Bahn zu spät kommt.
Zu dem Selbstverständlichen kommt das Überangebot an allem. Zum Beispiel KI-Slop, ein Angebot – Überangebot – von sinnlosen Zeiträubern, die die sozialen Medien überschwemmen. Beiträge ohne jeden Sinn oder mit politischen Hintergedanken, nur um Profit zu machen oder für Desinformationen. Davon wird dann noch über 50 Prozent von Bots generiert. Absurd.
Es war einmal, …
Musik immer und überall. Filme ohne Ende und eine niemals endende Bilderflut. Das ist der Ist-Zustand. Dazwischen Werbung und Nachrichten. Wie soll der einzelne da bestehen? Sind nicht schon viel zu viele Menschen ohne Smartphone gar nicht mehr denkbar. Wenn ich mich irgendwo umsehe, haben so viele ihr Handy in der Hand ohne es gerade zu nutzen oder mit einer Kordel am Körper, das es in den nächsten Generationen wohl in den Körper integriert sein wird. Kleine Kinder halten sich Spielzeug an das Ohr und spielen Telefonieren oder Tablet. Im Jahre 2007 kam das iPhone auf den Markt und alle jungen Menschen, die danach auf die Welt gekommen sind, ahnen nur, dass es mal eine Zeit ohne Smartphone und Internet gab. Aber sie kennen sie nicht.
Der Kampf gegen die Beliebigkeit ist ein einsamer Kampf. Ich glaube, jeder muss für sich einen Weg finden. Handy-Verbote an Schulen oder Jugendlichen die sozialen Medien zu verbieten, halte ich für aussichtslos. Wir älteren sind als Vorbilder kaum zu gebrauchen bzw. ernst zu nehmen.
Will man wirklich Daniel Ek noch reicher machen? Vielleicht genießt man mal ein Konzert, ohne es zu filmen. Oder verspeist sein Essen ohne es abzulichten. Verrückt, ich weiß.
Hauptsache es rieselt
Es wird bestimmt immer eine kleine Gegenbewegung geben. Menschen, die Musik bewusst hören und sich nicht den ganzen Tag von einer Playlist berieseln lassen, die ein Bot für sie zusammengestellt hat. Leute, die sich nicht von Short zu Short wischen und am Ende nicht wissen, was sie sich angesehen haben, sondern gezielt suchen und konsumieren. Aber was macht der Rest von uns?
Es wird nicht mehr weggehen. Keiner wird das Internet abschalten. Es wird sich wandeln. Vielleicht wird es sich spalten: ein Bot-Internet und ein Menschen-Internet. Macht es denn einen Unterschied, ob ich einen KI-Song höre oder einen schrecklichen Song von Modern Talking? Die Antwort kennt nur Brother Louie.
Den meisten Menschen ist es bestimmt auch egal, womit sie sich berieseln lassen. Hauptsache es rieselt.
So leben wir alle in unseren kleinen Blasen. Ein Algorithmus versorgt uns mit dem, was wir zu sehen oder zu hören glauben zu wollen. Hält uns fern von dem, was wahrscheinlich nicht relevant für uns ist. Immer mehr vom ewig gleichen. Oder wir legen mal ’ne Platte auf und hören zu.
Sommer, Sonne, rock and roll und einen Veteranen der Musikgeschichte. Billy Idol spielte von 20 Jahren im Stadtpark und da waren seine Hits auch schon über 20 Jahre alt. Der Stadtpark war für mich als Ort nicht besonders attraktiv, denn man muss sehr früh da sein, weil es keinen Graben für Fotografen gibt. Also stand ich ziemlich lange zwischen diversen Fans vor einer leeren Bühne, nur um einen guten Platz zu haben.
Billy Idol spielt im Stadtpark am 4.6.2005 in Hamburg | Foto: Markus Hansen | Verrieb: actionpress.de
Das Gute am Stadtpark und dem Sommer ist, es ist länger hell und so ist das Licht schon mal kein Problem mehr. Bei R.E.M. war es ähnlich. Die Perspektive ist auch sehr angenehm. In einigen Hallen steht man direkt unter dem Künstler, was nicht immer so toll ist. So machte ich also meine Bilder. Ob ich nach drei Liedern gehen musste, weiß ich nicht mehr. Danach musste ich mich durch die ganze Menge drängeln, was auch nicht besonders schön ist, eben ein weiterer Nachteil der Location.
Ein Fan von Billy Idol war ich nie, aber seine großen Hits, die mochte ich. Sein Image fand ich immer etwas zu heavy, denn eigentlich war es am Ende doch Pop-Musik – jedenfalls die Hits. Verkauft habe ich von all den Bildern von Billy Idol leider auch keines, denn der Konzertfotomarkt war auch schon in fester Hand von einigen skurrilen Kollegen, die schneller liefern konnten als ich. Das ist auch der Grund, warum ich nicht so viele Konzerte gemacht habe. Meine Chancen, ein Bild von Billy Idol zu verkaufen, waren mehr als gering. Ich suchte mir meist die Künstler aus, die ich wirklich mochte und habe die Bilder mehr für mich als für die Zeitung gemacht. So konnte ich einige meiner Helden ablichten.
Weitere Bilder gibt es auf der Foto-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.
Ich weiß, das es Influencer heißt, aber dann reimt es sich nicht auf Kommentar. Es ist künstlerische Freiheit. Eine kleine Geschichte über diese Gruppe von Menschen, die ich nicht kenne – da bin ich schon zu früh geboren für – und auch nicht verstehe. Es ist Fiktion, ein kurzes Aufflackern am Himmel der Schönen und Reichen und dann der Absturz in das Meer der Verlorenen oder Vergessenen – oder beides. Influencer-Markting ist der Versuch von alten – älteren – gierigen Männern und Frauen – die Jugend für sich arbeiten zu lassen um noch mehr ihrer hervorragenden Produkte zu verkaufen. Dieser Beitrag hier zum Beispiel wird von Apple, McDonald’s und Coca Cola gesponsert. Nur ein kleiner Nebenverdienst. Ich bin trotzdem objektiv.
Influencar – 10/2023 – Drauf klicken und es geht zu Soundcloud
Oder den Song einfach hier hören:
Der Song Influencar
Der Song ist nicht besonders schnell, hat aber ein Tempo, das dem der Veröffentlichungen in den Sozialen Netzen nahe kommen könnte. Es gibt auch nur wenig Erholung für den Hörer, der Text soll ebenfalls den Takt der sozialen Medien entsprechen. Ein bisschen Folklore mit dem Akkordeon und einem Akustik-Bass, für die Aufnahmen begaben wir uns in den Hinterhof eines alten Hotels in Cuxhaven und nahmen das Ganze in einem Rutsch auf. Wir hatten alle viel Spaß und jede Menge Zaungäste. Natürlich muss ich noch male meine Sponsoren erwähnen, damit ich auch die Kohle bekomme. Also Apple hat uns die Aufnahmen sehr erleichtert, mit dem Powerbook von 2007. Wir haben jede Menge Abfälle von McDonalds im Hinterhof gefunden und in der Pause haben wir Cola getrunken.
Jetzt suchen wir noch Ideen für das Video, es gibt gerade so überhaupt nichts was uns da einfällt. Wenn also jemand das hier liest und einige Ideen hat, dann bitte umgehend melden.
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Schon wieder ein Video und dieses Mal ein minimalistisches Werk. Der Plot wurde lange im Team diskutiert und ich wurde beauftragt Simone Massi anzurufen. Er lud mich ein und ich reiste nach Italien. Dort besprachen wir die Einzelheiten des Projektes und die Sache war abgemacht. Dieses Mal reisten wir mit großem Gepäck nach Marokko und drehten dort zwei Wochen lang Kamelscheiße. Glühende Hitze und überall Sand machten das Unterfangen zu keinem Vergnügen. Als die Bilder im Kasten waren, schickten wir sie per Express nach New York und ließen sie dort aufbereiten. Wir reisten weiter nach Frankreich in die Stadt Royan. Wir bekamen die Genehmigung im „Le Palmyre“ die Affen zu filmen. Und nur ein paar Monate später, war das Video zu „Schon wieder“ fertig.
Bei der Preview in Berlin luden wir ca. 500 Gäste aus allen Bereiche der Kultur ein und die Reaktionen waren alle durchweg positiv. Auch die Geldgeber waren begeistert, hatte das Video doch schon wieder das Budget gesprengt. Aber als sie das Ergebnis sahen, waren viele sofort dabei und fragten nach der nächsten Produktion und ob wir Geld bräuchten oder Ausrüstung. Jeder bekam eine Liste und so kann ich euch allen schon mal vermelden, das nächste Video ist finanziell schon mal abgesichert. Es wird ein Video zu einem älteren Song aus dem Jahre 2021.
Lange Rede und kaum ein wahres Wort, wünsche ich viel Spaß beim anschauen des kleinen Kunstwerkes, das wie immer mit viel Liebe gemacht wurde. Ein kleiner Trost zur Vergänglichkeit des Lebens und zur Grausamkeit des Alltags, der uns alle immer wieder heimsucht. Lasst euch nicht entmutigen und hört euch meine Songs auf Soundcloud an. Ach ja, vergesst nicht den Abo-Knopf zu drücken. Kommentare sind willkommen und auch hier auf dieser Seite dürft ihr gerne etwas schriftliches hinterlassen.
Weitere Beiträge gibt es auf derMusik-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.
Neil Young allein mit seiner Gitarre und Mundharmonika am 29. April 2003 im CCH in Hamburg Foto:Markus Hansen | Vertrieb: actionpress
Neil Young, ein Musiker, den ich erst kurz vorher zu schätzen gelernt habe. Irgendwo hatte ich das Riff von „My My, Hey Hey (Out Of The Blue)“ gehört und ich durchsuchte das ganze Internet nach dem Sänger und diesem Lied. Ich fand die nötigen Daten und kaufte mir „Rust Live“.
Ein großer Fan wurde ich nie, aber dieses Lied und auch einige andere sind wunderschön. Während seines Auftritts in Hamburg, war ich als Bildjournalist akkreditiert und stellte zu meinem Ärger fest, was „Solo accustic“ bedeutete: Schlechtes Licht. Das war nicht hilfreich und der Musiker saß auf einem Stuhl und blickte nur nach vorne. Ich wurde an die Seite beordert und hatte nun drei Lieder Zeit, ein Bild von ihm zu machen.
Besonders glücklich bin ich mit der Begegnung nicht gewesen. Aber ich hatte ihn eine kurze Weile live gesehen. Das Riff und den Singer-Songwriter finde ich immer noch gut.
Beim HOFA Song Contest habe ich einen Song eingereicht und möchte jeden höflichst, freundlichst, bescheiden, demütigst darum bitten, dort für mich zu stimmen.
Der Song heißt „Ich schaue fern“ und ich hoffe, das ich nicht unter den letzten Plätzen bleibe. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Nachrichtenflut, die über das Fernsehen in unsere Wohnung einbricht, und das jeden Tag. Deutsche Pop Musik mit deutschen Texten.
Es ist der HOFA Song Contest und es ist nicht ganz so einfach beim Abstimmen. Jeder und Jede muss sich mit einer E-Mail-Adresse anmelden, um abstimmen zu können, aber das ist zum Glück die einzige Hürde. Vielen Dank für jede Stimme.
Ich schaue fern – das Cover – ein Standbild aus den Nachrichten.
Ich schaue fern ist das neue Musikvideo zu dem gleichnamigen Song. Das Elend dieser Welt wird uns nach Hause geliefert und wir schauen den Menschen über ein 50 Zoll Fernseher dabei zu, wie sie ertrinken, flüchten, verhungern oder leiden.
Wenn es zu krass wird oder es uns schon langweilt, schalten wir um. Abgestumpft wie wir sind, beschäftigen wir uns lieber mit Rate-Shows, GNTM, DSDS oder was den kleinen Hirnen der Programmgestalter sonst noch so einfällt. Es ist ein Trauerspiel.
Das kleine Mädchen aus dem Bericht, der im Fernsehen lief, ist an Unterernährung gestorben.
Für dieses Video reisten wir um die ganze Welt, nach Afghanistan, Afrika, China, Pakistan und eben auch Deutschland. Das Elend ist leider überall zu Hause und es kommt jeden Tag vorbei.
Der Text zu: Ich schaue fern
Ich schaue fern, Und bin entspannt lieg auf dem Sofa Chips in meiner Hand Ich schaue fern, Mord und schöne Frauen wofür die Leute töten immer herrlich anzuschauen Ich schaue fern, ein Quiz und der verliert was ich nicht weiß hat mich wirklich fasziniert Ich schaue fern, die kochen da so gern man kann nichts schmecken und kochen liegt mir fern Die ganze Welt Das ganze Leben Aus jedem Land fließt direkt zu mir nach Hause Das ganze Elend Der ganze Mist Der ganze Scheiß Tag für Tag und ohne Pause Ich schaue fern, Männer fahren im Kreis verpesten unsere Luft was fürn Scheiß Ich schaue fern, Kinder im Dreck die Welt sieht zu und alle schauen weg Ich schaue fern, Leute reden auf mich ein alle zu gleich, was soll das wohl sein Ich schaue fern Fluten hier, Waldbrand da Bald auch vor meiner Tür das war ja klar Ich schaue fern, die suchen ein Talent wer guckt sich so ein Scheiß an, promt bin ich kurz eingepennt Ich schaue fern, Frauen die ganz gut aussehen heulen, streiten, zicken – müssen über n Laufsteg gehen Ich schalte ab, das ist mir echt zu viel mein Leben ist zu kurz und fernsehen hat kein Stil Ich stehe auf und geh mal vor die Tür, da draußen tobt das Leben und ich geh jetzt zu dir.
Dave Gahan, Sänger von Depeche Mode, beim ersten von zwei Konzerten in der Color Line Arena in Hambrug am 15.01.2006 während der Touring the Angel-Tour. Im Hintergrund Martin L. Gore. Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress
Depeche Mode in Hamburg, die Band meiner Jugend und mehr. Wie immer galt, die ersten drei Lieder. Das erste Lied: Dave Gahan wurde in rotes Licht gehüllt und die Belichtungszeiten gingen in den Keller, er bewegt sich ständig und Digitalkameras mögen rotes Licht nicht so gerne. Ich war schon völlig enttäuscht und frustriert. Bei der Konzertfotografie besteht für Pressefotografen, die also nur drei Lieder Zeit haben, ein hoher Druck. Man hat kein Einfluß auf das Licht, kann das Objekt nicht kontrollieren und dann ist da die Begrenzung auf drei Songs. Das zweite Lied wurde schon heller und erst beim dritten Lied, waren dann alle Lampen an und ich konnte einige Bilder machen.
Weitere Bilder gibt es auf der Foto-Seite und wer mit mir in Kontakt treten möchte, kann das hier tun. Viel Spaß.
OBACHT!
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